Rob Pardo zu World of Warcraft Grundsätzen

Rob Pardo ist derzeit recht aktiv in den Battle.net Foren, er hat scheinbar jetzt Zeit, nachdem sein “Baby”, das Warcraft 3 Addon “The Frozen Throne”, auf dem Markt ist (Übrigens: Rekordverdächtige Verkaufszahlen: bereits nach einer Woche sprengte das Spiel die 100.000er Verkaufsgrenze in Deutschland…Platin!). Er erzählt auch einiges interessantes zu den Grundsätzen, die für World of Warcraft gelten werden, zum Beispiel was Solo und Gruppen-Spiel angeht.

[zitat] […]One of the big problems with some of the current MMORPGs is how difficult it is to play for a casual player. We want even casual players to be able to start up and immediately enjoy the game. This does not mean that they will level as fast as the hard core player, nor attain the same items as quickly. […]

[…]Some people like to solo, some like to group, some like to raid in a guild, etc.

Now…there will be areas that are too dangerous for solo players, so if you feel like this “forces” you to group, then I’m not sure what to tell you. Many other MMORPGs forces you to group because you cannot advance in the game any longer without grouping; we don’t plan to do this. […] [/zitat]
Rob Pardo Rob führt an, wie schwierig es oftmals für Gelegenheitsspieler sei, ein reines Online Rollenspiel zu spielen. Gerade das soll aber World of Warcraft auch bieten. Das bedeutet aber natürlich nicht, daß diese Spieler so schnell leveln werden wie Hard Core Gamer und genauso schnell die gleichen Items besitzen werden.

Manche Spieler spielen lieber alleine, andere lieber in Gruppen (die sich spontan im Spiel bilden), wieder andere nur in organisierten Gilden usw. Es wird Bereiche in World of Warcraft geben, die für Solo Spieler zu gefährlich sind und lieber nicht alleine betreten werden sollten (damit ist gemeint, daß man mit dem gleichen Charakter Level nicht alleine Bereiche betreten kann, was der gleiche Charakter innerhalb einer Gruppe aber sehr wohl könnte). Wenn man sich also deswegen “gezwungen” fühlen sollte, sich einer Gruppe anzuschließen, so ist sich Rob hier nicht sicher, was er genau sagen soll. Viele andere Online Rollenspiele (z.B. EQ) verfolgen solch ein System, wo man ohne Gruppenbildung nicht mehr richtig weiterkommt. Das plane man hier bei World of Warcraft nicht.

Rob erzählt weiter, daß Diablo 2 ein gutes Beispiel dafür ist, wie erfolgreich ein Spiel sein kann, welches besonders auch Casual Gamer (Gelegenheitsspieler) anspricht. Diablo 2 wird von der Mehrheit der Leute solo gespielt (Anm. d. Red.: ja, das stimmt, trotz dem mächtigen Battle.net) und das Geheimnis des Erfolges liegt sicherlich darin begründet, daß es eben ein Spiel nicht nur für die Hardcore Freaks geworden ist.

Rob Pardo stimmt der Aussage “Solo spielen macht keinen Spaß” nicht zu. Eher müße es heißen “Solo spielen in dem MMORPG X macht keinen Spaß”. Daß ist genau das, was Blizzard eben nicht möchte, sie wollen ein Spiel schaffen, welches die Masse der Leute anspricht, so, wie es ihnen mit Diablo 2 schon einmal gelungen ist.

Hardcore Spieler mögen es nicht, wenn sich Casual Gamer in ihrer Gruppe befinden. Sie denken anders über das Spiel und sie spielen es auch anders. Unklarheiten und Streitereien treten oftmals im sozialen Bereich auf, wenn Mitglieder einer Gruppierung nicht zusammen passen, und weniger wegen spielrelevanter Dinge. So möchte Blizzard ein Spiel für jedermann schaffen. Und das ist auch gut so. [anhang] Quelle: Battle.net (vereinzelte Postings von Rob Pardo) [/anhang]

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