Burning Crusade: Was läuft jetzt eigentlich in der ´Alten Welt´?

Zum Ausklang der Woche lassen wir den Blick mal wieder etwas abseits der Burning Crusade Mega-Items und Monster-Möbse schweifen und fragen:

Was hat sich in der Expansion eigentlich ausserhalb der neuen Blutelfen- und Draenei-Startgebiete und den Outlands so getan?

Kürzlich darauf angesprochen, warum denn in Shattrath nicht die für Hauptstädte sonst üblichen Einrichtungen wie Trainer und Auktionshäuser zu finden seien, antwortete Blizzard u.a. ‘Every expansion is being planned to still make the old world a place to spend time’, zu deutsch: ‘Jede Expansion soll auch Neues und Spielspass in der ‘alten Welt’ bringen’.

Wir haben uns jetzt daher mal ein bisschen in der ‘alten Welt’ umgetan, um nachzusehen, was dran ist an dem Versprechen. Mit ‘alter Welt’ sind hier alle den WoW-Spielern bisher bekannten Gebiete und Städte gemeint, die die Stufen 20 bis 60 umfassen, also im Prinzip alles jenseits der Startgebiete jeder Fraktion.

Näher anschauen wollen wir uns hier eine Region, die vor allem den Drachenjägern wegen des dort gelegenen Tempels von Atal’Hakkar und dem Questdrachen Somnus bekannt sein dürfte. Etwas weniger bekannt, dafür aber umso deutlicher in der Erinnerung sein dürfte einigen Spielern ein kleiner Aussenposten namens The Harborage im Nordwesten der Swamp of Sorrows (‘Sümpfe des Elends’ in der deutschen Version). Auf diesen kleinen Posten stossen viele Spieler erst, nachdem ihnen ein durch die Sümpfe streifender Marodeur der Lost Ones namens Noboru the Cudgel beim Blindkrautzupfen mit seiner Keule unmissverständlich klar gemacht hat, wer der Herrscher über die Sümpfe und allem, was dort wächst, ist. Besiegt und lootet man Noboru, erhält man dessen Keule und die damit verbundene Quest, die dann in den Aussenposten führt.

In diesem Aussenposten gab es bislang nur ein versprengtes Häuflein friedlich gebliebener Draenei-Mutanten unter der Führung von Magtoor, dessen schmerzliche Aufgabe es nun ist, seine im östlichen Fallow Sanctuary lebenden, durch die Vertreibung aus der Heimat Draenor vollständig verrückt gewordenen Brüder, die sog. Lost Ones, zu eliminieren. Magtoor vergab bis jetzt nur eine einzige Folgequest, womit er und die anderen Draenei-Exilanten schliesslich schnell in Vergessenheit gerieten.

In ‘The Harborage’ und im östlichen ‘Fallow Sanctuary’, sowie im nicht weit entfernt liegenden Horde-Aussenposten Stonard, hat sich seitdem so einiges getan. Mit der Einführung der Draenei als neuer Allianz-Rasse erfahren wir über die Geschichtsschreibung des Volkes, dass es seit deren Vertreibung von Draenor und verderbliche Hexenmagieeinflüsse zwei bekannte mutierte Unterformen gibt, die o.g. hoffnunglos verdorbenen Lost Ones (im ‘Fallow Sanctuary’) und die noch teilweise gesunden Broken (jetzt u.a. in ‘The Harborage’). Letztere Spezies bzw. deren Führer Farseer Nobundo sind übrigens die Quelle der neuen schamanistischen Einflüsse bei den Draenei.

Beim Betreten von ‘The Harborage’ in der Expansion treffen wir denn auch auf einen deutlich gesünder aussehenden Magtoor samt ‘Broken’-Gefolge, die zuvor noch dasselbe Charaktermodell wie die ‘Lost Ones’ im Osten des Sumpfes besassen. Wir erinnern uns: Ein ‘Lost One’ hat mit einem kernigen Draenei-Mann ungefähr so viel gemein wie ein alter Räuchermeister der Zwergpygmäen mit dem Bodybuilding-Hünen Ralf Möller, zumindest äusserlich betrachtet. Beide haben aber dieselben Wurzeln.

Magtoor hat jetzt Verstärkung und Unterstützung von seinen gesunden Draenei-Verwandten wie dem Draenei-Anchoriten ‘Avuun’ und weiteren Artgenossen wie dem Broken-Priester ‘Holaaru’ bekommen, die mit einer Reihe neuer Quests mit Rufpunkten für die Draenei-Fraktion aufwarten.
Im Osten treiben jetzt neben den ‘Lost Ones’ auch noch ‘Cursed Lost Ones’ ihr Unwesen, während Widersacherin ‘Cersei Dusksinger’, eine verschlagene Blutelfen-Hexenmeisterin, mit Horde-Quests und Rufpunkten für die Blutelfen-Fraktion in Stonard wartet.
Alle neuen Quests geben auch für hochstufige Charaktere mit Stufe 60+ trotz grauem Eintrag im Questlog noch ordentlich Rufpunkte bei den neuen Fraktionen. Wer mit einem Cockatrice (Blutelfen) oder Elekk (Draenei) Mount liebäugelt, und dafür als Nichtangehöriger der Fraktion viele Rufpunkte bis ‘Ehrfürchtig’ sammeln muss, sollte hier also auch unbedingt mal vorbeischauen.

Am Beispiel ‘Swamp of Sorrows’ sieht man, dass Blizzard einigen Aufwand betrieben haben, um vormals fast vergessene Winkel der ‘alten Welt’ attraktiv zu machen. Aus den Sümpfen ist quasi der ‘Draenei-Showcase’ mit allen Unterarten und historischen Details zur stolzen Rasse geworden. Der Umfang der Neuerungen in der alten Welt reicht von recht gross, wie in diesem Fall, bis hin zu vereinzelten neuen Blutelfen- oder Draenei-NPCs, die in den bekannten Gebieten, Städten und Aussenposten Azeroths und Kalimdors mit neuen Quests, und natürlich Rufpunkten, auf abenteuerlustige Helden warten. Dazu können wir nur sagen: Mehr davon bitte!