Keine Pläne für Patch 2.5 – Offene Fragen zum Todesritter

Blizzard-Vize Rob Pardo beim BlizzCon 2005 Klassenpanel

Ob der gute Rob Pardo 2005 wohl schon wusste was drei Jahre später kommen wird?

Nach dem in Kürze erscheinenden Patch 2.3.2, der vor allem eine ganze Reihe Bugs fixen wird, geht die erste Erweiterung ”The Burning Crusade” mit dem Content-Patch 2.4 wohl in die letzte Runde, wenn man Eyonix’ aktuelles Posting im amerikanischen WoW Forum liest. Demnach hat Blizzard keine Pläne nach dem Release der ”Sonnenbrunnen”-Instanz, die einen 25-Spieler-Raidteil und einen 5-Spieler-Dungeonteil beinhalten wird, einen weiteren (grösseren) Patch vor der zweiten Expansion zu veröffentlichen. Die Beta für ”Wrath of the Lich King” rückt damit also langsam aber sicher näher.

Desweiteren wurden in den amerikanischen Foren zwei interessante Punkte betreffend die kommende ”Todesritter”-Heldenklasse zur Sprache gebracht. Der Erste betrifft die Handwerke: Wie trainiert der Held, der ja bereits im fortgeschrittenen Alter mit Stufe 50+ startet, eigentlich seine handwerklichen Fertigkeiten von Stufe 0 auf 375? Bekommt er einen speziellen Trainingsbonus, oder fängt er auch ganz normal bei Null an?
Die zweite Frage bezieht sich auf die Ausrüstung. Falls Blizzard die Beute-Tabellen im Endgame von Azeroth und in der Scherbenwelt nicht erweitert, wird der Todesritter gezwungenermassen auf das übliche Krieger- und Paladin-Equipment zurückgreifen müssen. Wird Blizzard spezielles Todesritter-Equipment für den Levelbreich 50+ bis 68 entwickeln, oder muss sich der Held bis zum Eintritt in Nordend gedulden?

Interessant mit Bezug auf den neuen Helden ist übrigens auch der Wandel in der WoW Designphilosophie, der sich seit 2005 vollzogen hat. Sprach man auf der BlizzCon 2005 noch davon, der MMO-Philosophie entsprechend höchsten Wert auf klar definierte Klassenrollen mit möglichst wenig Hybridcharakter zu legen (“Concentrated Coolness”, siehe Bild oben), geht der Zug heute immer mehr in die andere Richtung. Die Praxis hat gezeigt, dass eine ausgewogene Klassenmischung (Tank, Heiler, Schadenklassen) eher der seltene Idealfall ist und Hybride für einen einigermassen akzeptablen Zeitaufwand bei der spontanen Gruppen- und Raidfindung zwingend erforderlich sind. Nachdem man die Talentbäume aller Klassen im Laufe der Zeit immer weiter auch in Richtung Soloatauglichkeit entwickelt hat – man denke z.B. an den im Jahr 2005 von den Entwicklern noch abgelehnten Wasserelementar für den Magier – geht die “Hybridisierung” von WoW mit der ersten Heldenklasse in die nächste Runde. Man kann sicherlich davon ausgehen, dass auch die folgenden Helden einen eigenständigen, stark solotauglichen Hybridcharakter haben werden.

Quelle: WoW Foren

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