Es ist eine kleine Premiere für unseren noch jungen Blog: “Der erste Beitrag”. Diesen Umstand möchten wir gerne mit einer weiteren Premiere kombinieren und BaronSoosdon’s erstes Storyline Machinima für Euch unter die Lupe nehmen.
Schon im letzten Jahr hat BaronSoosdon ein Storyline-Machinima angekündigt und im November 2008 einen Trailer hierzu veröffentlicht.
NoPoint: Stretching Time lautete der offizielle Titel. Wer die Videos von BaronSoosdon kennt, war zunächst überrascht, lag sein Fokus doch bisher im Wesentlichen auf Musikvideos. Auch Titel und Trailer verrieten zunächst nicht viel über den Inhalt. Gespannt warteten wir also auf die Veröffentlichung des Machinimas.
Mitte Februar gab es bereits im #machinima-IRC-Channel erste vage Andeutungen vom Baron, dass der Film fast fertig sei. Am 24.02.2008 wurde dann im Blog von BaronSoosdon die Veröffentlichung bekannt gegeben. Hier finden sich auch alle Streaming- und Downloadquellen zum Film.
Bilder und Gesamteindruck
Der Film macht, wie zu erwarten, handwerklich einen sehr soliden Eindruck. Besonders auffällig, aber natürlich nicht überraschend, sind die Modelchangings, die sich konstant durch den gesamten Film ziehen. Hierzu hat der Baron verschiedene Künstler wie Snoman, WinnerDB, Bullshitmaster, Lex oder Asgard ins Boot geholt, die die World of Warcraft Landschaft thematisch umgestaltet haben. Das Ergebnis sind atemberaubenden Szenarien wie Emerald Duskwood, Snowy Hillsbrad oder Burning Alterac Valley.Nicht nur aus diesen Gründen beeindruckt der Film durch seine Bildgewalt. In gewohnt hoher Qualität schafft es BaronSoosdon Farben und Lichter zu beeindruckenden Bildern zu verschmelzen. Jede einzelne Szene hinterlässt den Eindruck von liebervoller Detailarbeit. Von Hektik oder Zeitdruck, die nicht selten ein im Ansatz gutes Machinima verderben, ist nichts zu sehen. Der Baron hat sich Zeit gelassen, um alles perfekt abzustimmen. Neben den landschaftlichen Modelchangings werden im Film auch 3D Modifikationen an den WoW-Figuren präsentiert. Gekonnt wurden WoW-Models in die Welt von Unreal Tournament eingefügt, tragen Desert Eagles und PumpGuns, um ein Zukunftsszenario zu simulieren. Sicherlich nichts Neues, sondern eher ein altbewährtes Konzept des Barons, dennoch weder langweilig noch weniger unterhaltsam.
Die Story
Überrascht wird man allerdings wenn man ein klassisches Storyline-Machinima erwartet. No Point: Stretching Time kommt völlig ohne Sprachausgabe aus. Das ist zunächst gewöhnungsbedürftig folgt aber einem klar definierten Ziel. Die Storyline soll Spielraum zur Interpretation lassen, der Zuschauer wird also interaktiv in die Geschichte eingebunden.Der Baron selber sagt zu diesem Punkt:
In a way, No Point: Stretching time is my /bow to the greatest WoW machinima ever made (Edge of Remorse).
Both of these movies have one thing in common: you can interpret the story any way you want to.
Die Storyline selber handelt von einem Blutelfen, der ein Artefakt stehlen möchte. Das Artefakt jedoch wird durch die Zeit geschickt und trifft auf eine Gnomin beim Angeln (Untertitel des Films: “How wrong can one fishing trip go?”). Es beginnt eine rasante Verfolgungsjagd in der selbstverständlich Gnome die Hauptrolle spielen. Mehr zur Story möchten wir aber nicht verraten, nur dass sie überraschend und außergewöhnlich ist.
Sounddesign
Das Sounddesign trägt sich im Wesentlichen durch Techno-Musik. BaronSoosdon hat hier wie schon häufiger Tracks von seinen favorisierten Künstlern verwendet. Für den Feinschliff hat der in der Machninima-Szene einschlägig bekannte Glenn X. Govan alias Caruu gesorgt. Auch hier kann No Point: Stretching Time überzeugen, man muss allerdings Techno-Musik mögen. Falls nicht, entschuldigen alle anderen positiven Punkte in diesem Film den Techno-Hasser.Fazit
No Point: Stretching Time ist ein außergewöhnliches und sehenswertes Machinima. In gewohnt hoher Qualität verbindet BaronSoosdon sein Talent zur Bildgestaltung mit Musik und einer guten Story. Für jeden Machinima-Fan ein Film, den man gesehen haben sollte. Man wird 30 Minuten auf angenehme Weise unterhalten und an vielen Stellen beeindruckt.Wer auf Neues vom Baron hofft, wird nicht lange warten müssen. Sein aktuelles Musikvideo ist nach eigenen Angaben zu 99% fertig und die Veröffentlichung verzögert sich nur noch aufgrund technischer Probleme mit seinem Laptop. Das Video wird von Gnomen handeln und die Community hatte in den vergangenen Wochen die Gelegenheit, ihre eigenen Gnom-Models zum Baron zu schicken, die dann im Video verwendet werden. Wir berichteten bereits vor kurzem in diesem Artikel hierüber.
Für alle die jetzt auf den Geschmack gekommen sind: Alle Streaming- und Dowload Quellen findet Ihr an dieser Stelle.
Und nun wünschen wir Euch viel Spass mit No Point: Stretching Time.
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