Blizzards NextGen MMO – Besser als World of Warcraft?

Diese Frage stellen sich bestimmt die meisten von Euch, seitdem Blizzard angekündigt hat, dass sie an einem neuen MMO arbeiten. Jeff Kaplan, Ex-Lead Designer von World of Warcraft, wurde in den letzten Monaten intern auf einen anderen Posten verschoben. Er arbeitet seitdem am neuen MMO von Blizzard Entertainment.

Auf der Game Developers Conference 2009 (GDC) in San Francisco hielt Jeff Kaplan einen Vortrag über “Directed Gameplay within World of Warcraft”. In diesem Vortrag geht es im wesentlichen um das Questverhalten der Spieler und dem Weihnachtsbaumeffekt.

Herr Kaplan nannte dort eine Zahl, welche, wenn man sie hört, enorm groß erscheint. Alle nordamerikanischen Spieler in World of Warcraft schließen täglich durchschnittlich 16.641.209 Quests ab. Mit allen Erweiterungen kommt World of Warcraft auf ca. 7.650 Quests (2.600 Classic | 5.300 TBC). Bei dieser Menge sollte niemanden schnell langweilig werden.

Einer seiner Kritikpunkte ist der Weihnachtsbaumeffekt. Dies bedeutet, wenn man in eine neue Stadt oder in ein neues Gebiet kommt, erscheinen so viele Ausrufezeichen auf der Karte, dass es ausschaut wie ein Weihnachtsbaum. Das ist für die Spieler zwar gut, aber die Entwickler bekommen Schwierigkeiten die Spieler in die richtig schönen Gebiete zu locken.

Ein weiteres Problem sei die Länge der Questtexte. Viele Spieler lesen sich, aufgrund zu langer Sätze, die Questbeschreibung gar nicht durch. Hier habe man versucht gegen zu lenken und den Entwicklern der Quests nur noch die Möglichkeit gegeben 511 Zeichen zu verwenden. Er fügte aber noch hinzu, dass es wesentlich besser sei komplett auf Questtexte zu verzichten und stattdessen lieber Zwischensequenzen einzubauen.

Auch so manche Questreihe ist Jeff Kaplan ein Dorn im Auge. Der “Quest Flow” sei bei manchen einfach nicht gegeben. Es sollen verschiedene Wege bereitgestellt werden, um eine Questreihe erfolgreich zu meistern. Denn ist man aus der eigentlichen Reihe raus, fällt es schwer dort wieder Fuß zu fassen.

Natürlich kritisierte er nicht nur, etwas Selbstlob gab es natürlich auch. Zum Beispiel seien die Quest-Ausrufezeichen eine sehr gute Erfindung, welche man nun in fast jedem anderen MMO vorfindet.

Aber was hat dies mit Blizzards neuem MMO zu tun? Warum diese Headline? Ganz einfach. Blizzard zeigt damit, dass sie ihre Fehler, welche sie bei World of Warcraft begangen haben, erkannt haben. Die Fehler die Blizzard bei World of Warcraft gemacht hat, werden sie bestimmt kein zweites Mal machen und alles was Jeff Kaplan in seinem Vortrag angesprochen hat, wird womöglich in das NextGen MMO einfließen.