Porträt Schattenjäger – Unser Heldenklassenfavorit

Wie wir gestern in unseren News zu Gilneas bereits spekulierten, könnte passend zum Südsee-Ambiente und angesichts des latenten Heilermangels der WarCraft-Held Schattenjäger ganz oben auf der Liste der potentiellen Heldenklassen für die dritte Expansion stehen.

In diesem Artikel wollen wir den Helden deshalb mal kurz für euch porträtieren und zeigen, warum er für eine Implementierung als WoW-Heldenklasse prädestiniert ist.
Natürlich kann auch alles ganz anders kommen, und Blizzard präsentiert uns den Dämonenjäger, den Pandaren-Braumeister oder die Naga-Meerhexe. Der Dämonenjäger böte sich ja ebenfalls an, ist aber aufgrund seiner Nähe zum Todesritter eher nicht zu erwarten. Der Pandaren-Braumeister oder die Naga-Meerhexe – einst neutrale WarCraft-Helden – wären sehr interessant und echte Verkaufsknüller, aber dem Knuddelfaktor und dem exotischen Flair eines Fischwesens stehen auch einige Gründe entgegen, die sie nicht zur ersten Wahl machen. Zum einen sind beide Helden stark an ihre Rasse gebunden und zum anderen stellt sich u.a. die Frage der Fraktionszugehörigkeit. Pandaren = Allianz, Naga (oder Hochelfen mit “Fischform” Shapeshift-Fähigkeit) = Horde? Dann wird wohl wieder jeder die Knuddelpandas von der Allianz spielen wollen.
Neutrale Rassen wären alternativ denkbar, aber wie sollen sie in eine PvP-Umgebung wie die von WoW integriert werden? Dürfen sie in Schlachtfeldern teilnehmen, und wenn ja, wie? Als 3. Fraktion abseits der Allianz/Horde, oder schliessen sie sich einer Seite an (ähnlich den Orakeln/Wolvar)? Es gibt diesbezüglich also Fragen über Fragen, die viel Raum für Spekulationen lassen und eher die einfachere Option nahelegen, für die stets Bedarf besteht – den heilenden und magiebegabten Schattenjäger.

Artwork Schattenjäger von Samwise Didier

Kurzportät Schattenjäger

In WarCraft sind die Schattenjäger (Shadow Hunter) die Meister der Voodoo-Magie und die höchste Autorität unter den Dschungeltrollen. Einen prominenten Vertreter der Klasse findet ihr z.B. bei Thrall in Orgrimmar: Vol’jin , den Anführer der Dunkelspeertrolle (siehe Newsbild oben). Die Kräfte des Lichts und der Dunkelheit erlauben es ihnen, gleichsam zu heilen und zu verfluchen. Stets wandeln sie dabei auf dem schmalen Grat zwischen Gut und Böse in der Hoffnung, die Zukunft ihrer Spezies zu sichern. Wohin das mitunter führt, wird euch in WotLK in der Eistrollregion Zul’Drak lebhaft vor Augen geführt.

Im Gegensatz zu den Hexendoktoren und anderen geistig begabten “Berufsgenossen” entwickeln Schattenjäger im Laufe ihrer Ausbildung ein spezielles Band zu den verschiedenen dunklen Geistern des Voodoo, den sog. Loa. Durch Kanalisieren der Essenzen dieser extrem mächtigen Wesen, wie z.B. Lukou (der Loa der Heilung) oder Ogoun (der Loa des Krieges und der Flüche), erhalten sie bestimmte Fähigkeiten die nur die Loa gewähren können. Je erfahrener Schattenjäger im Umgang mit den Aspekten der Geisterwelt werden, desto stärker wird das Band mit ihnen und desto potenter werden ihre Heil- und Hexerfähigkeiten.
Ohne hier tiefer in die Materie einzusteigen, sei kurz erwähnt dass die Trolle ein Pantheon von Loa-Göttern anbeten, in dem jeder Aspekt durch ein heiliges Tier repräsentiert wird. Dazu gehören z.B. Hakkar der Seelenschinder (Zul’Gurub), Nalorakk der Bärengott (Zul’Aman) oder Har’koa die Leopardengöttin (Zul’Drak) und eine Vielzahl weiterer Götter.

Grob gesagt sind die Schattenjäger ehemalige Kopfjäger, die in die Künste des Voodoo und der Loa eingestiegen sind. Ihre Jägerfähigkeiten haben sie dabei allerdings nicht vergessen, was sie zu sehr gefährlichen Gegnern im Kampf macht. So können sie ihre Feinde z.B. aus der Distanz mit verzauberten Wurfwaffen wie Gleven bearbeiten, oder im Nahkampf mit Doppelklingenschwertern, und dabei gleichzeitig sich selbst und ihre Verbündeten heilen. Letztere Heilkapazitäten reichen bis zu sehr mächtigen Zaubern wie z.B. ein “Gottesschild”, das die Gruppenmitglieder wie das des Paladins für eine bestimmte Zeit unverwundbar gegenüber feindlichen Angriffen macht.

Wer mehr über die geschichtlichen Hintergründe und Götter der Trolle lesen möchte, wird z.B. hier bei WoWWiki fündig (englischer Text).

Südmeer, ich komme! Todesritter auf dem Weg zur Insel Yojamba

Der Schattenjäger als Heldenklasse in WoW

Wer schon einmal einen Todesritter mit seinen verschiedenen Stellungen (Blut, Frost, Unheilig) gespielt hat, erkennt die konzeptionellen Möglichkeiten, die der Schattenjäger aufgrund der o.g. Aspekte bietet. Im Gegensatz zum Heilig- und Schattenpriester oder Verstärker- und Heilschamanen, die sich auf einen Talentbaum spezialisieren, gehen die Fähigkeiten der ersten Heldenklasse trotz Spezialisierung in einem der drei Bäume wesentlich fliessender ineinander über. Ist der Todesritter z.B. auf Unheilig geskillt und dementsprechend vorzugsweise in der schnelleren Unheilig-Stellung unterwegs, so reicht ein simpler Wechsel in die rüstungsverstärkende Frost-Stellung, sollte er z.B. an einem Boss oder bei unerwarteten Adds einmal zuviel Schaden einstecken. So wird aus dem primären Schadensausteiler bei Bedarf kurzerhand ein passabler Off-Tank, der gut einstecken und immer noch mächtig austeilen kann.

Ähnlich könnte sich die Implementierung des Schattenjägers als Heldenklasse gestalten. Basierend auf der Kommunikation mit den o.g. Loa lernt der Schattenjäger nach und nach mehr Stellungen bzw. Aspekte kennen, in die er je nach Situation wechselt. In der Praxis bedeutet das, dass er aktiv mit Waffen im Nah- oder Fernkampf mitwirkt und dabei gleichzeitig mächtige Heil- oder Voodoo-Zauber (je nach Talentspezialisierung) spricht. Zusätzlich kann er dann bestimmte Aspekte der Kampf-, Heil- oder Zauberkräfte verstärken, indem er einfach in die passende Stellung wechselt wie z.B. den “Aspekt der Flüche” (Ogoun, s.o.) oder den “Aspekt der Heilung” (Lukou). Damit ist er zwar weniger spezialisiert als z.B. die Hybridkollegen der Priester- oder Schamanenklasse, aber deutlich flexibler und interessanter – so wie der Todesritter eben.

Zandalar-Trolle auf der Insel Yojamba

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