Der König lebt wieder – Ensidias Firstkill rückgängig gemacht [Umfrage!]

Nicht völlig unerwartet aber dennoch ist diese Aktion seitens Blizzard ein Schock. Die 25 Spieler von Ensidia, die gestern als erste Gruppe weltweit den Lichkönig bezwingen konnten, wurden nicht nur für 72 Stunden gebannt, es wurden auch alle Erfolge, Titel, alle erhaltenen Gegenstände und die Option, die nächste ID mit Hard Modes beginnen zu können entfernt!

Hat Blizzard wirklich noch alles im Griff?
Der Untote Priester Muqq hat dazu vor wenigen Minuten in seinem Blog geschrieben:

Zitat von: Muqq
Character Name Involved: Muqq
Type of violation: Exploitation – Abuse of in-game mechanics or glitches with intent to exploit or cheat in World of Warcraft.
Details: Use of Saronite Bombs to bypass The Lich King fight mechanics Consequences for Account: Account suspended for 72 hours, all items and achievements gained removed

Diese Entscheidung hat zumindest bei Muqq dazu geführt, dass er nicht länger WoW spielen wird, sein Account ist gekündigt. Ob weitere Spieler ebenso harte Konsequenzen aus der Politik von Blizzard ziehen, wird sich wohl erst im Verlauf des Tages zeigen.
Übrigens: Wer Anstoss an der “burlesken” Ausdrucksweise von Muqq nimmt, sei einmal auf dieses Posting eines gewissen Tigole vom 13. April 2002 verwiesen (ganz unten auf der Webseite), das an die EverQuest-Entwickler gerichtet war. Ähnlichkeiten in der Wortwahl sind freilich rein zufällig. 😉

Update:
Wegen der Brisanz des Themas haben wir uns zu einer passenden Umfrage entschlossen. Wir möchten deshalb von euch wissen: Ist der Bann der Gilde Ensidia beim Firstkill des 25er-Lichkönigs gerechtfertigt gewesen? Stimmt doch mit unseren anderen Usern in der Box in der rechten Spalte ab!

Zitat von: Muqq (Quelle)
Fix your goddamn buggy bull##@% half-assed encounters. The amount of time and effort we dedicated to get through Wrath of the Lich king and Icecrown to see this guy die and take a turn at the Arthas is just sick. To finally see him die only to have the ENTIRE raid banned is simply an insult. It’s cheap enough to make a bugged fucking encounter, but to ban people when they do not know what’s causing the bugs is just a fucking joke.
Zitat von: FtH| Tyrania
Naja, was soll man dazu sagen. Wir beobachten das Geschehen sehr genau und wir finden die aktuelle Situation auch grenzwertig. Wie weit ist ein Encounter einfach buggy und ab wann ist es verwerflich, so etwas auszunutzen. Sicherlich wussten die Jungs was sie tun, aber gebannt zu werden, gönnt man natürlich niemanden. Sie hätten den Encounter sicherlich früher oder später auch so getötet, aber anscheinend wollte Blizzard hier ein deutliches Zeichen setzen.

Update: 13:00 Uhr

Zitat von: Ensidia| Sahtras
Es war uns nicht bewusst, dass unsere Rogues mit den Bomben den Bug auslösen. Sie haben die Bomben, wie immer, bei ihrer Rotation benutzt und somit kam der Bug jeden Versuch, was den Eindruck erschienen ließ, dass es ein dauerhafter Bug ist. Daher finde ich es grenzwertig, von einem “Bug Abuse” zu sprechen.

Bei Anub (Anm. der Red: gemeint ist Anub’Arak Hard Mode PdOK 25) wurden die Gilden auch nicht gebannt, die ihn mit Holy Wrath-Rotation getötet haben. Auch das wurde kurz danach gefixt.

Wegnehmen der Erfolge sowie Beute, weil der Boss so verbugged war, ist ok. Aber gebanned zu werden, weil man angeblich absichtlich Bugs abused haben soll, das ist unfair.

Update: 17:00 Uhr
Ensidia besteht weiterhin auf ihre Unschuld und ist nun zur Gegenoffensive übergegangen. Die Gilde hat geschlossen gegen die Maßnahmen von Blizzard protestiert und haben eine Menge Screenshots gepostet, die nicht nur beweisen dass nur ein einziger Schurke (Naihiko bzw. sein Twink Naihika) daran “Schuld” sind, sondern auch, dass er seit dem 14 Januar konstant in allen Raids die Saronitbomben ständig nutzt.

Man ist sich zwar bewusst, dass man Logs fälschen kann, jedoch kann man diese Informationen auch in den Logs nachlesen.

An dieser Stelle möchten wir uns noch bei unserem Leser Tugark für den Hinweis bedanken!

Jetzt im Forum über dieses Thema diskutieren (152) »