Die Wut-Normalisierung in Cataclysm

Mit Cataclysm verfolgt man bei Blizzard vor allem ein Ziel: Man möchte den alten Ballast loswerden, der sich bisher angestaut hat. Ob das nun zu viele Statuswerte sind, zu komplexe Mechaniken oder Talente – mit Cataclysm wird gnadenlos mit allem aufgeräumt, was sich in jahrelanger Entwicklung und über fünf Jahren stetiger Veränderung angesammelt hat.

In den offiziellen Foren hat Bornakk gestern ein Posting veröffentlicht, das die Pläne für das Wut-Management näher erläutert. Diese werden nicht zu knapp ausfallen. Man könnte fast sagen, dass das Wutsystem grundlegend neu aufgebaut wird. Als Kernprobleme identifiziert Blizzard folgende Punkte:

  • Druiden und Krieger mit niedrigen Level haben in der Regel zu wenig Wut
  • Druiden und Krieger mit hohen Level haben in der Regel zuviel Wut
  • Druiden- und Kriegertanks erhalten mit besserer Ausrüstung immer weniger Wut
  • Das Gameplay von Druiden und Kriegern wird mit besserer Ausrüstung immer bedeutungsloser
  • Heldenhafter Stoß und Zermalmen sind effektive, aber langweilige Fähigkeiten
  • Druiden und Krieger haben zu wenig Kontrolle über ihre Wut

Um diese Probleme zu beheben, hat sich Blizzard vier Punkte ausgedacht, die man gezielt angehen möchte:

Der erste Punkt ist, dass Wut nicht länger von der Höhe der automatischen Angriffe bestimmt wird. Stattdessen wird der Schaden der Hauptwaffe eine bestimmte Menge an Wut geben und Nebenhand-Angriffe geben 50% dieser Menge an Wut – alle Werte werden zudem von einem Waffentempo-Faktor beeinflusst. Schnelle Waffen sind in dieser Hinsicht daher kein Vorteil.Kritische Treffer und Tempowertung wirken sich aber weiterhin auf die Wut-Generation aus.

Der zweite Punkt ist, dass Wut von erhaltenem Schaden nicht länger durch selbigen, sondern anhand der eigenen Gesundheit berechnet wird. Da auch die stärkeren Gegner prozentual immer ähnlich hohen Schaden anrichten, ist diese Möglichkeit relativ nahe an der bisherigen Version. In heroischen Instanzen dürfte es mit besserer Ausrüstung aber wahrscheinlich noch immer zu Problemen kommen, falls man diesen Punkt nicht weiter verändert.

Der dritte Punkt ist eine Lehre aus der Entwicklung des Todesritter. Es wird nun mehr Aktiv-Quellen für Wut geben als vorher – beispielsweise die Kampfschreie. Beim Druiden und beim Krieger wird es einige Fähigkeiten geben, die Wut generieren und somit zu Kampfbeginn bereits ein kleines Polster lassen.

Der vierte Punkt wird sein, dass alle “Nächster Schwung”-Attacken verschwinden werden. Heldenhafter Stoß wird zum Beispiel zu einem Sofortangriff, der zwischen 10 und 30 Wut kostet, jedoch nur benutzt werden sollte, wenn man viel Wut hat. Hier sind besonders viele Talente denkbar, die HS zum Beispiel mehr Wut konsumieren lassen oder neue Mechaniken erlauben.