For the Horde besiegt den Lichkönig (HM) – Interview mit Felyndiia (Maintank)

Über zwei Wochen sind seit dem grandiosen Sieg der Gilde Paragon über den heroischen Lichkönig vergangen, doch keine andere Gilde konnte es den Finnen bisher gleich tun. Doch gestern Abend erreichte dann For the Horde das, was so viele andere bisher vergeblich versuchten. Mit dem weltweit zweiten Sieg über den Lichkönig (heroisch) bestätigen sie ihre überragende Leistung in der zweiten Erweiterung von World of Warcraft.

Neben den Zügeln von Unbesiegbar konnten sie auch Blutschäumer, Kel’Thuzad’s Klinge der Pein und das Königliches Szepter von Terenas II erbeuten. Wir möchten allen Spielern herzlich zu diesem Sieg gratulieren und wünschen ihnen auch in der nächsten Erweiterung viel Erfolg!

Übrigens, falls ihr nach guten Ratschlägen für eure Klasse oder Schlachtzüge sucht, könnt ihr einen Blick in die For the Horde Klassen– und Raidguides werfen.

Update 16:00 Uhr
Wir haben mit Felyndiia, einem der Maintanks von For the Horde, ein kurzes Interview nach dem Sieg führen können, welches ihr auf der News-Detailseite finden könnt.

WorldofWar: An dieser Stelle möchten wir euch noch einmal herzlich zu dem beeindruckenden Sieg über den Lichkönig (HM) gratulieren. Als einer der Maintanks von FtH, was sind deine Gedanken zu diesem Boss?
Felyndiia: Als Erstes kann ich das ganz Offensichtliche feststellen: Er ist ziemlich hart. In dem gesamten Bosskampf habe ich im Prinzip die “Nischenrollen” in jeder Phase übernommen und nie selbst direkt den Boss getankt. Dadurch wurde für mich der Kampf sehr abwechslungsreich und fordernd. Man fühlt sich permanent stark unter Druck gesetzt und zwar bis zur letzten Sekunde, in der der Boss im Enrage versuchte, uns den Rest zu geben. Ich konnte kaum glauben, dass er wirklich tot war.

WorldofWar: Nun, da alle Bosse in WotLK besiegt sind, kannst du uns ein kurzes Fazit geben? Welcher Boss wird einmal so “hängen” bleiben wie C’thun, M’uru oder die Four Horseman?
Felyndiia: Meine persönlichen Favoriten sind der Mimiron Hardmode, Arthas und Yogg-Saron ohne Wächter und zwar in dieser Reihenfolge. Mimiron war einfach nur der Hammer, da passte wirklich alles, vom Pull (“DO NOT PUSH THIS BUTTON”) bis zum Ende. Über Arthas habe ich ja schon etwas gesagt – toller Encounter! Und Yogg-Saron war auch super, vor allem die Gänsehautatmosphäre des Kampfes war extrem gut gelungen, kombiniert mit einem sehr anspruchsvollen Kampf.

WorldofWar: Viele Spieler beklagen die mangelnde Komplexität von WoW, doch solche schweren Bosse wie der Lichkönig sind bisher nur von wenigen Spielern erfolgreich bezwungen worden. Denkst du, dass Blizzard etwas von diesem tollen Design auch den normalen Spielern mit Cataclysm zugänglich machen kann?
Felyndiia: Ich denke die Schwierigkeit eines Bosses setzt sich aus einigen Faktoren zusammen. Auf wie viel muss jeder einzelne Spieler achten? Wie groß ist der Druck auf den Raid hinsichtlich Heilung und Schaden? Wie lange geht der Kampf? Wie groß ist die Fehlertoleranz? Mit der Komplexität steigen einige dieser Faktoren automatisch.

Man könnte also Kämpfe so designen, dass sie ohne massiven Tank- und Schlachtzugsschaden und ohne einen sehr knappen Enragetimer auskommen. Allerdings ist Komplexität meist mit diesen Faktoren verbunden. Beispiel die Valküren bei Arthas. Sie wären kein spannendes Element, wenn das “Befallen” nicht einen so großen Einfluss hätte.

Ich glaube die beste Lösung für Cataclysm wäre, extrem leichte Instanzen wie Naxxramas und die Prüfung des Kreuzfahrers zu vermeiden, sondern mit jeder Instanz den Schwierigkeitsgrad leicht anzuheben, damit bei den Spielern nach und nach ein Lerneffekt eintritt.

WorldofWar: Zum Schluss noch eine Frage: Was erwartest du von Cataclysm?
Felyndiia: Tirions Sprungattacke für den Paladin! Nein, im Ernst, ich würde mir wünschen, dass das “Bring the Player not the Class”-Prinzip weiter verfeinert wird, damit nicht extrem gute Spieler bei einem Boss außen vor sind, weil sie die falsche Klasse spielen. Vor allem aber erwarte ich, dass die ersten Instanzen nicht so extrem einfach werden, wie das Level 80-Naxxramas. Dadurch hat man ein halbes Jahr pro Woche drei Stunden geraidet und dabei weniger gefordert ist, als beim Leveln. Das hat absolut keinen Spaß gemacht.

Quelle: FtH-Homepage