Ghostcrawler spricht über den Todesritter-Tank und seine Popularität

Seit den Klassenvorschauen schieben nicht nur die Community Manager Überstunden, um die vielen Postings unter Kontrolle zu halten. Auch der Game Designer Greg ‘Ghostcrawler’ Street postet nach Mitternacht noch fleißig weiter. Ein Thema, bei dem er zur Zeit besonders aktiv ist, behandelt die Todesritter als Tanks sowie deren Population.

Ausgangspunkt ist die Frage eines Spielers, warum der DK als Tank nicht stark gebufft wird – immerhin hat der Todesritter bei “Casual-Gilden” nur einen Anteil von knapp 12% als Tank, während die Paladine und Krieger jeweils knapp 35% der Tanks stellen. Ghostcrawler sprach in seinen bisherigen 14 Postings sehr offen, dass man nie wieder Designentscheidungen anhand der Popularität treffen wird. Scheinbar hat man aus der Krieger-Situation während WotLK gelernt.

Zitat von: Ghostcrawler
I think players switch tanks sometimes when they think the forums are telling them that they’re using the weakest main tank. “Well, I want to plan for success, so clearly I need a different tank,” even when in reality that choice probably affects their chance for success very little. Switching tanks might give them a 3% greater chance of success. Not standing in fires might give them a 30% greater chance of success.

Später spricht er noch über die bisherige Entwicklung des Todesritters in WotLK, wie zum Beispiel seine Dominanz bei Sartharion 3D und Ulduar, wo der Todesritter der unangefochtene Main-Maintank war.

Da sich Ghostcrawler in über einem Dutzend Postings zu der aktuellen und früheren Situation der Todesritter äußerte, haben wir seine Postings zusammengefasst und übersetzt.

Grund der Nerfs in Ulduar
Als Sartharion aktuell war, wechselten alle, die wir kannten, zu Todesritter-Tanks. Selbst unsere eigenen Gilden wechselten damals. Alle Strategie-Guides sagten: Holt euch einen Todesritter. In den Foren, unter den Raidleitern und den Theorycraftern war es das Selbe. Unsere Tests bestätigten einen großen Vorteil, die Zahlen aus der Community zeigten ihn auch.

Wir haben so etwas nicht erwartet und noch nie gesehen. Einzig der Block-Tank der Anub’Arak-Adds kommt dem nahe, auch wenn es bei weitem nicht so schlimm war.[…]

Immer, wenn wir dachten, dass es unmöglich oder sehr schwer für manche Klassen ist, einen bestimmten Boss zu tanken, hat das eine gewisse Linie überschritten. Todesritter haben bei Sartharion und in Ulduar diese Linie überschritten, sie hatten in jedem Kampf einen gewaltigen Vorteil. Blocken hat einen großen Einfluss bei Anub’Arak ausgemacht und wir werden diese Mechanik wahrscheinlich nie wieder nutzen. Der Lichkönig trifft im 25 Hardmode so verdammt hart, dass hier einzig gigantische Gesundheitswerte zählen.

Trotzdem haben die drei Gilden, die ihn bisher besiegen konnten, sehr unterschiedliche Zusammenstellungen des Raids gehabt und auch verschiedene Tanks benutzt, daher können wir nicht so falsch liegen.

Die Nische des Todesritter-Tanks
Die geplante Nische des Todesritter-Tanks als Magie-Tanks haben wir lange bevor die Erweiterung veröffentlicht wurde, aufgegeben.

Leider waren die Cooldowns auch später noch so stark, dass sie viele Kämpfe trivialisierten, daher die Änderungen.

Das Original-Design als Magie-Tanks wurde übrigens unter einem Modell entwickelt, was dem Sonnenbrunnen-Plateau zu Grunde lag. Je tiefer wir in die Entwicklung gingen, umso mehr merkten wir, wie falsch diese Philosophie war. Damit wurde auch die “Bring den Spieler, nicht die Klasse”-Ära geboren.