Angebaggert: Tol’vir-Grabungsstätten seit Patch 4.0.6

Wie wir kürzlich meldeten, ist mit dem aktuellen Cataclysm-Inhaltspatch 4.0.6 die Zahl der hochstufigen Tol’vir-Grabungsstätten mit 7 neuen Sites deutlich erhöht worden, da sie im Verhältnis zu denen der anderen Völker auf Kalimdor zu niedrig war. Dementsprechend war es zuvor extrem zeitaufwändig, an ein Projekt für eine Kanope zu kommen, die wiederum u.a. das Rezept für das begehrte neue Alchemie-Reittier enthalten kann.

Wir waren natürlich neugrierig, wie sich die Änderung in der Praxis auswirkt und haben am Wochenende Kalimdor auf der Suche nach Tol’vir-Sites umgegraben. Das Resultat in Zahlen und unser Fazit lest ihr hinter dem Newsumbruch.


Umgegrabene Archäologiestätten in Kalimdor insgesamt: 66

Davon entfielen auf:

Nachtelfen: 38
Tol’vir: 15
Fossil: 10
Troll: 2
Zwerg: 1

Die prozentuale Chance sieht jetzt wie folgt aus (theoretisch errechneter Wert in Klammen):

Nachtelfen: 57,5% (50,72%)
Tol’vir: 23% (23,19%)
Fossil: 15% (18,84%)
Troll: 3% (5,8%)
Zwerg: 1,5% (1,45%)

Bei den Grabungen wurden folgende Mengen an Tafeln gefunden, die die Auflösung der Projekte beschleunigen:

Nachtelfen: 12
Tol’vir: 4
Fossil: n/a
Troll: 0
Zwerg: 1

Fazit

Mit rund 23% liegt die anhand der Stichprobe ermittelte Chance auf eine Tol’vir-Site dicht am theoretischen Wert (23,19%), d.h. das Finden einer solchen Grabungsstätte ist deutlich einfacher geworden. Zuvor waren es rund 13%. Auch bei der Anzahl Tol’vir-Tafeln zur beschleunigten Auflösung der Projekte scheinen die Entwickler nicht zu sehr zu geizen: rund jede vierte Site förderte eine Tafel zutage (bei den Nachtelfen war es etwa jede dritte).

Problematisch, weil u. Ustd. extrem zeitaufwändig, bleibt nach wie vor das gezielte Farmen des Alchemie-Rezeptes für die Transformation in ein Steindrachen-Reittier. Auch wenn wir das (grosse) Glück hatten unter den Projekten der 66 Sites umfassenden Stichprobe eine Tol’vir-Kanope zu finden, lagen beim Öffnen nur die obligatorischen verwesenden Organe und kein Rezept darin (unser Spielcharakter hat sowohl Achemie als auch Archäologie auf Stufe 525).

Theoretisch sehen die Chancen derzeit etwa so aus:

– Chance, dass die Grabungsstätte eine Tol’vir-Site ist: 23%
– Durchschnittlich benötigte Anzahl Tol’vir-Sites je gelöstes Tol’vir-Projekt: 3 bis 4
– Chance, dass das (nächste) Tol’vir-Grabungsprojekt eine Kanope ist: 12%
– Chance, dass das Alchemiedrachen-Rezept in der Kanope beiliegt: 10%

Die Chance auf das Rezept beträgt derzeit somit ca. 0,23 x 0,12 x 0,10 = 0,00276 = 0,276%.

Gehen wir mal beim Rumfliegen und Graben in Kalimdor von etwa 1 Tol’vir-Site alle 15 Minuten sowie den 0,3% Chance auf das Rezept alle 3-4 Tol’vir-Sites aus, kommen wir auf einen theoretischen Zeitaufwand von durchschnittlich 300 Stunden (15 x 3,5 / 0,003 / 60 = 292). Das kann natürlich, wie in der Stochastik üblich, kräftig nach unten oder oben schwanken.

Das gezielte Farmen bleibt also auch bei Topqualifikation (Alchemie 525, Archäologie 525) eine Beschäftigung für Hardcore-Archäologen mit sehr viel Zeit abseits des täglichen PvE und PvP Content (Dungeons, Raids, Schlachtfelder usw.). Die Grundidee das Exklusivmount mit Archäologie zu verbinden ist sicher reizvoll, jedoch sollte Blizzard den Fund des Rezeptes nicht auf die Tol’vir beschränken, sondern über neue Kanopen-ähnliche Projekte auch auf andere Völker wie z.B. die Nachtelfen ausweiten.

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