Gold-Selling: Gefängnisinsassen in China farmen Gold

An Skurrilitäten ist die Welt reich, aber manchmal kommen News auf den Schreibtisch geflattert, welche einen einfach nur ungläubig den Kopf schütteln lassen. Und um genau solch eine News handelt es sich bei dem Artikel, welcher der Guardian gestern veröffentlichte.

Wie die Zeitung berichtet, hat ein ehemaliger Gefängnisinsasse aus China berichtet, was er an seinem Arbeitstag alles vollbringen musste. Während Liu Dali am Tage in den ortsansässigen Kohlemienen schuften musste, zwangen ihn seine Wärter in der Nacht Online-Rollenspiele zu spielen und dort Gold zu farmen. Dies geschah natürlich nicht im staatlichen Auftrag, soll aber ein sehr einträgliches Geschäft für die Wärter gewesen sein.

So haben, laut des ehemaligen Insassen, die Leiter des Gefängnisses mehr Gewinn mit dem Gold-Farmen gemacht, als durch die tägliche, harte körperliche Arbeit der Gefangenen. Bis zu 300 Gefangene mussten dort in Online-Games rund um die Uhr spielen und haben so vierstellige Beträge pro Tag erwirtschaftet. Und wenn die Gefangenen ihr tägliches Soll nicht erfüllen konnten, drohten ihnen harte, körperliche Strafen.

Es ist also nicht einfach nur ein Kavaliersdelikt, Gold bei Goldsellern zu kaufen. Man sollte sich dabei auch immer vergegenwärtigen, aus welchen Quellen dieses Gold stammt. Ob es nun Kinder sind, welche ihre Tage mit dem Farmen verbringen, oder solche Gefangenen, welche misshandelt werden, sollten sie nicht genug Geld einbringen. Das Kaufen von Gold für Onlinespiele ist immer ein Geschäft auf Kosten Anderer. Allein schon deshalb lehnen wir als Fanseite dies grundsätzlich ab. Man sollte auch überlegen, ob man Webseiten besucht, welche sich über Goldseller-Werbung finanzieren, da man damit indirekt auch solche Menschenrechtsverletzungen unterstützt.

Was ist eure Meinung dazu? Was haltet ihr vom Goldselling und habt ihr euch schon einmal Gedanken über die Auswirkungen von Goldkauf gemacht? Diskutiert das Thema doch mit uns in den Newskommentaren im Forum.