WoW Instanzen & Raids: Das Dilemma mit dem Balancing – Blizzard bezieht Stellung

Kaum ein Thema entfacht diese Tage in den offiziellen WoW Foren so kontroverse Diskussionen wie der kommende General-Nerf der Tier 11-Raids und die Freigabe der Tier 11-Items und -Sets für Gerechtigkeitspunkte (Kopf und Schultern exklusive, bis jetzt). Viele sind dafür, genauso viele dagegen und auch in der Mitte finden sich zahlreiche Spieler, die irgendwie nicht so recht wissen wie es weiter gehen soll. Genau denselben Eindruck hinterlassen derzeit leider auch die Entwickler, wie ihr den auf der folgenden Seite zitierten Blueposts zum Thema entnehmen könnt.

“Nun, wo war ich!? Ach, ja…” – Die Frage, die sich einst Karazhan-Boss Moroes stellte, dürfte derzeit auch die Entwickler beschäftigen
Bevor wir die Diskussion hier führen, würde der Autor der News gerne ein paar persönliche Anmerkungen loswerden. Die eine betrifft Community Manager Bashioks Behauptung “Das grösste Problem jetzt ist, dass es keinen Einstiegsraid in Cataclysm gab” und die andere die Annahme “Burning Crusade schwang das Pendel in die eine Richtung (Anm. Hardcore-Raiding) und WotLK schwang es zu sehr in die andere (Anm.: Casual). Nun versuchen wir die Mitte zu finden.”

Die Aussage, dass Cataclysm keinen Introraid hatte, ist schlicht falsch. Wer die Beta-Diskussionen im vergangenen Jahr verfolgt hat, wird sich noch gut erinnern wie die Entwickler stets darauf hinwiesen, dass die drei Tier 11-Instanzen explizit als Introraids ausgelegt sein werden. Man hatte Tier 11 sogar genau zu diesem Zweck auf drei Einzelraids verteilt (Blackrock, Uldum, Schattenhochland). Das Problem ist nicht der fehlende Einstiegsraid, sondern dass nach WotLK mit seinen oftmals (und zu Unrecht) belächelten “Welfare Epics” der Schwierigkeitsgrad insgesamt plötzlich wieder viel zu hoch war. Die zahllosen HC-Instanzen Nerfs belegen es überdeutlich.

Zur zweiten Aussage: “Burning Crusade”, damals noch unter der Federführung von Jeff “Hardcore” Kaplan, war viel zu hart für den Durchschnittsspieler, denn Illidan – oder überhaupt irgendeinen der Tier 4 bis 6,5-Endbosse – dürften die wenigsten gesehen haben. Soweit ist die Feststellung richtig. Dass aber WotLK plötzlich alles zu sehr “casualisiert” habe, ist eine Behauptung die über die Tatsache hinwegtäuschen soll, dass die Entwicklung von Cataclysm 6 Monate zu lange gedauert hat. Infolgedessen gab es einen halbjährigen Leerlauf in Eiskrone. Schuld sind also nicht die vermeintlichen “Welfare Epics”, sondern eine Fehlplanung bei der letzten Expansion. Zeitlich und progressmässig hätte nämlich alles wunderbar gepasst, wenn Cataclysm bereits im Sommer 2010 erschienen wäre. Der in WotLK eingeschlagene Weg war goldrichtig, Einsteiger-, Casual- und Twink-gerecht, und wäre man beim alten Emblem-Only-System für alle epischen Items und Sets geblieben, dann hätte man die heutigen Progress- und Itemisierungsprobleme mit Hinblick auf die Gelegenheitsspieler garnicht erst bekommen. Stattdessen kostet die immer noch andauernde Suche nach dem unerreichbaren “Mittelweg” Unmengen Zeit, Geld und Nerven sowohl für die Entwickler als auch für die Spieler. Viele Abonnenten haben dies jüngst mit der Account-Kündigung quittiert.

So, das wär’s von meiner Seite. Nun dürft ihr. :)

Zitat von: Bashiok (Quelle)
Plenty of people like the challenge, but not everyone has the ability or maybe even desire to be in a guild capable of tackling it right from the get-go.

It’s always been our intent to offer new raid tiers in Cataclysm that are difficult to provide challenge to the raiding guilds, and then gradually allow older content to self-nerf as people gear up through VP, and then eventual literal nerfs to the content. That’s something we’ve been communicating for some time.

Burning Crusade swung the pendulum one way, and Wrath of the Lich King swung it back too far the other. We’re attempting to find that middle ground where there’s still something brutally difficult for the cutting edge, but content gradually comes down until it’s extremely accessible (ie PUGable) either simply through gear proliferation, or literal content difficulty nerfs.

There’s always going to be two sides of the fence, some people want things more accessible for them and that’s cool, we want it to be too, and some people think it should be difficult and always be that way because that’s the way they had to do it. The fact of the matter is that as an MMO the end-game bar is constantly being raised, and progression content is in general not a place where we’re going to purposefully gate prestige through difficulty. There are some exceptions of course, hard modes and unlockable bosses are purposefully there to be more difficult challenges, but as a whole our intent is to create a constantly moving ramp upward for Normal difficulty raids. That has to mean that the Normal raid content that was the hardest will one day be the easiest.

You will very likely see this same happen for Firelands when the raid tier above it is released.

Zitat von: Bashiok (Quelle)
I think the biggest issue now is that Cataclysm didn’t launch with an intro raid tier. We’re now following through with the stair-step method of having one hard raid and one intro raid, but it took a while to see the plan through — which is obviously a bit jarring. So now we have a new tier, VP converts to JP, the old tier gets stepped down and the new hotness is going to be that difficult climb.

I think if we had the intro tier/hard tier available (as we will in 4.2) when the expansion first launched it would feel more natural now to see that stair step just moving forward. With the current setup it seems like we’re the bad guys going in and messing with your stuff, and that view is somewhat based on not really including the new harder tier in the equation since it’s not available yet. It’s just not going to be an issue when the new content is available, but for now it’s something to make observations and personal declarations about.

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