WoW: Account gebannt für ein bisschen “Trinkgeld” bei der Gildengründung?

Ihr kennt das sicher: Im Handelschannel tauchen des Öfteren Hilfegesuche zwecks Gildengründung – oftmals reine Bankgilden – auf, wobei der Gründer die 4 erforderlichen Unterschriften zwecks Zeitersparnis mit ein bisschen Trinkgeld entlohnt. Alles klar, kein Problem? Anscheinend doch, wie uns jetzt zwei zuverlässige Quellen wissen liessen. In beiden Fällen flogen die spendablen Gildengründer kurze Zeit später aus dem Spiel und erhielten folgende Mitteilung per Email von Blizzard:

Zitat von: Blizzard
Accountname: XXXXX

Maßnahme: 72 Stunden Accountsperrung
Art des Vergehens: Verstoß gegen die Nutzungsbestimmungen — ausnutzende Tätigkeit: Missbrauch der Ökonomie

Der Account wurde vorübergehend gesperrt, da einem oder mehreren Charakteren auf diesem Account der Handel oder die Verwicklung in den Handel mit virtuellen Spielinhalten (Gegenstände und/oder Gold) für Geld in der „echten Welt“ nachgewiesen wurde. Dieser Handel stellt einen Verstoß gegen die Nutzungsbestimmungen dar und hat einen negativen Einfluss auf die In-game Ökonomie der World of Warcraft.

“Wie, wo, was, Ägypten?” werden sich jetzt wohl die meisten zu Recht fragen. Wie kann die Vergabe von je 25 Gold an vier (unbekannte) Personen zu einer 72-stündigen Accountsperrung führen? Dass Blizzard schon mal auf Verdacht Accounts sperrt und erst später nach ausführlicher Klärung wieder freigibt, ist ja nichts Neues und angesichts der Vielzahl kompromittierter Accounts sicher auch richtig. Aber angesichts solcher Trinkgeldbeträge darf man fragen, ob hier nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, was den Goldhandel betrifft. Wir meinen, man sollte an oberster Stelle mal über die Parameter diesbezüglich nachdenken, um die Anzahl “eventuell entstandener Unannehmlichkeiten” und damit die Unzufriedenheit der Kunden mit dem Support zu reduzieren. Solange solltet ihr jedenfalls sehr vorsichtig sein, wenn ihr bisweilen die Spendierhose anhabt. Die Accounts der beiden Quellen wurden übrigens beide nach einem Ticket wieder freigegeben, in einem Fall sogar mit einem Tag freier Spielzeit.

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