gamona.de: Interview mit Dave Kosak zu Patch 4.3

Unsere Kollegen von gamona.de hatten kurz vor Weihnachten noch die Chance, Dave Kosak, Lead Quest Designer von WoW für ein Telefoninterview zu bekommen. Dabei sprachen sie vor allem über Patch 4.3, aber es gibt auch ein paar kleine Ausblicke auf Mists of Pandaria.

Here you can find an english version of the interview.
Direkt zu Beginn des Interviews werden einige interessante Fragen zum Dunkelmond Jahrmarkt gestellt. Auf die noch in Bau befindlichen Zelte angesprochen sagt Dave, dass sie dort nur Platz lassen wollten um den Jahrmarkt in späteren Patches einfach erweitern zu können. So müssen die Entwickler nicht den ganzen Jahrmarkt überarbeiten, wenn sie neue Features oder Spiele einbauen wollen. Zu den Preisen der Erbstücke und Tier-Repliken sagt Kosak, dass man eigentlich recht zufrieden damit sei und im Moment keine Änderungen vornehmen wolle. Der Jahrmarkt sei ein Langzeitevent, man werde aber die Reaktionen der Spieler im Auge behalten.

Und für Freunde des Tier 3 Sets gibt es eine gute Nachricht. Denn die Chancen stehen wohl recht gut, dass wir es wieder als Replik bekommen. Ob dies im Rahmen des Jahrmarkts geschehen wird, oder ob sie dieses Set an einem anderen Ort wieder ins Spiel bringen, lies Kosak dabei offen. Aber man arbeite sich gerade bei Blizzard durch die gesamten, alten Modelle und werde einige wieder an unterschiedlichen Orten zugänglich machen.


Achtung, Spoiler!

Als nächsten großen Punkt behandelt das Interview den Drachenseele-Raid und dabei vor allem die Story. Das Ende des Raids und damit die Übergabe der Verantwortung von den Drachenaspekten auf die Sterblichen habe man schon relativ früh im Entwicklungskonzept von Cataclysm im Kopf gehabt. Aber man habe den Aspekten damit noch nicht den Todesstoß versetzt. Denn diese werden weiter eine Rolle spielen, seien immer noch mächtige Drachen und werden wohl als Berater der Sterblichen auch weiterhin fungieren.

Dabei werden sie aber in Mists of Pandaria nicht mehr so sehr im Rampenlicht stehen, wie sie es in Cataclysm getan haben. Denn hier sei ja auch einer der Aspekte der Endgegner gewesen, weshalb natürlich auch die Anderen in den Vordergrund getreten sind. Auf Aggra und die Szene angesprochen, in der Alexstrasza ihren Bauch berührt, sagt Kosak, dass es sich dabei sicher nicht um einen Segen der Aspekte für das neue Kind handelt. Aber es ist ein großer Sprung in der Story, dass Thrall nun Vater werden wird. In Rente wird er deshalb aber nicht gehen können.

Spoiler Ende!

Im Folgenden kommt ein Thema zur Sprache, dass viele Spieler von WoW aktuell bewegt. Wie lange werden wir noch Cataclysm spielen und wie will Blizzard die Lücke bis zu Mists of Pandaria schließen? Kosak antwortet darauf, dass man auf der einen Seite daran arbeitet, MoP so schnell wie möglich an den Spieler zu bringen und man plant, schneller zu sein, als bei vorherigen Erweiterungen. Aber versprechen könne man das noch nicht. Wie wir auf der Blizzcon gesehen haben, ist die Entwicklung von MoP schon recht weit fortgeschritten und man ist bei Blizzard guten Mutes, dass wir nun kein Jahr im Drachenseele-Raid verbringen müssen. Auf der anderen Seite denkt er aber auch, dass mit Patch 4.3, dem Transmogrifizieren und den Hardmodes des Raids noch einige Inhalte auf die meisten Spieler warten.

Auf die Frage, ob es in Zukunft wieder solch addonspezifische Mounts wie das Tundramammut des Reisenden geben werde, stellt Kosak in Aussicht, dass wir in dem Bereich mit MoP eine wirklich epische Überraschung erleben werden. Man will aber weiterhin daran festhalten, dass solche Mounts etwas Besonderes sind und bleiben. Und auch weitere serverweite Events werden wir zu sehen bekommen. Dabei will Blizzard aber nicht wieder zu solchen Events zurück, wie wir sie mit der Öffnung von Ahn’Qiraji oder dem Sonnenbrunnenplateau erlebt haben.

Vielmehr möchte man den individuellen Progress bei solchen Events in den Vordergrund stellen, so wie wir es etwa an der Geschmolzenen Front erlebt haben. Blizzard denkt, dass man damit mehr Spieler erreicht und ein solches Event über Daily Quests einfach schöner für die Spieler erlebbar ist. Die alten Events hingen zu sehr davon ab, dass man zur rechten Zeit am rechten Ort war.

In der letzten Frage kommt dann ein weiteres, brandaktuelles Thema zur Sprache. gamona fragte den Chef aller Questdesigner bei WoW, was er von der Art der Erzählung der Geschichte in SWTOR oder auch in Diablo 3 hält. Denn WoW wirkt hier, mit seinen vielen Texten etc. doch etwas antiquiert mittlerweile. Kosak möchte zwar, verständlicher Weise, nichts zu anderen Spielen sagen, sieht aber nicht, dass das Erzählen der Geschichte in WoW schlecht gelöst ist.

Denn eine Vollvertonung von WoW würde die Entwickler zu sehr einschränken und im Endeffekt auch zu viel Geld kosten. Man werde weiterhin die Spieler mit Story umgeben und diese in Textform anbieten, dabei wir aber, wie wir in Cataclysm schon öfter gesehen haben, die Vertonung in wichtigen Momenten der Story eingesetzt werden. Denn hier kann sie am besten zur Bildung der Atmosphäre beitragen.

Hier findet ihr das Interview mit Dave Kosak auf gamona.de »
Und hier findet ihr das Interview in Englisch »

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