Dave Kosak: Wir haben aus unseren Fehlern gelernt!

…und werden es mit Mists of Pandaria besser machen! Es wurde ein Interview mit Dave “Fargo” Kosak, Lead Quest Designer von World of Warcraft, veröffentlicht, in welchem er eine Bilanz über das letzte Addon gezogen hat. Großes Thema war das Questkonzept von Cataclysm und dessen Baustellen.

Es ging vornehmlich darum, die klassische Welt neu zu gestalten, Neueinsteiger sollten auch etwas geboten bekommen als nur lange Wanderwege im Brachland zu absolvieren. Kosak sei sehr mit der überarbeiteten Welt zufrieden, da es in jeder Ecke mehr denn je zu entdecken gäbe. Es wäre noch nie so spannend, einen Charakter von 0 auf 60 zu bringen, es gäbe reichlich verborgene Schätze und intensivere Kämpfe zwischen Horde und Allianz in den umkämpften Gebieten denn je. Sie hätten ein modernes World of Warcraft geschaffen, mehr Action und tolle Geschichten inklusive.

Auf die Frage, was bei der kataklysmischen Erweiterung nicht funktioniert habe, antwortete Kosak offen und ehrlich:

Zitat von: Dave Kosak (Quelle)
Der ursprüngliche Plan bestand darin, zwar eine Handvoll besonders vorrangiger Zonen komplett zu überarbeiten, aber an den meisten funktionierenden so gut wie gar nichts zu machen. Wir mussten auch viele Zonen komplett neu auflegen, damit sie unseren neuen Standards bezüglich des Questkonzepts entsprachen. (…) Das ging dann leider zulasten des Inhalts für die Höchststufen, den 80er- bis 85er-Zonen. Der Inhalt ist zwar gut geworden, aber die Spielerfahrung ist vollkommen uneinheitlich. Unsere konzeptionellen Entscheidungen und Bemühungen haben leider nicht immer zu den gewünschten Ergebnissen geführt.

Die Vielfalt der 80-85er Zonen (unter Wasser, in Wüsten, auf der Elementarebene der Erde usw.) habe dazu geführt, dass es kein zusammenhängendes Spielerlebnis mehr gegeben habe, die Welt von WoW funktioniere eben nur am besten, wenn man den Ort fühlen würde, was aber bei Cataclysm zum Leidwesen der Spieler nicht geschehen ist. Auch die Quests wären zu linear gestaltet, es gab nur eine Möglichkeit die Geschichte zu spielen, ohne dass der WoW-ler die Möglichkeit hatte, diese unter eigenen Bedingungen zu erleben. Aus dieser Lektion habe man gelernt und werde dies in der Zukunft anders gestalten, sagte Kosak. Hauptaugenmerk lege man vor allem auf einen klareren Handlungsstrang. Thralls Geschichte wäre nicht [so] mitreißend wie gedacht und seine Entwicklung nur schwer nachzuvollziehbar gewesen.

Scherzhaft gab Dave Kosak an, dass es in der Zukunft natürlich noch mehr Quests geben werde, bei denen man als Spieler auf einen großen Vogel sitzen werde, um Kreaturen in einer Höhle zu jagen.

Das wahre Ziel für die Zukunft wäre die Rückkehr zur alten Spielmechanik. Dies bedeutet, der Spieler würde wieder mit beiden Beinen auf dem Boden stehen um zu kämpfen. Besondere Kampfmechaniken sollten sich auch besonders anfühlen und nicht die Regel werden. Aus diesem Grund würde man in Pandaria buchstäblich auf dem Boden der Tatsachen bleiben und sich nur auf diesen einen Kontinent konzentrieren. Näheres zu MoP gab er natürlich nicht preis.

Was haltet ihr von dem Interview? Stimmt ihr Dave zu? Sagt uns eure Meinung im Forum!

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