Der Herausforderungsmodus – ein Feature, was unterschätzt wird?

von Taseni, 21.03.2012 13:40 Uhr, Instanzen, Mists of Pandaria
 
Wir haben im Verlauf der letzten Tage den Eindruck gewonnen, dass der Herausforderungsmodus vielleicht nicht die Beachtung erhält, die er vielleicht (und hoffentlich!) verdient. Er hat vom Grundgedanken her das Zeug, den PvE-Endinhalt wirklich zu verändern. Wenn es sich so entwickelt, wie wir hoffen, ist es die erste faire Möglichkeit sich im PvE-Spiel zu messen.

Challenge Mode

Doch zuerst nochmal eine kurze Erklärung. Der Herausforderungsmodus wird für die sechs neuen Pandaria-Dungeons verfügbar sein und soll sich vor allem an Spieler richten, denen die heroischen Instanzen zu leicht sind und neben dem Raiden eine weitere anspruchsvolle Beschäftigung suchen. Dabei orientiert man sich am Baron-Run in Stratholme oder den Time-Run für das Reittier in Zul’Aman. Ziel des Herausforderungsmodus ist es, so schnell wie möglich die Instanz zu leeren und den Endboss zu besiegen. Einigen kommt das vielleicht nun bekannt vor: Hat man es doch als user-generierter Content am Ende von Burning Crusade und Wrath of the Lich King doch gern als Wettstreit in der Gilde auf eigene Faust organisiert.

Doch zurück zum Herausfoderungsmodus von Mists of Pandaria: Dafür spielen Koordination, Kommunikation in der Gruppe und das eigene spielerische Können eine große Rolle. Denn der Clou ist: Eure Ausrüstung wird auf eine vorgegebene Ausrüstungsstufe normalisiert werden, so dass der Herausforderungsmodus für Spieler, die frisch Level 90 erreichen und grünes Level-Gear tragen, genauso schwer sein wird wie für Spieler, die T14 heroisch tragen. So bleibt dieser Inhalt auch im fortschreitenden Prozess der Patches interessant und fordernd und wird mit steigender Ausrüstung nicht einfacher.

Ihr startet mit einer Uhr auf der rechten Seite des Bildschirms in die Instanz, die euch die verbleibende Zeit anzeigt, die ihr für das Erreichen der Goldmedaille habt. Ist diese Zeit abgelaufen und ihr habt den Endboss noch nicht besiegt, wechselt die Anzeige auf die verbleibende Zeit für Silber und das gleiche Spiel wiederholt sich für Bronze.

Eure besten Zeiten werden bis in den Millisekundenbereich gespeichert und so habt ihr die Möglichkeit, sich in Ranglisten mit Gildenmitgliedern und im Arsenal sogar mit dem Server, Realmpool und Region zu vergleichen. Und mal ehrlich? Wer würde nicht gern auf Platz 1 stehen, wenn es um den Beweis von Können geht?

Als Gewinn winken jedoch keine neuen Ausrüstungsgegenstände, sondern Belohnungen, die eher kosmetischer Natur sein werden. So erhaltet ihr für das Abschließen aller Bronze-Medaillen einen Titel und für jede Silber-Medaille einer Instanz erhaltet ihr spezielle Gegenstände für die Transmogrifikation, die einen sehr einzigartigen Style besitzen sollen. Habt ihr es geschafft und alle Gold-Medaillen gesammelt, erwartet euch ein besonderes Reittier, das den Namen “Kwai-Lan” tragen und dessen Aussehen den Qilin nachempfunden sein soll.

Das Ganze steigt und fällt natürlich mit dem Setzen der benötigten Zeit der Medaillen und den daraus folgenden Schwierigkeiten. In einem Interview wurde genannt, dass das Erreichen der Bronze-Medaille noch recht einfach sein soll und somit “die Mehrheit der Spieler dazu fähig sein sollten, Bronze zu erlangen”. So sollen die Gelegenheitsspieler zufrieden sein, indem sie durch das Abschließen aller Bronze-Medaillen ebenfalls einen Titel erhalten.

Nun bleibt zu hoffen, dass Blizzard erstens die nächsten Medaillen von der Schwierigkeit so anzieht, dass es wirklich fordernd wird und dass sie es zweitens nicht in künftigen Patches abschwächen. In unseren Augen hängt der Erfolg dieses Systems auch davon ab, dass Gold sehr, sehr schwer zu erreichen sein sollte und schon kleine Fehler die Chance auf Gold zunichte machen können.

Das Problem der heroischen Instanzen ist ein Mittelmaß finden zu müssen, dass Hardcore-Spieler wenigstens zu Anfang noch etwas Anspruch finden und die schlechteren Spieler aber nicht immer wieder in den Instanzen scheitern. So könnte auch der Challenge Mode aufgebaut sein: Lässt man es ruhig angehen und macht Pausen, braucht man defintiv länger, als wenn man vielleicht sogar die Möglichkeit ausprobiert, einen Boss auf dem Weg zum nächsten zu bekämpfen und sich somit einen schnelleren aber auch schwierigeren Weg durch die Instanz zu bahnen.

Ranking
Im Vergleich zum Progress-Raiden bieten sich mehrere Vorteile. Progress-Raiden hängt vor allem mit der Bereitschaft zur teils massiven Zeitinvestition zusammen, die nicht jeder ambitionierte Spieler aufbringen kann oder will. In den ersten Wochen nach Release einer neuen Raidinstanz hat sich meist schon alles entschieden und es interessiert nur, wer der erste war. Dazu kommt, dass sich durch ideale Ausrüstung auch Vorteile gegenüber anderen Gilden bilden lassen, da es nun auch auf 100 Leben mehr oder weniger beim Tank ankommen kann. Herausforderungen schließen eine Bevorteilung durch Ausrüstung von vornherein aus und bieten dadurch auch eine Langzeitmotivation. Denn man kann sich in vielen (oder auch wenigen) Versuchen immer weiter an die goldene Medaille heranarbeiten und, wenn man besonders ehrgeizig ist, die oberen Ränge der Ranglisten in Angriff nehmen.

Es gibt jedoch auch noch einige ungeklärte Fragen neben der wirklichen Schwierigkeit. Ein großes Fragezeichen ist das Normalisieren der Ausrüstung. Die Ausrüstung macht für viele Spieler auch ihren Charakter aus und warum versucht man neue Ausrüstung zu erlangen, wenn es dort eh in gewisser Weise wertlos ist. Das nächste ist das Wie?. Wird nur die Ausrüstungsstufe normalisiert, was passiert dann mit Hit-Caps oder Tempo-Caps für DoTs oder HoTs? Auch würden dann weiterhin Vorteile durch Item-Set-Boni oder spezielle Trinkets entstehen. Da muss Blizzard sich noch was wirklich gutes überlegen. Eventuell wäre ein vorgefertigtes Set für jede Spezialisierung eine Option. Das birgt jedoch auch Konflikt-Potenzial, wenn es darum geht, dass ein Spieler mit einer anderen Werte-Verteilung besser klarkommt, als mit der von Blizzard festgelegten.

Dazu kommt natürlich die Frage der idealen Klassen in der Gruppe, auch da wird es wahrscheinlich wie in der Arena immer Kombinationen geben, die am besten für die Instanz geeignet sein werden. So könnte es kommen, dass einige Klassen schlicht ungeeignet sind, in den höchsten Rängen mitzumischen.

Auch wenn so noch einige Fragen offen sind und das System sicherlich noch nicht perfekt ist, hat es doch das Potential die Qualität des PvE-Spielerlebnisses in WoW zu verbessern. Indem man den Spielern messbare und sich wiederholbare Ziele gibt, können die Spieler selbst einen Maßstab bestimmen, um sich daran zu messen und ihre eigenen Ziele zu erfüllen. Die Einschränkung dabei ist, dass Geschwindigkeit nicht immer Qualität bedeutet, aber es ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und besser als alles, was es bisher an Inhalten in der PvE-Umgebung neben den Raids gibt.

Nun seid ihr dran! Was denkt ihr von diesem Feature und hat es das Zeug, etwas großes zu werden oder ist es nur ein weiteres nettes Gimmick in euren Augen? Diskutiert mit uns im Forum!
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