Blizzard: Big Brother Award in der Kategorie Verbraucherschutz

Negativauszeichnungen sind schon seit Jahren sehr beliebte Mittel um Firmen zu zeigen, dass etwas nicht richtig läuft. Und sei es nun die goldene Himbeere, der Dinosaurier des Jahres oder der goldene Windbeutel, meist geht mit ihrer Verleihung ein ordentliches Medienecho einher. Einer dieser Preise ist der Big Brother Award, welcher alljährlich vom FoeBuD e.V. (Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs) verliehen wird. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um einen Preis, der sich rund um das Thema Datensicherheit, Privatsphäre und Datenschutz dreht.

Nachdem nun vor kurzer Zeit schon Electronic Arts zur schlechtesten Firma Amerikas gewählt wurde (siehe gamona.de), hat es beim Big Brother Award nun Blizzard Entertainment getroffen. In der Sparte Verbraucherschutz mussten die Jungs aus Irvine nun diese “Ehrung” entgegen nehmen. Dabei bemängelt der FoeBud nicht nur das umstrittene RealID-System, sondern z.B. auch das Anlegen von Persönlichkeitsprofilen der Nutzer, die Achievements als Art der Tätigkeitsauswertung sowie die Chatprotokollierung und das Scannen des Arbeitsspeichers.

Doch der Verein hat nicht nur Negatives zu sagen. Man verweist in der Laudatio darauf, dass Blizzard sehr kreative und gute Spiele im Programm habe und man nicht generell negativ gegenüber Onlinespiele eingestellt sei. Man hoffe nur, dass Blizzard die Privatsphäre-Einstellungen nochmal überdenken werde und dass mehr User die AGBs wirklich lesen. Was haltet ihr von der Auszeichnung? Habt ihr die AGBs gelesen?

Hier findet ihr die vollständige Laudatio zum Big Brother Award für Blizzard »