Patch 5.3: Shaohao der letzte Kaiser und das Sha des Stolzes

Auf dem PTR zu WoW Patch 5.3 ist es bereits möglich, eine auf die Rebellion der Dunkelspeere folgende Questreihe anzunehmen, die euch nach Pandaria führt. Neben einer ordentlichen Belohnung (Schuhe mit Gegenstandsstufe 502) erhalten wir auch weiter Einblick in die Geschichte Pandarias. In einer Bilderstrecke könnt ihr die Questreihe mitverfolgen.

In der Questreihe erfahren wir mehr zum letzten Kaiser Shaohao, der bekanntlich Pandaria in den Nebel hüllte. Er spricht auch vom Sha des Stolzes – dem siebenten Sha.

Dies ergänzt die Erzählungen von Lehrensucher Cho über die Sieben Bürden des Kaisers, denn dort wird nur, bei der Annahme die Bürden seien Sha, von den ersten sechs (Zweifel, Verzweiflung, Angst, Wut, Hass und Gewalt) gesprochen, nie aber direkt von der siebenten Bürde des Kaisers. Der Kaiser vertraut uns an, dass es sein Stolz war, den er nie überwinden konnte und damit Pandaria in den Nebel hüllte. Er warnt uns vor dem Stolz, stattdessen sollen wir demütig sein und Hilfe annehmen, wenn wir sie benötigen.

Das Sha des Stolzes soll sehr heimtückisch sein, erst ist es sogar hilfreich und gut, entpuppt sich dann aber als sehr gefährlich. Dieser hatte womöglich bereits in den Questreihen in Patch 5.1 einen Auftritt – an der Seite von Garrosh Höllschrei in der Abschluss-Quest Atem der dunkelsten Schatten. Die Sha-Erscheinung hatte zwar keinen erfassbaren Namen, jedoch sollte Garrosh bekannt dafür sein, sehr stolz auf die Orcs als Rasse der Horde zu sein. Der siebente Atem des alten Gottes Y’shaarj, der bei seinem Tod die Sha erschuf, könnte in Garrosh gefahren sein – ähnlich dem Sha der Angst in Großkaiserin Shek’zeer. Auch fällt auf, dass er nicht wie die anderen Kor’kron-Orcs durch den Hammer gereinigt wird, sondern er wird nur kurz betäubt und es steigt weiter Rauch von ihm auf.

Doch wie kann das sein? In der Questreihe müsst ihr auch die Geschichte der Korun-Mogu näher erforschen. Diese konnten die Sha-Mächte in ihnen kontrollieren im Gegensatz zu anderen, die grau wurden, deren Hände sich veränderten oder sie sich sogar ganz in eine niedere Sha-Gestalt verwandelten. Dies gelingt den Mogu nur, weil sie ihre Emotionen kontrollieren können.

Garrosh ist vor allem von seinem Stolz beseelt, der beste Anführer der Horde zu sein, der diese Horde für etwas besseres hält als die Allianz und andere Völker. Man kann zwar auch sagen, dass Garrosh die Allianz hasst, aber wieso hasst er sie eigentlich? Der Hass könnte daraus entstanden sein, dass die Allianz reicher ist, mehr Länder besitzt und diese auch noch die besseren Ressourcen versprechen. Mit dem Glauben, dass die Horde und besonders die Orcs einen bessere Lebensqualität verdient haben, als es in Durotar möglich ist, hat sich sein Stolz in etwas gefährliches verwandelt und ermöglicht es ihm Sha-Mächte zu kontrollieren.

Dies führt uns zu einer Vermutung, dass wir vielleicht in der Siege of Orgrimmar in Patch 5.4 nicht nur gegen Garrosh selbst als Endboss antreten werden, sondern gegen seine korrumpierte Version und schlussendlich gegen das Sha des Stolzes selbst.

Sollte es so kommen, wäre dies ein cleverer, netter Schachzug der Entwickler – die Erzfeinde Allianz und Horde müssen sich mal wieder gegenseitig helfen, um Garrosh absetzen zu können. Dadurch könnte der Weg für die fünfte Erweiterung geebnet werden, in der die beiden Fraktionen vereint gegen die Brennende Legion antreten müssten. Andeutungen auf eine Bedrohung durch die Legion erhalten wir bereits jetzt in der Questreihe mit Furorion, die sich in Patch 5.3 weiter verdichten werden.

Was denkt ihr dazu?

Hier findet ihr die Galerie zur Questreihe mit Kaiser Shaohao »