MoP PTR 5.4: Epilog von Lehrensucher Cho & Kaiser Shaohao verrät “wahren Endgegner” – Spoiler!

Der kommende Mists of Pandaria Patch 5.4 ist zweifellos das Finale der vierten Erweiterung, dem allenfalls noch ein oder mehrere Events zur Überleitung in das nächste grosse Kapitel der WoW Geschichte folgen werden. Dass wir das schöne Pandaria dabei in einem aufgeräumten Zustand zurücklassen werden, ist eigentlich selbstredend – insofern verraten wir euch auch nicht zuviel, wenn wir an dieser Stelle schon mal vorwegnehmen, dass natürlich auch im Tal der Ewigen Blüten nichts mehr von Garroshs Ausgrabungen inklusive Sha-Invasion zu sehen sein wird, wenn der Noch-Kriegshäuptling der Horde erstmal abgesetzt ist.

Shaohao, der Letzte Kaiser
Lehrensucher Cho, unser persönlicher Geschichtslehrer während der Reisen durch den geheimnisvollen Kontinent, und Shaohao, der Letzte Kaiser a.k.a. der Alte Seher, den wir erst kürzlich kennengelernt hatten, haben das Schlusswort, wie deren Sounddateien aus dem aktuellen PTR Build 17191 verraten. In dem Epilog kommen die beiden nicht nur auf die einst im Pandaria-Prolog gestellte Frage “Warum kämpfen wir?” zurück, sondern enthüllen auch den Namen des “wahren Endbosses” der Expansion.

Wie in unserem Blog zur “Wahren Horde” bereits beschrieben, ist Garrosh bei den Ausgrabungen im Tal der Ewigen Blüten auf das Herz des alten Gottes Y’Shaarj gestossen, der wie einige andere böse Götter auch, von den Titanen während der Erschaffung der Welt bezwungen wurde. Vernichtet war der damit aber noch lange nicht, denn sein Todesatem verseuchte Pandaria mit den “Schatten seiner selbst”, die wir während dieser Expansion als die diversen Sha kennengelernt haben. Garrosh nahm das Herz an sich und konnte es mit Hilfe des Wassers in den Pools von Pandaria wiederbeleben.

Im Orgrimmar-Raid in Patch 5.4 treffen wir auf zwei vitale “Überbleibsel” des alten Gottes – zum einen den “Sha des Stolzes”, dem auch Kaiser Shaohao anheim fiel, und zum anderen das Herz von Y’Shaarj, das nun in Garroshs neuer Residenz tief unter Orgrimmar triefend von der Decke baumelt und den Kriegshäuptling sowie dessen legendäre Axt “Gorehowl” mit dunkler Macht speist. Durch die aktuellen Sounddateien erfahren wir schliesslich, dass mit dem Sieg über Garrosh der Rest von Y’Shaarj vernichtet und damit Pandaria von dem Übel, das das Land so lange Zeit geplagt hat, befreit wird. Das Tal der Ewigen Blüten wird dabei ebenfalls vollständig wiederhergestellt.

Der Endgegner der Erweiterung ist also nicht Garrosh, sondern nach C’Thun (Classic WoW) und Yogg-Saron (WotLK) abermals ein alter Gott, Y’Shaarj, und das wiederum ist ein sehr interessantes Detail mit Hinblick auf künftige geschichtliche Entwicklungen nach Pandaria. Im Dungeon Journal zu Warlord Zon’ozz (Drachenseele-Raid, Cataclysm) erfahren wir, dass die bösen Alten Götter bei der Verbreitung von Tod und Vernichtung beileibe nicht zusammenhalten, sondern sich auch untereinander bekämpfen. So führte ein weiterer alter Gott namens N’Zoth Krieg gegen C’Thun und Yogg-Saron bis wir den beiden das Lebenslicht ausgepustet haben. Mit dem Orgrimmar-Raid stirbt auch Y’Shaarj endgültig, womit laut WarCraft Lore noch genau ein bekannter alter Gott verbleibt: N’Zoth.

Wer ist N’Zoth, und was führt er im Schilde? N’Zoth ist der einzige der vier bekannten Alten Götter, den die Titanen in der Frühzeit von Azeroth nicht bezwingen konnten. Seine physische Verkörperung soll sich unterhalb der Ozeane Azeroths in der Nähe von Vashj’ir befinden, von wo aus er mit Hilfe des sog. “Alptraums” den Smaragdgrünen Traum korrumpierte. Die im Buch “Stormrage” beschriebenen Ereignisse erzählen, wie Erzdruide Malfurion Stormrage die Korruption innerhalb des Traums zwar zurückdrängen, aber nicht vollständig beseitigen konnte (siehe den Rift of Aln). Er spürte dabei die Gegenwart eines “uralten Übels”, von dem angenommen wird, dass es sich um N’Zoth handelt. Wegen seiner ozeanischen Natur wird ausserdem spekuliert, dass er Königin Azsharas Hochelfen einst mit dem Fluch belegte, der diese in Naga verwandelte, und er war ferner die treibende Kraft hinter Todesschwinges Aktionen in der Cataclysm-Erweiterung.

Todesschwinge korrumpiert, Azsharas Hochelfen gerettet und in Naga verwandelt, der Mastermind hinter den Ereignissen in Cataclysm, die Ursache für den Smaragdgrünen Alptraum, und er lässt zu, dass wir seine alten “Brüder” töten: Da kündigt sich neben Sargeras plötzlicher ein weiterer Star an, der womöglich der Superstar und damit der “Endboss” der World of WarCraft ist, denn – wie Kenner der Lore wissen – ist selbst der grosse Titan Sargeras “nur” ein weiterer Gefallener, ein Opfer von Depression und Wahnsinn. Als der grosse Strippenzieher entpuppen könnte sich nun N’Zoth, und wenn er tatsächlich der finale Boss sein sollte, dann würde sich z.B. folgende Reihenfolge anbieten: Scherbenwelt & Planet Argus mit Brennender Legion & Endboss Sargeras in der 5. WoW Erweiterung (wie von Wrathion prophezeit) und Nazjatar mit Azshara sowie Smaragdgrüner Traum mit Endboss N’Zoth in der 6. Erweiterung. N’zoth fällt, der Smaragdgrüne Traum – das “unverdorbene Azeroth” – ist vom Bösen befreit, und alle leben glücklich und zufrieden bis an das Ende ihrer Tage. Klingt das gut? :)

Auf dem folgenden Screenshot seht ihr einen frühen Entwurf des Smaragdgrünen Traums aus den Kindertagen von WoW, wie er im wohl bekanntesten WoW Exploration Movie von Machinima-Künstler Dopefish zu sehen ist.

Ein früher Entwurf des Smaragdgrünen Traums
im ‘WoW Exploration Movie’

Die Soundfiles von Lehrensucher Cho & Kaiser Shaohao

Lehrensucher Cho

Kaiser Shaohao

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