Raiden in Korea – Wie eine andere Welt

Asien erhält von Blizzard mit dem Ingame-Store ein Feature, welches wir erst einmal nicht im westlichen Markt zu Gesicht bekommen werden. Und auch die IDs und die Beute ist dort anders gestaffelt als bei uns.

Auf reddit hat ein koreanischer Spieler nun Einblick in das Raiden auf den fernöstlichen Realms gegeben, das sich fast nicht größer von unserem Raid-Alltag unterscheiden könnte. Offenbar gibt es dort keine wirkliche Gildenkultur, es gibt nur wenige “Progress-Raids” pro Server und fast alles läuft über Random-Raids ab. Laut seiner Einschätzung laufen diese besser als die meisten organisierten Gilden-Raids.

In Asien wird kein Wert auf soziale Interaktion gelegt, sondern es dreht sich alles um Gold und Itemlevel. Gold gewährt euch mehr Itemlevel und über Itemlevel erhaltet ihr Gold, denn dort kennen sie nur Goldraids.

Nachdem der Raid angekündigt wurde, versammeln sich alle im koreanischen Äquivalent von TS/Ventrilo. Alle sind gemutet und ausschließlich der Raidleiter spricht. Goldraid bedeutet übrigens, dass man neue Ausrüstung ausschließlich gegen Gold im Raid erhält. Ein “1/1/all” bedeutet, dass nach dem Bosskill auf die Gegenstände geboten wird und man dabei 10k Startgebot, 10k Erhöhung bieten muss und am Ende des Raids wird das Gold gleichmäßig unter allen aufgeteilt. Ein anderes Beispiel betrifft “1/1/no item”, wo das Gold auf die Spieler aufgeteilt wird, die kein Item erhalten haben. Übliche Preise im Thron des Donners liegen zwischen 50-100k, Waffen können bis zu 150k Gold kosten.

Dabei gibt es drei Arten von Raidgruppen:

  • Der “Standard”-Raid mit ilvl-Voraussetzung: Bosskenntnisse werden vorausgesetzt, Fehler werden kaum toleriert. Übliche Lootverteilung.
  • Der “Schulungsraid”: Gruppe aus Spielern mit ähnlichem Kenntnisstand, bei dem der Raidleiter vorher die Kämpfe erklärt. Übliche Lootverteilung.
  • Der “Verkaufsraid”: Spieler mit sehr hohem ilvl laden “Shopper” ein, die sich dann ziehen lassen. Dabei gibt es unterschiedliche Gebotsstrukturen für die Spielergruppen – die Shopper müssen im Normalfall auf jedes Upgrade mit z.b. 3/1 (30k Startgebot/10k Erhöhung) bieten, während die anderen mit 1/0,5 bieten dürfen.

Mehrere Charaktere mit guter Ausrüstung sind dabei nicht selten, denn drei davon beschaffen über Raids z.B. das Gold, dass dann der vierte Charakter für Ausrüstung ausgibt.

Dort gibt es also anscheinend eine ganz andere Auffassung des Spielziels – während man bei uns eher aufgrund der sozialen Kontakte und Spaß mit Freunden online kommt, geht es dort nur darum, die beste Ausrüstung und das meiste Gold zu ergattern.

Würdet ihr euch in solch einer Version von WoW wohlfühlen?

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