Aus und vorbei: Chinesischer Diebesbande das Handwerk gelegt

“Gott sei Dank! Nun ists vorbei mit der Übeltäterei!”, pflegte schon einst Wilhelm Busch zu sagen. Und so scheint es wirklich, denn wie Spiegel Online berichtet, hat es eine virtuelle Betrügerbande aus China (endlich!) erwischt.

Diese wurden von einem chinesischen Gericht zu unterschiedlich langen Haftstrafen verurteilt, weil sie sich auf dem Schwarzmarkt Account-Zugangsdaten von etwa 11.500 WoW-Spielern besorgt und mit dem Verkauf von virtuellem Gold und Ausrüstungsgegenständen ordentlich Kohle verdient haben sollen. Immerhin 8000 Euro soll die 10-köpfige Online-Diebesbande ergaunert haben.

Dabei hat der Kopf der Bande die höchste Strafe (zwei Jahre Gefängnis + 600 Euro Geldstrafe) erhalten, weil er seine Mitglieder zu den Taten angestiftet und ihnen das kriminelle Handwerk gelehrt haben soll. Der Rest der muss immerhin für mehrere Monate hinter schwedische Gardinen wandern.

Auch wenn das bei der schier unübersichtlichen Goldwäscherei nur ein Tropfen auf den heißen Stein erscheinen mag, ist es ein Zeichen an die Spielergemeinschaft, dass solch ein Online-Betrug nicht weiter als Kavaliersdelikt hingenommen wird.

Quelle: Spiegel.de