Hearthstone State of the Game: Who let the dogs out #2

Nachdem wir uns gestern in Teil 1 die Ausgangssituation angesehen haben, soll es heute um die Zukunft gehen. Wie sehen die Decks nach dem Nerf am Hunter aus und was verändert sich.

Der Mega-Meta Artikel: Hunter Midrange & Zukunft

Im ersten Teil des Mega-Meta Artikels habe ich mich mit der Ausgangssituation der letzten Season beschäftigt. Warlock Aggro als allgegenwärtiges Zergfest, Hunter Aggro als Ausschlusskriterium für viele Archetypen und Warrior Control unangefochten an der Spitze. Unweigerlich passiert das, was immer passiert, wenn ein Deck zu lange dominiert: Es wird ein Konter gefunden. Dass diese zufälligerweise das durch die Bank beste Deck seiner Zeit werden sollte, war genauso überraschend wie kurzlebig. Natürlich handelt es sich dabei um Hunter Midrange, welches die Diskussion um “Lasst die Hunde los! ” weiter anheizte. Dass dieses bereits gekontert wurde und noch generft wird, sollte für noch mehr Bewegung im Meta sorgen.


Hunter Midrange

Für mich hatte die Hunterklasse immer 2 tolle Karten: Eiskältefalle und Savannenhochmähne. Lasst die Hunde los! wurde mit in diese Liga gepatcht, trotzdem habe ich persönlich ein Hunter Midrange mit Savannenhochmähne für nicht umsetzbar gehalten. Biest-Synergien waren so unglaublich verrufen und als “das kann einfach nicht funktionieren” eingestuft, als dass ich keinen Gedanken in diese Richtung verschwendet habe. Das Duo aus Lifecoach und Kolento haben mich da eines besseren belehrt.

Hunter Midrange

Zauber:
Mal des Jägers x 2
Fährtenlesen x 2
Leuchtfeuer x 2
Lasst die Hunde los! x 2
Sprengfalle x 1
Fass! x 2
Tierbegleiter x 2

Diener:
Waldwolf x 2
Aasfressende Hyäne x 2
Verhungernder Bussard x 2
Hundemeister x 2
Savannenhochmähne x 2
Steinhauereber x 2
Flusskrokilisk x 2
Leeroy Jenkins x 1
Panischer Kodo x 2

Auch wenn es Überschneidungen mit Hunter Aggro gibt, so ändert sich doch der Spielstil komplett. Entwickelt wurde das Deck ursprünglich, um Warrior Control etwas entgegen zu setzen. Panischer Kodo fressen Rüstungsschmiedin und Akolyth des Schmerzes zum Frühstück. Savannenhochmähne ist superschwer zu entfernen und wird im Laufe dieses Prozesses viel an Schaden anrichten. Hundemeister macht fast jedes Biest zu einem Hinrichten-Ziel. Kurzum, da Hunter Aggro verschwand und Hunter Midrange seinen Platz einnahm, rutschte Warrior Control erst mal 2 Tier nach unten und war vor allem nur noch eines: langsam. Es folgten ca zwei Wochen von Hunterspass, in denen sich Kolento und Lifecoach um Platz 1 und 2 in den verschiedenen Ladders schlugen und jeder zweite Legend Spieler seinen Bogen auspackte. Nachdem mit Warrior Control die letzte Bastion gegen Hunter fiel, akzeptierte man die Apokalypse und huldigte Rexxar als neuen Huntergott.

Dass aber gleichzeitig alle Archetypen, die vorher von Hunter Aggro zurückgehalten wurden, wieder spielbar waren, wurde dabei oft übersehen. Temporogue stellte sich beispielsweise als erstaunlich effizient heraus. Auch Schamanen hatten eine bessere Zeit. Je nach persönlichem Geschmack verzichtet man zwar immer noch auf Totems, hat aber sehr elegante Antworten auf Hundemeister und Savannenhochmähne. Erstaunlicherweise wurde das Meta mit dem Wegfallen von Hunter Aggro/Einführung von Hunter Midrange aufgebrochen. Was Burn Decks von einem Comeback im großen Stil aufhält, ist mir weiterhin schleierhaft.

Miracle Rogue

Willkommen in der Gegenwart! Mittlerweile wird die KitKatz Variante von Warrior Control gespielt, Warlock Aggro ist wie gewohnt unverändert, Hunter Midrange bleibt weiterhin vertreten. Durch die Bank werden mehr Archetypen ausprobiert, aber Miracle Rogue stellt sich als der große Meta Held heraus. Ich schätze dieser Trend wird noch mindestens 2 Tage lang anhalten (= Hearthstone-Ewigkeit), also rauf auf den Zug!

Miracle Rogue

Zauber:
Meucheln x 2
Vorbereitung x 2
Schattenschritt x 2
Kaltblütigkeit x 2
Verhüllen x 2
Tödliches Gift x 2
Klingenwirbel x 1
Ausweiden x 2
Kopfnuss x 2
Tückische Klinge x 2
Dolchfächer x 2

Diener:
Blutmagier Thalnos x 1
Akolyth des Schmerzes x 1
Tiefenlichtorakel x 1
Edwin Van Cleef x 1
SI:7-Agent x 2
Leeroy Jenkins x 1
Goblinauktionator x 2

Warum Miracle Rogue und was ist das überhaupt? Dieses Deck versucht meist mithilfe eines sogenannten Miracles (= Goblinauktionator + billige Zauber) durch das gesamte, eigene Deck zu ziehen. Wen das genauer interessiert, empfehle ich meinen Guide dazu. Die Swag-Variante nutzt Malygos und Burn, was aber ein erstaunlich geringer Unterschied ist.
Irgendwie haben sich alle Sterne für Miracle gefügt. Hunter Burn fiel als Aggro Deck fast weg, was Miracle Rogue Kopfzerbrechen bereitet hat.

Savannenhochmähne und Hundemeister Buffs werden einfach gesapped, was deren Nutzen gegen 0 gehen lässt. Warlock Aggro ist sehr minionbasiert, was dem Removal von Rogue in die Hände spielt. Aktuell kann sich das Deck also genug Zeit verschaffen, um in seine Winconditions zu ziehen. Die etwas höheren Kosten und die anspruchsvolle Spielweise sorgt dafür, dass es nicht absolut jeder spielt. Verglichen mit dem alten Warrior Control sind Burn Decks aber bereits jetzt also Konter bekannt und nur eine Frage der Zeit, bis diese zurück kommen.

Der Lasst die Hunde los! Nerf

Meiner Meinung nach werden Hunter schwer von der Manakostenerhöhung von 2 auf 3 getroffen. Deswegen gehe ich in dem Artikel aus, dass Hunter Midrange spielbar bleibt, aber Hunter Burn weiter in der Gunst zurückgeht.

Aggro Decks: Beide, Warrior und Mage Aggro umgehen die Removals von Miracle Rogue fast vollständig und schaffen ein Burn-Feeling mit direkten Spells und pseudo-direkten Waffen. Miracles können sich kaum gegen diese wehren. Die neu aufkommenden Ramp Druiden zeigen sich jedoch sehr wenig davon beeindruckt, da deren hohe Tauntdichte sehr schnell alle Siegeschancen nimmt.

Druid Ramp: Seitdem Gaara eine überzeugende Leistung mit Druid Ramp auf der Dreamhack lieferte, erlebt dieses Deck seinen zweiten Frühling. Sobald eine Kombo in das Deck integriert wird, kann es mit fast jedem Archetypen konkurrieren. Shamans werden allerdings als neue Konkurrenz hinzukommen, was etwas an der Zuverlässigkeit von Ramp zehren könnte.

Shaman Midrange: Mit der Schwächung von Lasst die Hunde los! und weniger Hunter allgemein, werden Shamans zu alter Form auflaufen. Das bedeutet man hat ein sehr ehrliches Deck zurück, welches mit allgemein guten Matchups neue Akzente setzt.

Warrior Control: Abhängig davon wie stark Hunter tatsächlich getroffen werden, wird es interessant, ob man weiter beim Kitkatz Deck (Azurblauer Drache, kein Scharmützel) bleibt. Der Archetyp selbst ist unverwüstlich, wird aber kaum zu alter Form auflaufen, da Hunter Aggro als großes Argument fehlt.

Miracle Rogue: Vermutlich dauert es nicht lange, bis das Deck in seine Nische zurückgedrängt wird. Aktuell fehlt der eine Metashift, der Miraclekonter zur Folge hat. Danach wird sich das Meta stabilisieren und tendenziell in Pre-Hunter Zeiten zurückfallen.

Tempo Rogue: Sollte als gleichberechtigter Partner mit Shamans, Warriors und Druids um die Krone in der Ladder kämpfen. Fraglich bleibt, ob das Deck flexibel genug ist, um verschiedene Timings in den anstehenden Meta-Änderungen mitzugehen.

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