Tipps zu Hearthstone von Mike Donais

Wer noch keine oder nicht besonders viel Erfahrung mit Online-Kartenspielen hat, für den kann es schwierig sein in Hearthstone Fuß zu fassen. Schnell hat man die ersten Spiele verloren und sieht sich einer gehörigen Frustschwelle gegenüber.

Um dem entgegen zu wirken, hat Senior Designer Mike Donais Tipps zusammengestellt, die euch den Einstieg erleichtern.

Deckaufbau – wie funktioniert das eigentlich?

Hier einige wichtige Grundlagen für den Aufbau eines starken Decks:

1. Konzentriert euch auf ein Thema.

Es gibt unbegrenzte Möglichkeiten ein Deck zu erstellen. Daher ist es gut, sich vor dem Aufbau Gedanken darüber zu machen, welchen Decktyp ihr spielen möchtet. Wollt ihr ein schnelles, aggressives „Rush-Deck“, solltet ihr effiziente Diener mit hohem Schaden verwenden. Setzt auch Diener mit Sturmangriff ein und verwendet Zauber, die eurem Gegner direkt Schaden zufügen.

Wolfsreiter:Ansturm | Feuerball: Verursacht 6 Schaden.

Wenn ihr eher langsam und vorsichtig mit einem „Kontrolldeck“ vorgehen möchtet, verwendet Diener mit Heilung und Spott. Die Spott-Diener zwingen euren Gegner, sie anzugreifen, bevor sie euch gefährlich werden können. Diener mit Heilfähigkeiten helfen euch, verlorenes Leben (auch bei euren Dienern) wiederherzustellen.

Schildmeista von Sen’jin: Spott | Seher des Irdenen Rings: Kampfschrei: Stellt 3 Leben wieder her.

Manche Themen können etwas komplexer sein, unter anderem solche, bei denen Karten wie z. B. Goblinauktionator, Alarm-o-Bot, verschiedene Piraten oder Malygos im Mittelpunkt stehen. In diesen Fällen solltet ihr natürlich einige zum Thema passende lustige Karten verwenden, allerdings auch starke, allgemein nützliche Karten, wie z.B. Frostblitz, Meucheln der Blitzschlag nicht vergessen, um am Leben zu bleiben, während ihr euer Thema umsetzt.

2. Verwendet 5 bis 10 Karten für die Eröffnung.

Wenn ihr in der Eröffnung des Spiels zurückfallt, ist es schwierig, später wieder die Oberhand zu gewinnen. Dies könnt ihr vermeiden, indem ihr 5 bis 10 Karten mit Kosten von 1 bis 2 Mana verwendet, deren Einsatz in den ersten beiden Zügen sinnvoll ist. Normalerweise handelt es sich dabei um Diener oder Zauber, die früh gespielte Diener eures Gegners entfernen können.

Messerjongleur: Fügt einem zufälligen Feind 1 Schaden zu, nachdem Ihr einen Diener herbeigerufen habt. | Argentumknappin: Gottesschild | Beutehamsterer: Todesröcheln: Zieht eine Karte.

3. Verwendet 5 bis 10 Karten für die Endphase.

Die meisten Decks profitieren von robusten, auf die Endphase hin ausgerichteten und teuren Karten. Selbst für Rush-Decks können aggressive Karten wie z. B. der Argentumkommandant sinnvoll sein, wohingegen einem Kontroll-Deck die Sonnenläuferin gut zu Gesicht stehen würde.

Karten zu ziehen, kann in der Endphase des Spiels ebenfalls nützlich sein. Denkt jedoch daran, dass das Ausspielen eines Dieners, der mit zwei Karten getötet werden muss, besser ist, als zwei Karten zu ziehen. Besitzt euer Gegner nämlich nicht die Karten, um ihn zu töten, erhaltet ihr einen großen Vorsprung.

Azurblauer Drache: Zauberschaden +1. Kampfschrei: Zieht eine Karte. | Argentumkommandant: Ansturm, Gottesschild | Sonnenläuferin: Spott, Gottesschild

4. Spielt hauptsächlich Diener.

Wenn ihr einen Diener ausspielt und euer Gegner mit ihm fertig wird, ist die Situation ausgeglichen. Spielt ihr aber einen Diener aus und euer Gegner kann nicht damit fertig werden, habt ihr euch einen Vorteil auf dem Spielfeld verschafft. In diesem Fall könnt ihr einen guten Tausch durchführen oder euren Gegner direkt angreifen. Dadurch werden Diener wichtiger als Zauber, die Diener töten können

Versucht beim ersten Deckbau, 20 oder mehr Diener zu verwenden. Später könnt ihr diese Regel bei Decks brechen, die auf bestimmte Zauber hin ausgerichtet sind.

5. Verbessert das Deck mit der Zeit.

Vergesst nicht, dass es sich hierbei um einen Lernprozess handelt: Man gewinnt und verliert. Ändert euer Deck nicht schon nach dem ersten Spiel, sondern achtet darauf, welche Karten im Laufe mehrerer Partien gut funktioniert haben. Schaut euch das Deck danach noch einmal an und nehmt Änderungen basierend auf dem vor, was ihr gelernt habt.

Habt ihr z. B. gegen viele schnelle Decks verloren, solltet ihr mehr Spott-Diener und Karten mit Kosten von 1 bis 2 Mana hinzufügen. Achtet darauf, nicht zu viele teure Karten zu verwenden.

Falls euch die Karten ausgehen, bevor ihr den gegnerischen Helden erledigt, verwendet mehr Diener für die Endphase.

Habt Geduld! Wenn ihr einmal gegen ein Deck oder eine bestimmte Klasse verliert, bedeutet das noch lange nicht, dass ihr etwas ändern müsst!

So spielt ihr euer neues Deck

1. Beginnt mit günstigen Dienern.

Wenn ihr keine Karten in den ersten drei Zügen ausspielt, fallt ihr wahrscheinlich zu weit zurück. Achtet also darauf, dass eure Starthand mindestens eine 2-Mana-Karte enthält, selbst wenn ihr dafür eine gute 4-Mana-Karte zu Beginn des Duells ablegen müsst, um eine neue zu ziehen.

2. Nutzt euer Mana.

Überlegt euch zuerst einen Spielzug, der euer gesamtes Mana kosten würde, und vergleicht ihn dann mit euren anderen Optionen. Große Diener früh auszuspielen ist normalerweise die beste Strategie, da ihr euren Gegner damit in die Defensive zwingt. Besitzt er nicht die richtige Karte, um mit euren früh ausgespielten Dienern fertig zu werden, erhaltet ihr einen großen Vorteil.

Sobald ihr etwas Erfahrung gesammelt habt, solltet ihr auch darüber nachdenken, wie ihr euer Mana im nächsten Zug verwenden werdet.

3. Überdenkt eure Spielzüge.

Schaut euch vor einem Spielzug eure gesamte Hand an, um sicherzustellen, dass sich keine bessere Möglichkeit bietet, mit der Situation umzugehen.

4. Haltet das Spielfeld frei.

Einen eurer Diener für einen ähnlichen gegnerischen Diener zu tauschen, ist normalerweise immer eine gute Idee. Besitzt ihr und euer Gegner also z. B. beide einen 3/3-Diener, solltet ihr den Diener mit eurem bezwingen. So hat euer Kontrahent nicht mehr die Möglichkeit, euch mit einem Stärkungszauber zu überraschen, der aus dem 3/3- einen 4/4-Diener macht.

Dies ist außerdem wichtig, da es in diesem Fall kein so großes Problem mehr darstellt, wenn der Gegner einen Zauber spielt, der all euren Dienern Schaden zufügt.

5. Spielt nicht zu viele Diener aus.

Jede Klasse besitzt die Möglichkeit, das Spielfeld zu räumen, wenn sich viele gegnerische Diener darauf befinden. Vergesst das nicht, wenn ihr mehr als zwei Diener ausspielt.

6. Zieht Karten in der Endphase.

Falls ihr die Wahl habt, einen Diener auszuspielen oder Karten zu ziehen, ist es fast immer besser, zuerst den Diener einzusetzen. Das Spielen von Dienern bringt euren Gegner in die Defensive, wohingegen es eurem Spielfeld nichts nützt, wenn ihr Karten zieht. Wenn euch die Diener ausgehen, könnt ihr Karten ziehen, um weitere zu erhalten.

Dies gilt auch für Diener wie z. B. Beutehamsterer. Habt ihr im zweiten Zug einen Feendrachen und einen Beutehamsterer, solltet ihr zuerst den Feendrachen ausspielen, da ihr noch keine Karten ziehen müsst. Es ist wichtiger, den größeren Diener aufs Spielfeld zu bringen.

Feendrache: Kann nicht als Ziel von Zaubern oder Heldenfähigkeiten gewählt werden. | Beutehamsterer: Todesröcheln: Zieht eine Karte.

7. Heldenfähigkeit

Wenn ihr einen gegnerischen Diener durch den Einsatz eurer Heldenfähigkeit töten könnt, ist das ein großer Vorteil, da ihr keine Karte dafür einsetzen müsst. In den meisten Fällen bringt euch das Ausspielen eines Dieners aus eurer Hand eine stärkere Spielfeldpräsenz, im Gegensatz zur Nutzung eurer Heldenfähigkeit. Konzentriert euch in der Eröffnung darauf, Diener auszuspielen, damit ihr das Spielfeld kontrolliert. Später habt ihr dann mehr Mana, um eure Heldenfähigkeit öfter einsetzen zu können.

8. Lasst den Spaß nicht zu kurz kommen!

Selbst die erfahrensten Spieler gewinnen nicht alle Partien.

Entspannt euch und habt Spaß. Wechselt ab und zu euer Deck, experimentiert herum, lernt und genießt das Spiel!

Quelle: Heartstone-Blog

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