Schaurige Zeiten stehen uns bevor: Die Schlotternächte sind da!

Quentilus, ein weiser älterer Druide mit weißgrauem Haar, der in seinen unzählbar vielen Lebensjahren schon Einiges erlebt hatte, stand gerade am Sturmwindsee und lauschte gedankenverloren den Geräuschen der Natur. Sein Blick war auf den Friedhof gerichtet… Viele seiner Weggefährten lagen dort zur ewigen Ruhe gebettet – und schon bald würde sich der Tag jähren, an dem sie ihre Ruhestätten verlassen und die Welt von Azeroth heimsuchen würden…

Er spürte ein zaghaftes Zupfen an seinem Gewand, hörte leise, zögerliche Stimmen, welche ihn jäh aus seinen Gedanken rissen.


„Quentilus? Queeeeeentiluuuuuuus?“ Es war eines der Waisenkinder aus dem Waisenhaus von Sturmwind. Schlagartig wurde ihm bewusst, weshalb er überhaupt an diesen bedrückenden Ort gekommen war.

Quentilus konnte sich nicht mehr entsinnen, wie lange er hier wohl schon gestanden haben mochte. Die Dämmerung hatte längst eingesetzt und ein jedes der Kinder hatte einen Platz nahe des Lagerfeuers gefunden, welches die Waisenmatrone Nachtigall entzündet hatte.

Langsam setzte sich Quentilus in Bewegung und ließ sich auf dem freien Platz nieder, welchen die Kinder für ihn vorgesehen hatten. Nachdem er sich ihrer Aufmerksamkeit sicher sein konnte, begann er ihnen vom Kopflosen Reiter zu erzählen, welcher Jahr für Jahr die Dörfer mit dem Ziel, diese in Schutt und Asche zu legen, heimsucht. Er erzählte ihnen von den Bräuchen und Ritualen, welche in Azeroth üblich waren, wie beispielsweise das Verkleiden, das Aushöhlen der größten Kürbisse oder das Sammeln von Süßigkeiten.

Die Kinder hörten ihm gebannt zu und als er seine Ausführungen schließlich beendet hatte, war es schon finstere Nacht. Einige der Waisenkinder tauschten sich aufgeregt darüber aus, wie sie am schnellsten die größte Menge an Süßigkeiten sammeln könnten, andere hingegen konnten ihre Gedanken nicht vom Tun des Kopflosen Reiters abwenden.

Gerade hatte die Uhr der Kathedrale den zwölften Schlag beendet, als sich unvermittelt eines der Waisenkinder mit leerem Blick erhob und an das Lagerfeuer herantrat. Es sprach mit monotoner Stimme: „Ja, mein Herr, dieses Mal werde ich es vollenden, ich werde Euch nicht enttäuschen! Ich, der Kopflose Reiter!“

Jäh wurde es allen bewusst: Die Gefahr lauerte mitten unter ihnen! Der Kopflose Reiter hatte einen von ihnen geholt, um seine hasserfüllten Pläne in die Tat umzusetzen, die Schlotternächte hatten begonnen!

Hier geht es zum Guide der Schlotternächte

Jetzt im Forum über dieses Thema diskutieren (0) »