BlizzCon 2014: Zusammenfassung des Kaminfeuergesprächs

Nachdem Blizzard Entertainment auf der BlizzCon die erste Hearthstone-Erweiterung Goblins gegen Gnome angekündigt hatte, folgte später am Abend ein “Kaminfeuergespräch”, in dem die Game Designer Ben Brode und Eric Dodds über den aktuellen Status des Spiels und dessen Zukunft sprachen. Außerdem stellte Game Producer Yong Woo weitere Features der Expansion vor. Nachfolgend die Zusammenfassung.

Ben Brode begann mit einem Referat zum Thema “Glück und Skill”, dem in HS bekanntlich eine große Bedeutung zukommt und das von der Community kontrovers diskutiert wird. Er zog zur Veranschaulichung des Spektrums Spiele wie Schach, das ein hohes Maß an Können erfordert, und Monopoly, das viel Glück erfordert, heran. Sein Argument ist, dass sich ein interessantes Gameplay erst aus einer gesunden Mischung von beidem ergibt. Karten wie der Netzweber sind gut für das Spiel, weil sie zufällige Elemente beinhalten und auf der anderen Seite Situationen schaffen, zu deren Lösung wiederum Skill erforderlich ist.

Außerdem gab’s in diesem Teil noch ein paar Statistiken zu sehen. So benötigten Spieler im ersten HS Abenteuer “Fluch von Naxxramas” beispielsweise 2 Versuche je Boss im normalen Modus. Im heroischen Modus waren es schon 9 Versuche, und satte 60 Versuche benötigten manche Spieler beim Kampf gegen Kel’Thuzad (im heroischen Modus).

Der interessantere Teil der Podiumsdiskussion befasste sich mit der kommenden ersten Erweiterung “Goblins gegen Gnome”. Der epische Konkurrenzkampf zwischen Gobliningenieuren und ihren gnomischen Rivalen ist seit World of WarCraft bestens bekannt und deshalb hielten sich die Designer bei der Entwicklung der Karten auch eng an die Vorlage. Das Thema sollte leichter und deutlich abwechslungsreicher sein als das düstere “Naxxramas”-Abenteuer. Zu den neuen Karten der Erweiterung gehören daher viele verrückte und fantastische Erfindungen, die das bisherige sog. Metagame wortwörtlich aufmischen werden. Einige der Goblin-Karten, wie beispielsweise Explodierende Schafe, sind besonders destruktiv während Gnome “subtiler” vorgehen und z.B. Charaktere verwandeln können. Passend zum “Tüftler”-Thema wird auch das neue Spielfeld mehr klickbare Extras als bisher bieten.

In der ersten Erweiterung “Goblins gegen Gnome” wird es einen neuen Diener-Typ geben, den Mech. Dies können Kampfroboter samt Pilot oder kleinere mechanische Kreaturen sein, nicht-neutrale klassenspezifische Mechs inklusive. So verleiht z.B. ein spezieller Priester-Mech einem befreundeten Mech zusätzliche Lebenspunkte. Die speziellen Mech-Mechaniken werden für weitere Komplexität im HS Gameplay sorgen. Als Beispiel wurde Blingtron 3000 genannt, durch den auch jene Klassen eine Waffe erhalten können, die eigentlich keinen Zugang zu Schwertern oder Äxten haben. Ein weiteres Novum sind über Mechs erhältliche Einzelteil-Karten, die dann als Buff-Effekte für andere Diener verwendet werden können.

Eines der am meisten erwarteten Features war der Spectator Mode (dt. Beobachter-Modus), den Game Producer Yong Woo vorstellte. Damit könnt ihr über die Freundesliste als Zuschauer in Spiele eurer Bekannten hineinspringen und aus deren Sicht zuschauen. Freilich wird es möglich sein, Zuschauer aus dem Beobachter-Modus zu kicken bzw. das Zuschauen nur auf Einladung freizugeben. Für eSport und Turniere gibt es zudem einen Modus, bei dem die Beobachter beiden Spielern zusehen können, wobei natürlich das Ausspionieren des Gegners nicht möglich ist.

Die offizielle Webseite zu “Goblins gegen Gnome” mit weiteren Infos findet ihr hier!

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