2014: Ein Jahr des Erfolgs für Hearthstone

Wenn ich persönlich auf das Spielejahr 2014 zurückschaue, dann hat ein eher unscheinbares Projekt von Blizzard einen Platz ganz weit oben in meinem persönlichen Ranking. Ihr könnt euch sicherlich bereits denken, dass es sich hierbei um Hearthstone handelt, das Online-Sammelkartenspiel im Warcraft-Universum, das mit einer überschaubaren Anzahl an beteiligten Entwicklern realisiert wurde.

Umso “überraschender” ist der große Erfolg und die Beliebtheit von HS und deswegen möchte ich mit euch einen Blick zurückwerfen auf das Hearthstone-Jahr 2014.

Das Jahr ging in Sachen Hearthstone dann auch richtig gut los, denn am 23.01.2014 startete man die Open Beta Phase und ermöglichte es hiermit einer großen Anzahl an Spielern, einen Blick auf HS zu werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich aber ab, dass man mit Hearthstone einen richtig großen Hit auf der Pfanne hat, denn das Feedback der User war zumeist sehr überschwenglich. Es wurde viel Zeit in HS investiert und natürlich auch viel Geld für Kartenpacks, obwohl das Spiel noch nicht mal offiziell veröffentlicht war.

Am 11.03.2014 folgte dann der weltweise Release von Hearthstone, zum damaligen Zeitpunkt standen den Spielern 378 Karten zur Verfügung. Gleich zu Beginn startete man auch die erste Saison im gewerteten Spielemodus, seitdem kämpfen sich die User auf der Ladder nach oben, um irgendwann mal den Legende-Rang erreichen zu können.

Unnötig zu erwähnen, dass sich Hearthstone sehr schnell etablieren konnte und kaum einer unserer Battle.net-Freunde, hat nicht schon mal einen Blick auf HS geworfen. Auch in Sachen Meta-Game war zu dieser Zeit alles im Lot, denn die 378 Karten wollten erstmal sinnvoll in den Decks eingesetzt und ausprobiert werden. So gab es recht schnell die Zoo-Decks der Hexenmeister, auch Jäger mit Aggro-Decks, Rampen-Druiden und Kontroll-Krieger fanden schnell Beliebtheit bei den Spielern.

Bereits einen Monat nach der Veröffentlichung, genauer gesagt am 11..04.2014, kündigte Blizzard dann die erste „Erweiterung“ zu Hearthstone an, wobei es sich um ein Solo Abenteuer namens Fluch von Naxxramas handelte. Ein Setting also, das viele World of Warcraft-Spieler bestens aus Classic– bzw. Wrath of the Lich King-Zeiten kannten. Naxxramas öffnete seine Pforten am 22.07.2014, wobei uns die fünf Flügel nicht zeitgleich zur Verfügung standen, sondern in einem wöchentlichen Rhythmus der Spielerschaft zugänglich gemacht wurden.

Insgesamt 15 Bosse, aufgeteilt auf fünf Flügel, standen den Spielern dann in drei verschiedenen Spielmodi (normal, schwer und heroisch) zur Verfügung, wobei man allerdings nur den ersten Flügel im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten kostenlos spendiert bekommen hatte, alle weiteren Flügel und Bosse mussten gegen Bares oder gegen InGame-Gold erkauft werden.

Neue Karten hatte der Fluch von Naxxramas dann selbstverständlich auch zu bieten, wobei die Anzahl relativ überschaubar war, denn es fanden lediglich 30 Karten den Weg ins Spiel. Freischalten konnte man diese Karten, indem man die 15 Bossgegner besiegte (Basiskarten), die neun klassenspezifischen Karten konnte man über die Klassenherausforderungen freispielen, für die sechs legendären Karten musste man dann alle Bossgegner der fünf Flügel besiegen.

Insgesamt war die Reaktion der Spielerschaft sehr positiv auf das erste Solo Abenteuer zu Hearthstone, lediglich bei der Umsetzung und der Anzahl an neuen Karten hatte man sich teilweise etwas mehr erwartet, dies liegt aber natürlich auch daran, dann man die Messlatte bei Spielen von der Redmonder Softwareschmiede immer sehr hoch angelegt.

Am 08.12.2014 veröffentlichte Blizzard dann Goblins gegen Gnome, die erste wirkliche Erweiterung zu Hearthstone, die mit 123 neuen Karten jede Menge Action ins Spiel brachte. Viele dieser Karten gehören der neuen Diener-Kategorie “Mech” an, auch haben einige neue Oger-Minions und auch Piratennachschub den Weg ins Spiel gefunden. Viel besser hätten die Entwickler den Release von GvG nicht timen können, denn inzwischen gab es viel “Langeweile” im Meta-Game. So traf man auf der Ladder immer öfter auf die gleichen Klassen, die dann zumeist auch noch sehr ähnliche Decks spielten, auf die Dauer, zumindest für mich, sehr ermüdend.

Mit den 123 neuen Karten kam dann aber jede Menge Leben ins zuvor recht starre Meta-Game, so begegnen uns jetzt auf der Ladder immer wieder kreative Decks, die man so zuvor noch nicht gesehen hat. Sei es nun ein Piraten-Deck, ein Mech-Druide oder auch ein Murloc-Deck, für Abwechslung ist derzeit auf jeden Fall gesorgt. Dies sollte auch noch einige Zeit anhalten, denn die neuen Karten bieten jede Menge Variationsmöglichkeiten, die es auszutesten gilt.

Es war also ein großartiges Jahr für Hearthstone und seine Fans, vor allem auch der Release für Android- und iOS-Tablets und die Integrierung des Zuschauer-Modus sollen hier nicht unerwähnt bleiben. Es bleibt zu hoffen, dass Blizzard in absehbarer Zeit weiteren Kartennachschub anbietet, auch neue Spielmodi, wie z.B. 2 vs. 2, wären sicherlich interessant für die Spieler. Ich persönlich bin mir aber sicher, dass uns Hearthstone auch im Jahr 2015 erfolgreich begleiten wird.

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