World of Warcraft hat mein Leben positiv verändert!

Dieser Satz stammt nicht von mir, auch wenn es so sein könnte, denn auch bei mir hat WoW mein Leben ganz entscheidend verändert und schlussendlich zu meinem heutigen Beruf geführt. Aber heute möchten wir euch eine Geschichte näher bringen, die Tobias van Schneider auf einem Blog veröffentlicht hat.

Tobias ist aktuell Product Design Lead bei Spotify in New York City. Geboren wurde Tobias in Deutschland und aufgewachsen ist er in Österreich. Mit seinem Beitrag möchte er auch einmal die andere Seite des MMORPG Gamings beleuchten. Immer wieder gibt es die Schlagzeilen darüber, dass jemand aufgrund von WoW (oder einem anderen MMORPG) seine Familie, seinen Job, sein ganzes Geld usw. verloren hat.

Doch genau hier erzählt nun Tobias seine Geschichte, die zeigt, dass ein Spiel auch zu einem anderen Weg führen kann. Als Jugendlicher hat er Quake und Counterstrike gespielt und kam dann zu World of Warcraft. Auch hier war er sehr auf ein engagiertes Spielen aus. Die Mechanik zu meistern, war ihm sehr wichtig. Er begann WoW mit dessen Veröffentlichung und spielte fortan 6 und mehr Stunden am Tag.


Zu der Zeit arbeitete er auch für eine Technikfirma, bei der er seine Ausbildung zum Informatiker machte. Allerdings mochte er die Ausbildung und den Beruf überhaupt nicht. Er fühlte sich verloren und wusste nicht wohin. Als Maincharakter hatte er in WoW einen Orc Krieger, der als Tank unterwegs war.

An WoW mochte er besonders das gute Design des Interfaces und Blizzard sei immer eine seiner größten Inspirationen gewesen. Online-Spiele haben ihn zum Webdesign gebracht und ohne Counterstrike und WoW wäre er wohl nie beim Interface- und Webdesign gelandet. Auch die Organisation einer Gilde hat ihm viel beigebracht. Unterschiedlichste Charaktere und das bei 100 und mehr Leuten in einer Gilde (Stichwort 40 Mann Raids in Classic) zu koordinieren, ist wahrlich eine lehrreiche Herausforderung.

WoW hat ihm dabei beigebracht wie man Teams organisiert und für ein motiviertes, sowie gutes miteinander sorgt. Viele der Dinge, die er dort gelernt hat, hat er später bei der Gründung seines Design Studios wieder anwenden können. Weitere Fähigkeiten, die er durch WoW lernte sind Disziplin, Teamplay, Umgang mit Freundschaften und die Sprache Englisch. Disziplin allein schon dadurch, dass er sich täglich 6 bis 8 Stunden mit Theorycrafting und anderen Dingen auf den nächsten Raid vorbereitet hat.

Mit 39 anderen Spielern zusammen etwas zu erreichen bedeutet auch, dass man lernt wie man zusammen spielt. Zudem hat er einfach die unterschiedlichsten Leute kennengelernt, von denen viele Freunde oder gute Bekannte wurden. Dabei aber völlig ungeachtet des Alters, des sozialen Standes oder ähnlichem. Als er mit 15 mit der Schule fertig war, sprach er keine andere Sprache außer Deutsch. In Englisch nur einige wenige Worte.

WoW hat er auf einem englischen Server gespielt, was ihn dazu zwang die Sprache zu schreiben, zu sprechen und zu verstehen. World of Warcraft war für ihn also mehr als nur ein Spiel und bereitete eine große Karriere vor. Er hat viele Dinge gelernt, die er nun heute nutzen kann.

Hat WoW auch euer Leben in einer Art positiv beeinflusst? Habt ihr ähnlich wie er oder auch ich darauf basierend einen bestimmten Berufsweg eingeschlagen? Was habt ihr gelernt und für euer Leben mitgenommen?

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