Warcraft Film: Duncan Jones verrät sechs interessante Fakten

Erst letzte Woche, am 18. Mai 2015, durften wir einen ersten Blick auf Orgrim aus dem Warcraft Film werfen. Die englische Seite Wired.com veröffentlichte ein hochauflösendes Bild des Orcs und es sah einfach großartig aus! Regisseur Duncan Jones hat sich nun ebenfalls mit jener Webseite über den Film unterhalten und sechs interessante Fakten preisgegeben.

Am 10. Juni 2016 soll der Film zum Warcraft-Universum in die Kinosäle kommen und bis dahin ist sicherlich noch einiges zu tun. Der Film soll nicht nur Fans des Universums in die Kinositze locken, sondern auch für Zuschauer attraktiv werden solle, die Warcraft nicht kennen. Noch knapp ein Jahr dauert es, bis wir wissen, welches Publikum Jones letztendlich begeistern kann. Bis dahin können wir uns über weitere Bilder, Eindrücke und Erzählungen vom Dreh freuen, wie auch denen, die nun im aktuellen Interview öffentlich wurden.

Warcraft so real wie möglich

Unter anderem solle der Film, trotz des Einsatzes von circa 1000 Aufnahmen, die durch visuelle Effekte entstanden sind, so real wie nur möglich werden. Das ‘Motion-Capture’-Verfahren spiele zwar eine große Rolle, der Film beinhalte jedoch ebenso viele Szenen, die ganz normal aufgenommen seien.

Hulk als Inspiration für Orcs

Duncan Jones sei am Set hauptsächlich darauf bedacht gewesen, dass die schauspielerischen Leistungen seiner Darsteller perfekt seien und nicht, dass für das Motion-Capturing alles glatt liefe. Hierfür habe er sich den zweifachen Oscar-Gewinner Bill Westenhofer ans Set geholt, ebenso wie Jeff White und Jason Smith von Industrial Light & Magic (visuelle Spezialeffekte).

White hatte zuvor auch am Hulk für The Avengers gearbeitet und Jones lobte seine Umsetzung dieses Charakters. Er sprach davon, dass er bei Hulk den Nagel auf den Kopf getroffen habe und dass Orcs gar denselben genetischen Ursprung wie das grüne Alter Ego von Dr. Banner besitzen könnten. Doch nicht nur das allein mache Jeff White perfekt für diesen Job, denn wie sich herausstellte, spielte er selber ebenfalls Warcraft und kenne sich demnach auch im Universum rund um den Film aus.

ILM will sich mit Warcraft beweisen?

Wie Jones weiterhin im Interview verriet, habe sich das Team von Industrial Light & Magic sehr darum bemüht, den Auftrag für die visuellen Effekte in Warcraft zu erhalten. Es sei für Außenstehende möglicherweise seltsam, dass nicht ein anderes Studio die Arbeiten an den Orcs und dem Fantasy-Setting des Films übernommen habe. Im Gespräch nennt der Regisseur den Namen jenes Studios nicht (Anm.: die Rede ist von WETA), jedoch habe ILM alles daran gegeben den Job zu bekommen – um sich zu beweisen und allen anderen zu zeigen, dass sie immer noch die besten auf diesem Gebiet sind.

Blizzard erstellt Conceptarts

Der Film solle wie oben bereits erwähnt so nah an die Warcraft-Welt herankommen, wie nur möglich. Schließlich hätten zahlreiche Spieler hunderte von Stunden in dieser Welt verbracht, so dass sich das Team bei der Erstellung der Filmkulisse keinen Fehler erlauben dürfe – dies würde Fans des Universums nicht glücklich machen. Es gab deswegen laut Jones eine enge Zusammenarbeit zwischen ILM (für die visuellen Effekte) und Blizzard. Fotos wurden mit von Blizzard erstellten Conceptarts abgeglichen, um möglichst detailgetreu arbeiten zu können.

Auf Schaukelpferden zum Erfolg

Wie in allen Filmen, die mit Motion-Capture arbeiten, mussten Szenen aufgenommen werden, in denen die Schauspieler nur vorgaben, etwas Bestimmtes zu tun. So erzählt Jones, dass zum Beispiel Clancy Brown, der den Schwarzfaust spielt, in einer Szene auf einem ‘Ding’ sitzen musste, dass einem Schaukelpferd sehr ähnlich sah. Er sollte so tun, als würde er mit seinem Orc einen Wolf reiten.

Solch Aufnahmen seien laut dem Regisseur ziemlich witzig, wenn man das Ganze mal objektiv betrachte – Zitat von Jones: “Und einem Clancy Brown dabei zuzusehen, wie er versucht, eine wirklich emotionale Rede zu halten, während er auf einem Schaukelpferd sitzt, Wahnsinn…” Momente, wie diese, habe es zahlreiche gegeben, erklärte er im Anschluss.

Warcraft numero duo möglich?

Hier liegt die Bedeutung ganz klar auf dem Wort ‘möglich’, jedoch hat Jones im Gespräch verraten, dass er nicht abgeneigt sei, mit dem gleichen Team wie jetzt an einem weiteren Projekt zu arbeiten. Allerdings ist diese Aussage natürlich keine Bestätigung, dass es tatsächlich irgendwann eine Fortsetzung geben könnte, jedoch ist die Vorstellung hiervon sicherlich nicht ganz abwegig.

Quelle: Wired.com

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