Die Schattenpriester: Game Designer äußert sich ausführlich zur Zukunft der Spezialisierung

Die Klassen in World of Warcraft werden von Zeit zu Zeit angepasst und einige Dinge wie Talente oder Fähigkeiten geändert. Dadurch soll die Balance im Spiel erhalten bleiben und jede Klasse den Spielern den Spaß bringen, den sie sich wünschen. Mit dem bevorstehenden WoW Patch 6.2 wird dies ebenfalls der Fall sein und im offiziellen WoW-Forum gab es nun eine Diskussion zum Schattenpriester.

Game Designer Chadd ‘Celestalon’ Nervig hat sich zu dieser ausführlich geäußert und ist auf die entsprechenden Punkte des Ausgangsposts eingegangen. So hatten sich Spieler über die Situation der Spezialisierung im kommenden Patch Gedanken gemacht und Verbesserungsvorschläge angebracht. Vor allem ging es hier um Talente, Glyphen, die Setboni, das Klassenschmuckstück aus der Höllenfeuerzitadelle und der Funktionalität im PvE.

Talente

Zuerst ging Celestalon auf die Talente ein und merkte an, dass es eigentlich nicht richtig sei, jene nur in einem Bereich des Spiels – wie eben dem PvE – zu beurteilen. Manche seien einfach in den Schlachtfeldern sinnvoller, während andere eher in Schlachtzügen angebracht seien.

Er sprach die Talente Woge der Dunkelheit, Geistbeuger und Wahnsinn an und erklärte, dass diese zwar nicht ganz so perfekt seien, wie Blizzard es sich wünsche, jedoch jedes der drei Talente genutzt würde. Dabei ginge es bei der Wahl zwischen dem ersten und dritten Talent (Woge der Dunkelheit und Wahnsinn) darum, wie viel der Priester sich bewegen müsse. Der Geistbeuger solle mit dem kommenden Patch wieder etwas mehr an Bedeutung erhalten, wenn der legendäre Ring aufgewertet wird – denn dann könnten Spieler dieses Talent wieder als Cooldown zum Schaden austeilen benutzen.

Bei den Stufe-75-Talenten Schicksalshafte Wendung, Seele der Macht und Schattenhafte Einsicht sei es ähnlich, dass zwar alle drei benutzt würden, jedoch nur eines wirklich stark sei, nämlich Schicksalshafte Wendung. Jenes könne von sowohl erfahrenen, wie auch unerfahrenen Spielern in jeglichen Situationen genutzt werden.

Dann sprach er noch die Stärke von Klarheit der Macht und die Intention dieses Talents an. So seien sich die Entwickler nicht im Klaren gewesen, dass Schattenpriester irgendwann damit anfangen könnten, ihre Schaden-über-Zeit-Effekte ebenso wie Hexenmeister auf allen Zielen zu verteilen. Dies sei ein gutes Beispiel dafür, dass Spieler aus Dingen Profit ziehen würden, die von den Entwicklern gar nicht beabsichtigt worden seien.

Der Versuch, das Problem zu lösen und eine andere Spielweise zu ermöglichen, sei dann das Talent Klarheit der Macht gewesen. Jenes sei jedoch zurzeit etwas zu stark und vor allem für unwissende oder neue Spieler nicht wirklich nutzbar. Das Talent Leerenentropie sei hingegen zu schwach.

Klassenschmuckstück und Tiersetbonus

Das Schmuckstück Repudiation of War wurde nun so wie auch die anderen Klassenschmuckstücke auf den öffentlichen Testservern ausprobiert. Auf dieses ging Celestalon ebenfalls ein und erklärte, dass es in einem kommenden PTR-Patch angepasst werde. So würdet ihr mit der neuen Version den Effekt ‘Mental Fatigue’ doppelt so schnell erhalten wie bislang. Dadurch solle das Problem, dass es sich nicht wirklich für Encounter eignet, in denen mehrere Ziele getötet werden müssen, angegangen werden.

Jedoch erklärte der Game Designer auch, dass Schmuckstücke jederzeit gewechselt werden könnten und das auch die Intention der Entwickler sei. Anders hingegen sehe es bei den Tierset-Boni aus, die nicht mal eben ausgetauscht werden könnten.

Die Setboni für die Tier-18-Sets sollen sich, so wie andere Setboni auch, belohnend anfühlen. Bei diesem Thema hätten die Entwickler das Feedback der Spieler wahrgenommen und somit könnte es sein, dass sich bei den Schattenpriestern bis zum Release von Patch 6.2 noch etwas ändere.

Meisterschaft und AoE-Kämpfe

Dadurch, dass Schattenpriester nicht die Möglichkeit besäßen, ihre Spezialisierung auf die unterschiedlichen Kämpfe anzupassen, wurde dem Attribut Meisterschaft eine besondere Aufgabe gegeben. Zumindest sei dies die Idee der Entwickler gewesen, dass sich Spieler aussuchen könnten, wie viel dieses Wertes sie für Kämpfe benutzen, die zum Beispiel viele Adds mitbringen oder eben auch nicht. Jedoch habe sich herausgestellt, dass diese Idee nicht ganz funktionierte, auch, weil es gerade in den ersten Draenor-Raids recht viele Encounter gegeben habe, die Adds mitbrachten.

Für eben jene Kämpfe wollen die Entwickler in Zukunft darauf achten, dass Schattenpriester ebenso oben mitspielen können, wie andere Klassen. Schaden-über-Zeit-Effekte sollen hier allgemein eine große Rolle spielen und für jene sei diese Spezialisierung prädestiniert. Hier ginge es vor allem um Bosse, bei denen eine große Anzahl von Adds erscheine, die schnell beseitigt werden müssen.

Allgemeines

Zu guter Letzt ging Celestalon auf den allgemeinen Stand der Schattenpriester ein. So erklärte er, dass die Entwickler zukünftig den Spielstil des Schattenpriester wieder an die „instinktive“ Rolle eines eben solchen anpassen möchten. Manche Dingen hätten sie schon gut umgesetzt, wie die Schaden-über-Zeit-Effekte, die Priester nutzen – andere Ideen, wie die der Schattenkugeln hätten sich jedoch nicht wirklich gut angefühlt.

Auf genaue Pläne und Änderungen könne er derzeit noch nicht eingehen. In zukünftigen Patches solle es jedoch sehr signifikante Anpassungen an der Spezialisierung geben.

Die komplette Diskussion und den Bluepost findet ihr im offiziellen Forum »

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