Entwickler-Interview: Ion Hazzikostas spricht über Patch 6.2

WoW Patch 6.2 ist da und nun folgen erneut einige Interviews mit den Entwicklern, um bestimmte Fragen aus der Community zum Patch zu beantworten. Die englische Webseite wowhead hatte am Samstag die Möglichkeit, Game Designer Ion ‘Watcher’ Hazzikostas einige Fragen zu stellen.

Es ging natürlich fast ausschließlich um Patch 6.2 und die darin enthaltenen neuen Features, wie der Werft, den Zeitwanderungs- und Mythic-Dungeons und der neuen Raidinstanz Höllenfeuerzitadelle. Es gab eine englische Zusammenfassung des Interviews und wir haben euch die wichtigsten Fragen und Antworten frei ins Deutsche übersetzt.

Die Höllenfeuerzitadelle

Das Ziel des neuen Beutesystems mit den unterschiedlichen Itemlevel in der Zitadelle sei Watchers Aussage nach, dass Spieler einen höheren Anreiz erhalten, die späteren Bosse zu töten. Bei schwierigeren Bossen erwarten Spieler nun mal, dass diese auch bessere Beute fallen lassen. Hierbei gelte, dass ihr euch am Itemlevel halten sollt, wenn es darum ginge, ob Gegenstände besser für euren Helden seien oder auch nicht.

Des Weiteren solle die Zitadelle in den verschiedenen Schwierigkeitsgraden auch für Spieler sein, die die entsprechende Stufe in der Schwarzfelsgießerei bereits geschafften haben. Wenn ihr beispielsweise eine durchschnittliche Gegenstandsstufe von 690 bis 705 tragt, sei der heroische Modus der Zitadelle genau das Richtige für euch. Helden mit Items der Stufe 685 bis 690 könnten jenen Modus hingegen etwas schwieriger empfinden.

Die Option, den Trash-Loot für organisierte Gildengruppen automatisch umzustellen und diesen über den Plündermeister laufen zu lassen, ist technisch übrigens nicht umsetzbar. Watcher ist auch der Meinung, dass diese Änderung für Gildengruppen kaum einen Unterschied darstellen wird – für alle anderen Gruppen jedoch schon, da der Schlachtzugsleiter sich die Gegenstände nun nicht mehr zum Unmut aller anderen Mitglieder der Gruppe einfach einstecken kann.

Die Garnison

Mit WoW Patch 6.2 sollte die Zusammenarbeit zwischen Sammel- und Herstellungsberufen wieder ein wenig verbessert werden, da die Garnison zuvor einen sehr großen Teil in diesem Bereich abgenommen hat. Deswegen sollt ihr nun auch wieder selber in die weite Welt hinaus, um Dinge zu sammeln und dadurch das neue Handwerksmaterial Teufelsfäule zu erhalten. Dass die Garnison zuvor das Zentrum für alle Handwerke war, hat laut Watcher gut funktioniert, jedoch habe es Konsequenzen gehabt, dass kaum noch Spieler in die offene Welt gehen mussten. Daher die Anpassungen mit Patch 6.2.

Die Berufe befänden sich derzeit in einer guten Position und Spieler, die das beste aus ihren Professionen herausholen wollten, sollten auch aktiv in der Welt sein, um dies zu tun. Watcher erklärte, dass das Juwelenschleifen derzeit ein Experiment sei und nicht jeder Beruf zwangsläufig nach diesem System funktionieren müsse. Für Spieler, die jedoch jede einzelne Verbesserung für ihren Charakter wollten, seien die Edelsteine und das Farmen der Rezepte und Materialien genau das richtige.

Die Goldmissionen würden übrigens nun so funktionieren, dass sie weniger häufig auftauchen, wenn ihr sie mit einem Charakter bereits erledigt habt. Dies bedeute nicht, dass ihr weniger Gold erhaltet, je mehr Charaktere ihr besitzt. Die Entwickler wollten den Druck für Spieler herausnehmen, die mit mehreren Twinks die Garnison bewirtschafteten. Des Weiteren sollte das Gold reduziert werden, das aus den Garnisonen in den Umlauf gelange. Dies hätte auf Dauer nur zu einer Inflation geführt.

Was die Werft betrifft, so stimmt Watcher zu, dass die Blueprints vor allem für Spieler mit mehreren Charakteren schwierig freizuspielen sind. Jedoch haben sich die Entwickler schon bei der Garnison dazu entschlossen, jene nicht accountweit zu gestalten und so soll es auch mit der Werft sein. Ob die Blueprint eventuell irgendwann für alle Charaktere eines Accounts zugänglich werden, erwähnte der Entwickler nicht.

Sonstiges

An einem neuen Transmogrifikations-System, das dem aus Diablo 3 ähnelt, wird übrigens aktiv gearbeitet. Jedoch sei dies kein einfaches Unterfangen und somit dauere es noch etwas, bis wir dieses auch in World of Warcraft begrüßen können.

Den Rucksack als Standardtasche zu ersetzen, wird übrigens laut Watcher niemals möglich sein. Wenn der Platz, den ihr durch den Tausch der anderen Taschen erhaltet, nicht langen würde, sei dies ein Problem des Spieles an sich. Dass Questitems seit Warlords of Draenor nicht mehr in den Taschen landen würden und die Änderungen am Ausrüstungssystem haben hierbei schon geholfen.

Der Patch 6.2.x, also der, in dem ihr dann auch das Fliegen auf Draenor erlernt, wird übrigens bereits in ein paar Wochen auf dem Testserver zur Verfügung stehen. Es gibt zwar noch einiges zu tun, aber Watcher gibt Hoffnung, dass es nicht mehr allzu lange dauert.

Quelle: wowhead.com

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