Entwickler Interview: Team will in WoW Legion aus vorherigen Fehlern lernen

Nachdem die neue Erweiterung World of Warcraft: Legion auf der gamescom 2015 angekündigt wurde, gab es einige Gespräche mit den Entwicklern. Dort ging es vor allem um die Features, die euch in Legion erwarten, doch auch um Dinge, die in der Vergangenheit passiert sind. Schließlich wollen die Spieler wissen, ob die Entwickler aus bestimmten Erfahrungen, zum Beispiel Warlords of Draenor betreffend, gelernt haben.

So gab es nun abermals ein Gespräch mit Executive Producer J. Allen Brack und Creative Director Alex Afrasiabi – dieses wurde von der englischen Seite IGN.com geführt und behandelt vor allem die Ideen der Entwickler, in Bezug auf die Zukunft von WoW. So wird beispielsweise gefragt, was denn an Warlords of Draenor gut und was schlecht war und was die Entwickler gerne für die kommende Erweiterung mitnehmen würden.

Nachfolgend haben wir euch alle wichtigen Punkte des Interviews frei übersetzt aufgelistet.

Entwickler-Interview mit Brack und Afrasiabi

An und für sich war das Setting von Warlords of Draenor wirklich gut und die Entwickler gehen davon aus, dass sich auch viele Spieler gefreut haben, Helden aus vergangenen Tagen wiederzusehen.

Die Idee der Garnisonen war eigentlich ebenfalls recht gut, jedoch scheiterte es hier an der Umsetzung. Hätten sie die Garnisonen eher sozial gestaltet und das Ganze sich nicht zum „Single Player“ entwickeln lassen, wären sie sicherlich zufriedener mit diesem Feature gewesen. Als die Entwickler sich diesem Problem bewusst wurden, waren sie jedoch schon an der nächsten Erweiterung am arbeiten. Eigentlich kein Problem, doch Blizzards Aussage nach lassen sich große Designänderungen am besten am Anfang einer Erweiterung durchbringen – und der nächste Zeitpunkt dafür wäre Legion.

Auf die Frage hin, ob das Studio nicht in eine Art Panik verfallen sei, als die Mitarbeiter von den tiefen Abonnentenzahlen erfahren hätten, antwortete Brack, dass sie über solche Faktoren so gut wie gar nicht nachdenken könnten. Zusätzlich würden sie Entscheidungen auch nicht nach den Zahlen fällen – als Beispiel nannte er diejenigen, die Quests entwickeln. Jene könnten nicht dort sitzen und darüber philosophieren, wie viele Spieler diese nun toll finden werden.

Das Entwicklerteam ist sich jedoch bewusst, dass die Spieler von den vielen Orcs in Warlords of Draenor genug haben. Deswegen wird Sylvanas vermutlich in WoW: Legion eine wirklich große Rolle spielen und auch Maiev Schattensang wird zurückkehren. Afrasiabi versprach, dass Thrall sich ebenfalls weiterentwickeln wird und dieser als großer Charakter noch einiges zu erzählen habe.

Danach sprachen sie über die Entwicklung von Charakteren, die zuvor in der Warcraft-Lore noch keine Rolle gespielt haben. Die Entwicklung sei zwar enorm schwierig, jedoch sei das Team im Laufe der Zeit viel besser darin geworden, neue Charaktere einzubauen, die keine Vorgeschichte besitzen. Dies könne man gut an Garrosh Höllschrei erkennen, der nach und nach in Pandaria eine immer wichtigere Rolle spielte, obwohl er vor der Entwicklung von WoW noch nicht existierte.

Zu guter Letzt ging es um die Zeitspanne zwischen zwei Erweiterungen. Hier wurde noch einmal betont, dass sich die Entwickler bewusst seien, dass ein Jahr definitiv zu lang ist. Jedoch sind sie sich selbst noch nicht sicher, in wie weit schnellere Veröffentlichungen mit WoW: Legion realisierbar subd und an welchem Punkt der Entwicklung das Team hier mittlerweile angekommen sei.

Das einzige, was wir tun können, ist, uns darauf zu konzentrieren, ein großartiges Spiel zu erstellen – das Beste zu geben – aus Fehlern zu lernen und die nächsten Anläufe einfach besser zu absolvieren. Hoffentlich ist genau das etwas, was wir tun werden.

Quelle: IGN.com

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