Kolumne: Fliegen erlaubt – Wie die Fluglizenz das Spielverhalten ändern kann

Das Fliegen auf Draenor – kein Thema ist so umstritten wie dieses. Es gab zahlreiche Diskussionen und zahlreiche Für- und Widerworte. Viele waren für das Fliegen auf dem zum damaligen Zeitpunkt unbekannten Kontinent, mindestens genauso viele Spieler waren auch dagegen. Doch wie hat sich das Fliegen oder auch Nichtfliegen nun eigentlich auf unser Spiel ausgewirkt? Ich schreibe heute mal meine Erfahrung mit dem Thema nieder.

Als ich mich am Mittwoch ins Spiel eingeloggt habe, habe ich mich im ersten Moment irgendwie „erschrocken“, als ich auf mein Reittier aufgestiegen bin, einen Sprung über einen Zaun in meiner Garnison tätigen wollte und mein Unheiliges Ross sich auf mal nicht mehr auf dem Boden befand – und dort dank ausgebreiteter Flügel auch blieb.

Irgendwie… seltsam. Nach so langer Zeit einfach wieder fliegen zu können? So wirklich glauben konnte ich es nicht, auch wenn ich immer dachte, dass mich das am wenigsten in WoW interessieren würde. Schließlich bin ich nicht der Typ von Spieler, der großartig etwas in der Welt unternimmt oder sich auf Reisen begibt. Dafür spiele ich unwahrscheinlich gerne meine Twinks und erkunde mit diesen eben die ganzen neuen Gebiete. Doch mein Hauptcharakter bekommt die meiste Zeit des Tages dann doch nur die Raids auf Draenor zu sehen.

Natürlich war mir bewusst, dass ich ab Mittwoch einfach wieder fliegen können würde, denn den Erfolg Pfadfinder von Draenor hatte ich schon vor einiger Zeit erledigt. Dennoch war es wie bereits erwähnt einfach seltsam. Ich hatte mich auf das Leben am Boden und das „Ok, dann mach ich heute mal nichts“ schon gewöhnt – und es war auch in Ordnung für mich.

Doch irgendwie packte es mich dann doch im Laufe des Abends und ich habe meine „neu gewonnen“ Freiheit einfach ausgenutzt. Ich dachte mir, wenn ich schon einmal fliegen kann, kann ich ja auch die Quests erledigen, die sich seit geraumer Zeit in meinem Questlog befinden – ich war aber immer zu faul, diese irgendwo fertig zu machen. Schwupp die Wupp hatte ich dann auch endlich die Garnisonskampagne abgeschlossen.

Dann wollte ich, während ich ja sowieso in der Nähe unterwegs war, auch mal eben schnell nach Nagrand, um ins Schwarzmarktauktionshaus zu schauen. Etwas, was ich sonst nie getan habe, weil der Weg mir einfach zu weit war. Weil es dann im Anschluss nicht so unendlich weit von Shattrath entfernt war, bin ich auch dort noch einmal fix hin geflogen, um eine veraltete Quest abzugeben, die bereits seit Schwarzfaust in der Schwarzfelsgießerei in meinem Log verweilte.

Irgendwie habe ich den Abend dann mit weiteren Dingen verbracht, die ich lange nicht in WoW getan habe: Rumfliegen, Aufgaben erfüllen, nach seltenen Gegnern suchen, die letzten Schätze einsammeln und einfach im Spiel irgendetwas anderes machen, als in der Garnison oder in Sturmschild zu stehen.

Seltsam, oder? Dass solch ein „einfaches“ Feature, wie das Fliegen, jemanden dazu bewegen kann, irgendwie die Welt wieder zu erkunden, oder einfach das Spiel zu spielen. Ok, nachdem ich die ganzen Sachen erledigt hatte, war die Action in WoW auch schon wieder vorbei – aber für die paar Stunden war es irgendwie interessant, mich selbst dabei zu beobachten, wie ich persönlich mit dem Fliegen auf Draenor das Spiel erlebe. Und das, obwohl ich immer gesagt habe, dass eine Fluglizenz mir generell egal sei.

Wie ist es euch ergangen? Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit der Fluglizenz am Mittwoch gemacht?

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