Entwickler-Interview: Blizzard zu den sinkenden Abonnentenzahlen und Levelboosts

Auf der BlizzCon 2015 gab es einige spannende Details zur kommenden Erweiterung World of Warcraft: Legion. Auch wurde der Trailer für den Warcraft-Film gezeigt und der Cinematic für das nächste WoW-Abenteuer. Ein paar Tage bevor die blizzardsche Hausmesse gestartet ist, gab es jedoch die letzte Meldung zu den aktuellsten Abonnentenzahlen.

Diese sahen das erste Mal seit November 2005 wirklich niedrig aus und so musste Blizzard einen Verlust von 100.000 Abonnenten seit dem vorletzten Earnings Call aus dem zweiten Quartal 2015 verzeichnen.

Im selben Earnings Call zu den aktuellsten Zahlen in WoW wurde auch bekannt gegeben, dass das Unternehmen zukünftig keine konkreten Abonnentenzahlen mehr veröffentlichen will.

Was sagt Blizzard zu dieser Entscheidung?

In einem Interview mit der englischen Seite polygon sprach J. Allen Brack anlässlich der BlizzCon 2015 über eben jene Abonnentenzahlen, über die Entscheidung, diese nicht mehr bekannt zu geben und allgemein über die Entwicklung des Spiels.

So habe das Team und in seinen Augen auch die Community das Problem, dass mit den veröffentlichten Abonnentenzahlen immer der Stand der Community sowie die Gesundheit des Spiels und des Genres verbunden würde. Er behauptete, dass dies nicht wirklich richtig sei, denn nur aufgrund der in Zahlen geringeren Abonnenten sei World of Warcraft nicht gleich weniger erfolgreich, wie es in früheren Zeiten gewesen sei.

Des Weiteren erklärte er, dass sich das Entwickler-Team nicht darauf fokussieren könne, wie sie Quests oder Raidbosse so gestalten, dass sie Spieler länger in WoW hielten oder zurückbrächten. Jene Vorgehensweise würde jeden Entwickler verrückt machen. Deswegen konzentriere sich das Team darauf, dass die Erfahrung, die die Spieler in World of Warcraft mitnehmen sollen, sowie das Spiel an sich, möglichst gut würde.

Der Grund für Stufe-90- & Stufe-100-Boosts

Als Teil des Ziels, das sich das Team und Brack gesetzt hätten, würde World of Warcraft für Neu- und Wiedereinsteiger leichter zugänglich. Sie möchten, so erklärte Brack, dass es einfacher wird, mit seinen Freunden direkt ins Abenteuer zu starten. Hierbei habe der Stufe-90-Boost in Warlords of Draenor gute Dienste verrichtet und so solle es auch mit Legion und dem neuen Stufe-100-Boost der Fall sein.

Es gäbe zahlreiche Spieler, die World of Warcraft schon eine lange Zeit spielten und diese besäßen Freunde, die schon einmal in das MMORPG reingeschaut oder vielleicht auch noch nie gespielt hätten. Für diese würde sich der Kauf der neuen Erweiterung besonders lohnen, da sie direkt im Spiel starten könnten.

Änderung am Boostsystem…

Gleichzeitig erklärte Brack, dass die Level-100-Boost-Marke in WoW: Legion erst dann komplett „aufgebraucht“ würde, wenn ihr mit eurem aufgewerteten Charakter die Startzone für geboostete Helden verlasst.

Wenn ihr zum Beispiel schon immer einmal gerne einen Schurken ausprobieren wolltet, dann könnt ihr das nun tun und erst dann entscheiden, ob ihr jenen auch weiterspielen wollt. Dieses System gäbe Spielern die Möglichkeit, verschiedene Klassen einfach mal auszutesten.

Und wie schaut’s mit schnelleren Erweiterungen aus?

Im Verlauf des Gesprächs ging es dann auch noch einmal um den Plan der Entwickler, schneller Erweiterungen und Content-Patches zu entwickeln und zu veröffentlichen. Blizzard ist sich des Problems bewusst, dass Spieler gerne häufiger neue Dinge in WoW sehen wollten und arbeiteten immer noch daran, Erweiterungen schneller fertigzustellen. Dies sei auch der Grund, wieso Legion nun früher herauskommen solle und nicht erst zwei Jahre nach dem Release von Warlords of Draenor.

Die eine Hälfte des Teams sei wirklich schwer damit beschäftigt, WoW: Legion zu finalisieren. Die andere Hälfte sei schon daran, sich Ideen für Legions Contentpatches und sogar die bislang unbenannte siebte Erweiterung zu überlegen.

Quelle: Polygon

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