Sinnvoll oder nicht: Die Entfernung von zahlreichen Fähigkeiten in WoW Legion

Blizzard ändert in ihren Erweiterungen für World of Warcraft laufend die Klassen. Fähigkeiten werden verändert, entfernt oder neu ins Spiel gebracht – der Talentbaum wird komplett überarbeitet oder zahlreiche Talente einfach angepasst, entfernt, neu eingefügt. So wird das auch in der kommenden Erweiterung WoW: Legion der Fall sein.

Die Frage, die sich nun einige Spieler in den offiziellen WoW-Forum stellte, war, ob Blizzard bei einigen Änderungen nicht ein wenig übertrieben habe. Schließlich wurde unter anderem bereits von den Entwicklern erklärt, wieso Siegel, Haltungen, Präsenzen und auch Aspekte mit Legion aus dem Spiel fallen würden.

Es hieß zum Beispiel, dass der Aspekt des Rudels Jäger in WoW: Legion nicht länger „belasten“ solle, dass Präsenzen der Todesritter das Gameplay der Klasse negativ beeinflussen konnten und dass Siegel für Paladine nicht wirklich etwas zum Spiel der Rollen beigetragen hätten.

Skepsis ist vorhanden

Doch ist das wirklich so? Haben Aspekte beim Jäger die Spieler belastet, oder waren sie einfach nur da und wenn man sie brauchte, konnte man sie nutzen? Dasselbe bei den Siegeln und Präsenzen – sie waren da, haben aber doch nicht wirklich das Spiel beeinflusst, oder?

Demnach wäre es sicherlich auch nicht schlimm gewesen, wenn diese Dinge im Spiel geblieben wären – zumindest sehe ich das so und zahlreiche Spieler in den Foren verstehen diese Entscheidung ebenso wenig.

Des Weiteren wurden noch weitere Fähigkeiten aus dem Spiel entfernt. Schaut man sich beispielsweise den Vergeltungspaladin auf den Alphaservern an, so besitzt dieser mit Stufe 100 gerade einmal noch 28 aktive sowie passive Fähigkeiten im Zauberbuch. In Warlords of Draenor hingegen sind es für dieselbe Spezialisierung noch 44 Fähigkeiten.

Wie soll das Spiel anspruchsvoll bleiben?

Ob man nun alle regelmäßig einsetzt, oder nicht, hängt ja ganz vom Spieler und seinen Aktivitäten in WoW ab. Manchmal konnte man zum Beispiel verschiedene Siegel durchaus brauchen – in Legion wird diese Unterscheidung der Spielweisen von Talenten und Eigenschaften der Artefaktwaffe übernommen.

Durch diese sollen nämlich weitere Möglichkeiten zur Individualisierung entstehen. Wenn ihr zum Beispiel schnell und häufig gegen mehrere Gegner antretet, wählt ihr eventuell ein anderes Talent, als wenn ihr nur gegen ein Ziel Schaden austeilen wollt. Benötigt ihr selber mehr Heilung oder schadensreduzierende Fähigkeiten, so werden diese nun auch über Talente oder die Artefaktwaffen freigeschaltet.

„Für jeden etwas und nicht mehr alles für jeden“ heißt offenbar die Devise der Entwickler, die schon ankündigten, dass die Klassen an sich zwar einfacher werden sollen, die Perfektion der einzelnen Spezialisierungen jedoch komplexer.

Positiv in die Zukunft blicken

Wie sich das Ganze im Endeffekt in der Art und Weise widerspiegeln wird, die Klassen in verschiedenen Situationen zu spielen, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen. Jedoch empfinde ich es zumindest jetzt gerade sehr seltsam, meinen Paladin mit viel weniger belegten Plätzen in den Aktionsleisten zu sehen.

Wenn sich der Weg, den Blizzard hier einschlägt, als der entwickeln wird, die Spezialisierungen tatsächlich wieder individueller und komplexer zu gestalten, finde ich es durchaus sinnvoll, die Klassen von Grund auf etwas zu stutzen.

Schließlich wären durch die ganzen neuen Talente der Klassen und Eigenschaften der Artefaktwaffen, die ebenfalls als aktive Spells in euren Leisten landen können, dann doch wieder ein ganz schönes Durcheinander im Zauberbuch zu finden.

Was haltet ihr von den angekündigten Änderungen an eurer Klasse?

Jetzt im Forum über dieses Thema diskutieren (0) »