Blizzards Bannhammer: Neue Welle an Accountsperren als Maßnahmen gegen Bots

Erst im Mai diesen Jahres hat Blizzard den großen Bannhammer geschwungen und nach Berichten bei über 100.000 Accounts eine 6-Monats-Sperre ausgesprochen. Die Besitzer jener Accounts hatten sich über illegale Wege Vorteile im Spiel verschafft und wurden somit erst einmal „disqualifiziert“.

Nun gab es, knapp sieben Monate nach dieser Welle, erneut Banns gegen Spieler, die sich ziemlich unfair durch das Nutzen von externen Programmen – so genannten Bots – bestimmte Dinge im Spiel einfacher gemacht haben.

Sei es das Leveln von Charakteren, das Farmen von Rohstoffen oder gar der Kampf mit dem Helden selber durch das Nutzen von sogenannten Combat-Routinen. Durch eben jene Bots war es den Spielern möglich, dass sie gar nicht mal selber WoW spielen mussten und dennoch Erfolge erhaschen konnte, wie eben Stufen ihrer Helden oder Taschen voller Erze oder Blumen.

Wie viele Spieler die Bannwelle dieses Mal betrifft, ist nicht bekannt, jedoch sind die Foren von den üblich verdächtigen Botherstellern voll mit Beschwerden über jene. Zum einen gäbe es erneut 6-Monats-Banns für Spieler, die das erste Mal erwischt wurden – Wiederholungstäter erhielten gar eine 18-Monats-Sperre oder eine permanente Suspendierung.

Zitat von: Toschayju (Quelle)
Wir haben kürzlich Maßnahmen gegen eine große Anzahl von World of Warcraft-Accounts durchgeführt, die in die Nutzung von Programmen zur Automatisierung des Spiels (Bots) verwickelt waren. Im Rahmen dessen wurden bei den entsprechenden Accounts verschiedene Währungen und Gegenstände (unter anderem Gold, PvP-Währungen und Ausrüstung) entfernt. Die Sanktionen für wiederholte Verstöße wurden zudem deutlich erhöht.

Wieso nur 6 Monate und nicht permanent?

Nun hat sich auch Community Manager Lore zu diesem Thema im offiziellen WoW-Forum geäußert. So wurde nämlich auch nach dieser Bannwelle von zahlreichen Spielern gefragt, wieso diese unfairen WoW-Nutzer nicht direkt komplett ausgeschlossen würden.

Lore erklärte, dass es sich hierbei um einen psychologischen Schachzug handele, den er selber nur oberflächlich verstehen würde, aber dennoch gerne im Forum weitergeben wolle.

Spieler, die direkt permanent gebannt würden, wären viel seltener vom erneuten Botten abzuhalten, wie Spieler, die ihren geliebten WoW-Account nach einer gewissen Zeit wiederbekämen. Sie würden sich einfach einen neuen Account zulegen und weiter unfaire Mittel nutzen, um im Spiel ihre Vorteile freizuspielen. Schließlich hätten sie auf dem neuen Account ja „eh nichts“ zu verlieren.

Spieler, die hingegen die Hoffnung auf ihren Account nicht aufgeben müssen, da sie jenen nach einer gewissen Zeit wiederbekämen, wären viel mehr davon abgeschreckt, erneut ein illegales Programm zu nutzen, da sie ihren Account nicht noch einmal in Gefahr bringen wollen oder aber ihren eventuell zwischenzeitlich zweiten Account nicht ebenfalls verlieren wollen.

Zitat von: Lore (Quelle)
Sorry, let me try to explain more clearly:

Take your average botter. Let’s call him… Jim. Jim is an awful person who uses various scripts and/or third party programs to give himself an unfair advantage against other players. We don’t like Jim. One day, Jim gets caught, and Blizzard takes action against his account.

Now say, hypothetically, that Jim’s account gets permanently closed. Everything he had on that account is now gone forever, and he has no way of getting it back. Now, many players in this case would (and do) just stop playing, but not Jim. Jim decides he still wants to play World of Warcraft, so he buys a new account and starts over fresh. And since Jim’s now starting from scratch, he decides he doesn’t have much to lose, so he fires up his scripts and third party programs again.

Net result: Jim is still at it. If and when he gets caught again, he just buys another account, and continues to be an awful person.

However, if Jim only gets a temporary suspension, he knows he’s getting his account back, so starting over from scratch sounds much less appealing. Jim likes his characters and wants to keep them, so he decides to just wait the suspension out. Once it ends, he really doesn’t want to go through that whole ordeal again, so he decides not to risk botting again.

Net result: Jim is a decent guy who made some mistakes and learned from them. We’re actually pretty okay with Jim now.

I’m obviously painting a rosy picture here (not everyone responds this way), but I’m just trying to illustrate why suspending accounts tends to result in fewer cheaters long-term than permabanning. Like I said, there’s some really interesting psychological shenanigans involved (which are a bit above me, I’m afraid). That’s my understanding of how all this works, though.

(Also, apologies to everyone named Jim who is not a filthy cheater. I’m sure you’re all lovely.)

Seid fair zu anderen!

Denkt daran, dass Cheating egal in welcher Weise absolut nicht ok ist. Jeglicher Spieler, der sich unfairen Mitteln bedient, gehört auch dafür bestraft und wir hoffen, dass Blizzard auch in Zukunft sich um solche Anliegen kümmert und Strafen gegen diejenigen verhängt, die sich unfair anderen gegenüber verhalten.

Scheut euch übrigens nicht davor, andere Spieler auch bei Blizzard zu melden, wenn ihr wisst oder vermutet, dass diese sich Hacks oder Bots bedienen. Nutzt dafür die Funktion im Spiel oder aber schreibt eine Mail an hacks@blizzard.com. Und denkt daran: Immer fair bleiben :)

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