Blizzard: Tom Chilton verlässt das WoW-Team – Eine Botschaft vom Entwickler

In letzter Zeit haben wir schon mehrmals darüber berichtet, dass ehemalige Mitarbeiter aus dem WoW-Team das Unternehmen verlassen oder sich anderen Projekten zugewandt haben. Unter anderem ging Chris Metzen in den wohlverdienten Ruhestand und der ehemalige Lead Quest Designer Craig Amai kündigte ebenfalls im September das Ende seiner Arbeit bei Blizzard an. Nun folgt das nächste bekannte Gesicht, nämlich Tom „Kalgan“ Chilton.

Der Game Director erklärte im offiziellen Forum ganz ausführlich, dass WoW: Legion die letzte Erweiterung für ihn im WoW-Team gewesen sei und er es als seinen Höhepunkt aber auch zugleich als Abschluss einer zehnjährigen Ära bei Blizzard sieht. Er sei Teil eines der besten Entwicklerteams gewesen, mit denen er je hätte zusammenarbeiten dürfen.

Bereits 2004 habe er damals als Senior Game Designer das Team rund um World of Warcraft unterstützt und im Laufe der Jahre das Spiel zu dem gemacht, was es heute ist. Damals mit 60 Personen im Team – heute mit über 250. Es hat sich also einiges geändert und so auch die Arbeitsumgebung für Chilton.

So sei er zukünftig nicht mehr für WoW zuständig, sondern für ein anderes Projekt im Hause Blizzard. Seinen Posten gebe er an Ion „Watcher“ Hazzikostas ab, der in den letzten acht Jahren schon viel mit der Entwicklung des Spiels zu tun hatte. Watcher sei der perfekte Nachfolger für ihn, so der ehemalige Game Director in seinem Bluepost.

Des Weiteren ist Chilton der Meinung, dass die Zukunft von World of Warcraft glänzend aussehe. Als Spieler freue er sich darauf, mit der Community zu entdecken, was als nächstes auf dem Plan stünde.

Wir wünschen Tom alles Gute für die Zukunft und danken ihm für die Arbeit und Hingabe, die er die letzten Jahre über in unser aller Lieblingsspiel gesteckt hat :)

Zitat von: Kalgan (Quelle)
Auf zu neuen Abenteuern (im Büro nebenan) – eine Botschaft von Tom Chilton

Seid gegrüßt, liebe WoW-Spieler!

Seit dem Start von Legion ist etwas mehr als ein Monat vergangen und wir freuen uns sehr zu sehen, wie vielen verschiedenen Aspekten der Erweiterung sich die Spieler widmen. Ihr stuft eure Charaktere und Artefakte auf, taucht in Weltquests ab oder nehmt es mit dem Smaragdgrünen Alptraum auf. Die PvP-Saison 1 von Legion wird es in sich haben. Einige der besten Arenateams aus der ganzen Welt kämpfen um die Chance, sich auf der großen Bühne der BlizzCon zu behaupten.

Schon bald erscheint unser erstes neues Inhaltsupdate für die Erweiterung – Patch 7.1: Rückkehr nach Karazhan. Dieser Patch öffnet euch die Türen zu Karazhan als mythischen Dungeon für fünf Spieler, führt die Suramar-Kampagne weiter, bietet euch einen neuen Schlachtzug sowie neue Weltquests und noch vieles mehr. Doch das ist erst der Anfang, da wir für den Rest der Erweiterung einen ziemlich aufregenden Patch-Plan vorgesehen haben.

Für mich persönlich ist Legion mehr als eine Erweiterung unter vielen – es ist der Höhepunkt und zugleich Abschluss einer mehr als zehnjährigen Ära, während der ich ein Teil von einem der besten Entwicklerteams war, mit denen ich jemals zusammenarbeiten durfte. Es geschieht mit einer Mischung aus Aufregung, Trauer und Dankbarkeit, dass ich dem WoW-Team Lebewohl sage und zu einem neuen Abenteuer bei Blizzard aufbreche.

Noch bevor ich das Glück hatte, mich als Game Director beweisen zu dürfen, bin ich im Jahr 2004 als Senior Game Designer zum Team von World of Warcraft gestoßen. Wie ihr euch vorstellen könnt, war World of Warcraft im Jahr 2004 ein völlig anderes Spiel. Zu Beginn dieses Jahres bestand das Team aus nur 60 Personen. Zu dieser Zeit reichten die Quests in unserer Alphaversion für Freunde und Familie nur bis Stufe 25 – und zwar nur für die Allianz. Die Horde war überhaupt nicht spielbar. Manche Spieler benutzten sogar noch ein Einwahlmodem, um auf diese Testversion zuzugreifen.

Im Team diskutierte man noch darüber, ob die Horde und die Allianz überhaupt in zwei Fraktionen aufgeteilt werden sollten. (Wir alle wissen, wie diese Diskussion ausging.) Viele andere zentrale Funktionen des Spiels existierten noch nicht – es gab weder Schlachtzüge noch PvP. Seitdem ist viel passiert. Wir haben sechs Erweiterungen mit unzähligen Schlachtzügen, Dungeons, Schlachtfeldern, Funktionen und mehr geschaffen.

Meine persönliche Reise als Game Director von WoW ist zu Ende, aber meine Reise mit Blizzard geht weiter. Ich werde hier bleiben, um mich innerhalb des Unternehmens auf ein anderes Projekt zu konzentrieren. Gleichwohl ist es mir eine große Freude, Ion Hazzikostas als meinen Nachfolger als Game Director für World of Warcraft anzukündigen.

Ich weiß, dass sich WoW bei Ion in den besten Händen befindet. Seit mehr als acht Jahren ist er ein wesentlicher Teil des Teams, da er in so vielen Dingen zur Entwicklung des Spiels beigetragen hat – vom Design der Klassen bis zur Gestaltung der Kämpfe und nahezu allem, was dazwischen liegt. Außerdem steht ihm ein fantastisches Team zur Seite – die gleiche großartige Mannschaft, die euch schon Legion beschert hat.

Als Teil des WoW-Teams darf ich euch versichern, dass die Zukunft von World of Warcraft glänzend aussieht. Als Spieler freue ich mich darauf, mit euch zusammen zu entdecken, was uns als nächstes erwartet. World of Warcraft ist das Ergebnis der Hingabe des Teams und all seiner Spieler. Darum möchte ich mich auch bei jedem von euch für die wunderbare Reise bedanken, die ich mit dem Entwicklerteam von WoW erleben durfte.

Vielen Dank, und möget ihr viele weitere unglaubliche Abenteuer erleben!

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