WoW Patch 7.1: Rückkehr nach Karazhan kommt am 26. Oktober – Zusammenfassung Q&A

Am 14. Oktober 2016 fand die aktuellste Fragerunde mit den WoW-Entwicklern statt und Game Director Ion „Watcher“ Hazzikostas stand im Live-Stream wieder der Community zur Verfügung. Es ging unter anderem um den neuesten Contentpatch 7.1, welcher bereits am 26. Oktober 2016 auf die Live-Server gebracht wird. Die Schlachtzugsinstanz Die Prüfung des Mutes hingegen wird zwei Wochen nach dem Inhaltsupdate geöffnet.

Nachfolgend haben wir für euch alle wichtigen Informationen aus dem Q&A mit Ion Hazzikostas zusammengefasst. Wer möchte, kann sich den Mitschnitt des Streams auch gerne noch einmal via Twitch anschauen.

Frage- und Antwortrunde mit Ion Hazzikostas

WoW Patch 7.1

Nicht mehr lange dauert es, bis der Patch 7.1 auf die Live-Server kommt und unter anderem die neue 5-Spieler-Instanz Karazhan ins Spiel bringt. So ist das Releasedatum auf den 26. Oktober 2016 gesetzt worden. Die Prüfung des Mutes hingegen wird erst zwei Wochen – also nach der BlizzCon 2016 – geöffnet.

Klassenbalance

Laut Watcher ist das Team derzeit sehr glücklich damit, wie sich die Klassen und ihre Spezialisierungen nach den Anpassungen der letzten Wochen entwickelt haben. Jedoch gäbe es immer noch einiges zu tun. Daher ist es wahrscheinlich, dass es sowohl vor dem Release von Patch 7.1, als auch nach dem Aufspielen des Updates, weitere Klassenanpassungen geben wird. Interessant ist übrigens, dass die Zahlen, die sich intern angeschaut werden, eine Reflektion von Spielern, die tatsächlich zum Beispiel raiden gehen, darstellen und nicht nur aus Simulationen stammen.

Dadurch, dass die meisten Spieler das Beste aus ihrem Charakter rausholen wollten und sogenanntes „Min-Maxing“ betrieben, kämen die meisten Zahlen auch aus Inhalten, die eben von jenen Spielern genutzt würden. Dadurch sei es selbstverständlich, dass die „besten“ Spezialisierungen in den meisten Fällen auch einen automatischen Push erhielten. Beim Frostmagier sei es allerdings so, dass er eigentlich echt gut sei und die Zahlen auf den Analyseseiten (wie Warcraftlogs) nicht repräsentativ seien, da die meisten guten Magier nun Feuer spielten.

Das Team würde allgemein versuchen, ständige Schwankungen bei den Klassen und den einzelnen Spezialisierungen zu vermeiden.

Legendäre Gegenstände

Dadurch, dass der Zeitpunkt, zu dem ihr ein legendäres Item erhaltet, nicht vorhersehbar sei, wäre die Freude in diesem einen Moment nicht ganz so groß. Daher gibt es eben keine richtige Möglichkeit, Legendaries „zu farmen“. Für diejenigen, die noch kein orangenes Item erhalten hätten, seien laut Watcher Systeme vorhanden, die vor extremen Pech schützen sollten.

Natürlich wäre es auch möglich, legendäre Gegenstände bei einem Händler zum Verkauf anzubieten und sie so als Belohnung darzustellen, die ihr nach einem langen Weg des Farmens erhaltet, jedoch wäre dies nicht der Weg den Blizzard gehen wolle. Es wäre eher eine Befreiung des Zwangs, immer weiter Dinge zu sammeln oder Ruf zu farmen, wie es in der Vergangenheit der Fall war.

Dem Team sei übrigens bewusst, dass viele Spieler frustriert seien, weil sie immer noch keinen legendären Gegenstand erhalten hätten, andere Spieler hingegen schon ihr zweites oder drittes. Des Weiteren gäbe es Fälle, in denen Spieler enttäuscht wären, wenn sie endlich ihr orangenes Item erhalten, es dann aber nicht das Beste für ihre Spezialisierung sei. Doch über die Zeit sollt ihr immer weiter unterschiedliche legendäre Gegenstände erbeuten können, weswegen dies kein Problem darstelle.

Es gäbe auch Legendaries, die nicht ganz so geworden seien, wie das Entwickler-Team es sich gewünscht hätte. Diese würden in absehbarer Zukunft verstärkt oder geändert werden. Zu diesen gehört zum Beispiel Prydaz, Xavarics Magnum Opus, welches sich vor allem für Tanks nicht wirklich toll anfühle.

Vermeidung von Pechsträhnen

Es gäbe laut Watcher keine Zeitkomponente, die beschriebe, wann ihr euer erstes oder zweites Legendary bekämt. Wenn ihr bereits legendäre Items erbeuten konntet, seid ihr mit der entsprechenden Portion Glück ausgestattet. Es gäbe nur eine ganz geringe Prozentzahl an Spielern, die ihr zweites legendäre Item erhalten hätten, weswegen dies keinen wirklichen Einfluss aufs Spiel gehabt hätte/hat.

Mythischer Modus vom Smaragdgrünen Alptraum

Xavius sei im mythischen Modus nicht ganz so gewesen, wie sich das Team es gewünscht hätte. Idealerweise sollte es ein paar Tage dauern, bis die ersten Gilden ihn töten. Der Rest des Raids hingegen durchlief laut Watcher eine schön ansteigende Kurve des Schwierigkeitsgrads.

Es gibt weiterhin zahlreiche Spieler, die sich im Progress durch den Alptraum befinden und diesen auch mit vollen Zügen genießen. Diese könne man auch nicht mit den Topgilden oder -spielern vergleichen, denn diese täten Dinge im Spiel, die absolut nicht repräsentativ seien. Zum Beispiel die Split-Raids, die zu Beginn des Progress von vielen Gilden gemacht wurden, seien der Grund dafür gewesen, dass die besten Gilden den Raid mit einem viel höheren Itemlevel angingen.

Auf lange Sicht gesehen würde das Team gerne Wege finden, Topgilden nicht mehr den Anreiz zu geben, zum Beispiel jene Split-Runs zu veranstalten. Diese würden nämlich von vielen nur wahrgenommen, da sie das Gefühl bekämen, nur deswegen konkurrenzfähig zu bleiben und nicht weil es ihnen Spaß brächte.

Schmuckstücke aus dem Smaragdgrünen Alptraum

Das Team sei sich bewusst, dass die Schmuckstücke aus der Raidinstanz nicht so gut seien, wie Schmuckstücke aus anderen Quellen wie beispielsweise dem Mythisch+ Modus. Sie würden sich diese weiterhin anschauen und es könnte sein, dass sie in Zukunft verstärkt würden, um vergleichbar gut mit anderen Schmuckstücken zu werden.

Sekundärattribute

Wie sich die Primär- und Sekundärattribute in Legion entwickelt hätten, gefiele den Entwicklern laut Watcher gar nicht. Diesen Weg eingeschlagen zu haben, würden sie bereuen. Zwar sei es absolut in Ordnung, dass es gute und schlechte Attribute gäbe, jedoch sollten sich Gegenstände nicht nutzlos anfühlen, wenn sie nicht euer bestes Attribut mitbrächten. Dieses Problem will das Entwickler-Team nach und nach aus der Welt schaffen, auch wenn es etwas länger dauern würde.

Handwerksberufe

Das Team sei gespannt darauf, wie sich der neue Händler für Blut von Sargeras sowie die neuen Rezepte für diese Handwerksmaterial im Laufe der Zeit nach dem Release von Patch 7.1 im Spiel machen werden. Es fühle sich immer noch viel anstrengender als noch in Warlords of Draenor an, gute Gegenstände herzustellen (in Bezug auf die Kosten). Allerdings sei es in der vergangenen Erweiterung auch so gewesen, dass vor allem Fläschchen und Tränke wirklich billig gewesen seien, wenn man sich den Vergleich zu anderen Erweiterungen anschaute.

Auch die Spieler hätten sich angepasst, so dass es nun nicht mehr ginge, dass bei und vor jedem Versuch auf einen Boss in den Raids alle Runen und Tränke genommen würden, wie es noch in WoD der Fall gewesen sei. Watcher stellte die Frage in den Raum, ob es denn auch wirklich notwendig sei, DPS Pots zu nehmen, wenn man das erste Mal einen Boss ausprobieren würde. Vermutlich mache dies nicht wirklich einen Unterschied und durch die hohen Kosten wüssten die Spieler den Wert der Tränke und anderer Verbrauchsgegenstände wieder zu schätzen.

Herstellungskosten könnten sich im Lauf der Erweiterung noch ändern, da das Team weiterhin ein Auge auf diese werfen würde. Würden die Preise im Auktionshaus im Laufe der Zeit nicht verringert, könnte es sein, dass Tränke, Fläschchen und andere Dinge bald weniger kosten. Das Team findet übrigens gut, dass Sammelberufe wie Kräuterkunde wieder sinnvoll seien.

Mythische Dungeons

Nicht jede Spezialisierung könne Fähigkeiten besitzen, die einen konstanten Flächenschaden verursachten. Das Team möchte, dass es Stärken und Schwächen bei den einzelnen Klassen gäbe. Zum Beispiel denke keiner an den Schattenpriester, wenn es um Flächenschaden ginge, jedoch sei auch ein Vertreter dieser Klasse schon in einem Mythisch+15 Durchlauf dabei gewesen. Wenn eine Klasse den Ruf besäße, dass sie „schlecht“ sei, sei es umso schwieriger in Gruppen zu gelangen. Daran könnten die Entwickler nicht direkt etwas ändern.

Artefaktmacht und -wissen

Es gäbe keine Pläne, zu erlauben, dass ihr eure Artefaktmacht von einer auf die andere Waffe übertragt. Dafür gäbe es das Artefaktwissen, denn durch dieses wäre es möglich, eine zweite Waffe nah am Fortschritt eurer ersten zu verstärken. Das Team sei mit dem System hinter der Artefaktmacht auch gänzlich zufrieden.

Des Weiteren erklärte Watcher, dass sie bewusst kein Limit an wöchentlich zu verdienender Artefaktmacht einführen wollten. Durch solch ein Limit würde es sich nämlich leicht anfühlen, dass ihr dieses jede Woche erreichen müsstet und hättet ihr es geschafft, gäbe es keine Motivation mehr, Aktivitäten für Artefaktmacht zu erledigen.

In ein paar Monaten seien eventuell weitere Catch-Up-Maßnahmen notwendig, um mit Twinks besser aufholen zu können. Weitere Informationen gab es hierzu noch nicht.

Bonuswürfe

Derzeit bekommt ihr nichts weiter als Gold, wenn ihr durch euren Bonuswurf keinen Gegenstand erwürfelt. Dies soll sich in Zukunft ändern, so dass ihr auch Artefaktmacht oder andere Belohnungen bekommen könnt, wenn ihr durch den Einsatz einer Bonusmünze keinen Ausrüstungsgegenstand erbeutet.

Twitch Mitschnitt #1
Twitch Mitschnitt #2
Weitere Punkte könnt ihr auf der englischen Seite MMO-Champion nachlesen.

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