Der 3. Platz des ersten WorldofWar.de Story & Art Contests!

Freundschaft
(von Hacker-AAW Olorin )

ZUM ersten Mal musste Trongir schon im zarten Alter von 16 Jahren zu den Waffen greifen. Damals als die Grünhäute neu in ihr Land gekommen waren, und es die große Schlacht gegen die Geißel gab, waren auch schon die jüngsten der Tauren gezwungen zu kämpfen. Trongir hatte die Schlacht überlebt aber seine Eltern und der grossteil seines Stammes war nicht mehr.

Seither sind nun drei Jahre vergangen, in denen der Taure durch die zerstörte Welt gestreift war ohne lange an einem Platz zu bleiben, gelegentlich half er anderen ihre Häuser aufzubauen oder zu verteidigen. Schon kurz nachdem die Geißl besiegt war, zerbrach die Allianz und es kam immer wieder zu Feindseligkeiten zwischen den einzelnen Völkern.
Doch nun hatte er ein neues Ziel gefunden, es sollte ganz in der nähe ein Orakel auf der Spitze eines Berges geben.
Nun saß er hier am Lagerfeuer, am Fuße des Berges und erzählte Allarsall, seiner Begleiterin, die er vor eingen Tagen kennen gelernt hat, und die ebenfalls auf der Suche nach dem Orakel war, von seinem Leben.

Irgendwie mochte sie den Tauren. Sie hatte von diesem Volk zwar schon gehört, aber ob der Tatsache, dass die Elfenwälder nicht nur prinzipiell tabu für andere Völker waren, sondern außerdem noch am anderen Ende der Welt lagen, hatte sie sie eigentlich für ein Märchen gehalten. Als sie vor einigen Tagen den riesigen Schatten vor sich gesehen hatte, war sie zuerst vom Wegrand ins Gebüsch geschlichen, aber ob ihrer Müdigkeit hatte sie ein Geräusch verursacht, dass der Taure denn auch gehört hatte. Er drehte sich um, und sie blickte in das seltsamste Gesicht, das sie auf ihrer Wanderung bisher gesehen hatte. Riesige Hauer, die furchterregend und drohend wirkten, aber die sanftesten Augen, die dümmlich und ängstlich in die Gegend blickten.
Das Wesen hatte etwas von einer Kuh an sich, und dieser Eindruck hatte sich bestätigt. Allarsall war zufrieden mit ihrem neuen Begleiter, er war einerseits der ideale Schutz vor Überfällen (kaum ein Räuber legte sich mit einem Wesen mit 2.50 m Schulterhöhe und einer halben Tonne Gewicht an), andererseits liebte sie es mit ihm zu sprechen, wiewohl das ob seiner Einfältigkeit mit gewissen Problemen verbunden war.
Schnell hatte sie erfahren, dass er auf der Suche nach dem gleichen Orakel war, wie sie selbst, überhaupt glichen sich ihre Geschichten. Er war gerade dabei, sein bisheriges Leben vor ihr darzulegen, und sie erkannte ihre eigene Geschichte mehr als nur schemenhaft. Schon jetzt hatte sie beschlossen, ihm die ihre auch zu erzählen, nachdem sie seine vernommen haben würde.

Trongir hatte schon lange keine Elfen mehr in den weiten ebenen Kalimdors gesehen. Als er seine Geschichte beendet hatte begann sie von ihrem leben zu erzählen. Sie war noch sehr jung für eine Elfin, und hatte gerade erst ein Alter von 110 Jahren erreicht. Sie lebte mit ihrer Familie, bis sie durch die Wiederkehr der brennenden Legionen zur Flucht nach Kalimdor gezwungen war. Während der Flucht wurde sie von ihrem Volk getrennt. Sie fand Unterschlupf bei einer Gruppe Menschen, bei der sie lebte, bis sie vor kurzen von einem Magier von dem Orakel erfuhr auf dessen Suche sie sich nun befand. Sie hoffte dort mehr über den Verbleib ihres Volkes zu erfahren.
Als Allarsall ihre Erzählung beendet hatte, stand der Mond schon hoch am Himmel. Sie verständigten sich noch kurz das sie am nächsten Tag früh weiter marschieren wollten, danach machte es sich der Taure bequem und schlief kurz darauf ein.
Am nächsten Morgen wurde er früh durch das Gezwitscher der ersten Vögel geweckt. Er berührt sanft seine Begleiterin die dadurch auch erwachte. Nach einem kurzen Frühstück machten sie sich wieder auf den Weg.
Nach einer Weile, sie hatten schon gut Drittel des Berges bestiegen, wurde Allarsall unruhig, auch Trongir fiel auf, dass keine Vögel mehr zu hören waren und auch sonst war nichts zu hören. Als er sich gerade fragend an seine Gefährtin wenden wollte, stolperte er plötzlich. War das eine Wurzel oder war da ein Seil über den Weg gespannt. Noch bevor er sich aufrappeln konnte, hörte er Schreie aus dem Wald rings um.

Plötzlich fiel ihr Gefährte um. Der Boden zitterte kurz und zuerst dachte Allarsall, dass er wohl eine Wurzel übersehen hatte. Doch dann sah sie den Strick der quer über den Weg gespannt war und plötzlich hörte sie auch rhythmisches Schreien aus dem Wald ringsum. Sie riss ihren Bogen von den Schultern, legte 3 Pfeile ein, und bewegte sich, jederzeit bereit die Sehne zu spannen, zu ihrem Gefährten der sich inzwischen erhoben hatte. So standen sie, Rücken an Rücken, und warteten auf die Angreifer. Plötzlich sah Allarsall 3 Orks aus dem Wald vor sich rennen. Mit einem kräftigen “Krrrcht” gab sie ihre Abscheu vor diesen Wesen Ausdruck, und lies die Pfeile von der Sehne schnalzen. Ohne hinzusehen ob die Pfeile ihre Ziele trafen, legte sie einen weiteren Pfeil ein, erschreckt erkannte sie, dass es ihr letzter war. Hinter ihr begann auch Trongir seinen mächtigen Bihänder zu schwingen. Allarsall wandte sich wieder dem Waldrand zu, ließ einen Pfeil auf einen der vier weiteren Orcs schnalzen, der ihr schon gefährlich nahe gekommen war. Genau wie die drei ersten hatte er nicht lange zu leiden. Sie ließ mit einem Ausdruck des Bedauerns ihren Bogen fallen, zog ihr Schwert und köpfte den ersten der drei letzten Orcs die auf sie zu rannten. Zu ihrem erstaunen bemerkte sie, dass die Orcs nur mit stumpfen Waffen und Netzen bewaffnet waren, offensichtlich hatten sieden Auftrag sie zu fangen. Vor ihr war noch ein Orc, den sie mit einem Stich ins Herz erledigte. Sie steckte ihr Schwert weg, und stützte die Hände auf die Knie. Da fiel ihr ein, dass ja eigentlich noch ein Orc fehlte. Zu spät, sie spürte einen dumpfen Schmerz auf dem Kopf, drehte sich im Fallen, schaffte es noch ihr Schwert zu ziehen, schlug damit einen kraftlosen Halbkreis, und vernahm ohnmächtig werdend auf dem Boden angekommen noch einen letzten lauten Schmerzensschrei.

Wie Trongir wieder auf die Beine kam, sah er auch schon die Orks auf sich zu laufen. Er stand Rücken an Rücken mit Allarsall und mochte das Gefühl sie so nahe bei sich zu haben. Während er noch darüber nachdachte war schon der erste Ork heran und fiel durch einen mächtigen hieb Trongirs. Als er für den zweiten ausholen wollte wurde er von der Seite mit einem Netz gefangen und überwältigt.
Die Orks brachten die Beiden zu einer nahe gelegenen Lichtung. Allarsall war mittlerweile wieder zu sich gekommen und ein Orkschamane empfing sie. Sie bekamen zu essen, und die Beule, die Allarsall sich eingefangen hatte, wurde mit Kräutern bedeckt, was den Schmerz fast augenblicklich betäubte.
Der Orkschamane machte eine seltsame Geste mit der linken Hand, worauf ein Tisch mit allen möglichen Speisen herein getragen wurde. Allarsall warf Trongir einen erstaunten Blick zu, und wollte gerade den Orkschamanen ansprechen, als dieser mit donnernder Stimme anhob:

“Willkommen in unserem bescheidenen Dorf, liebe Freunde. Ich möchte mich für meine rüde Behandlung entschuldigen, aber wir hatten befürchten müssen, dass ihr nicht freiwillig mitgekommen wärt, wenn wir euch gefragt hätten. So musste ich einige meiner Krieger opfern, aber es war den Aufwand wert. Wisset, uns wurde vor vielen Generationen geweissagt, dass einst eine Elfe und ein Taure durch diese Gegend ziehen würden, um den Fluch zu brechen der seit Ewigkeiten auf uns liegt. Wir sind uns sicher, dass ihr diese Auserwählten seid und möchten euch bitten uns zu helfen.”

Allarsall war erstaunt, sie solle auserwählt sein? Aber ein bestimmter Teil von ihr fühlte sich eigentlich mehr geschmeichelt, und insgeheim hatte sie schon beschlossen den Auftrag anzunehmen. Aber sie wollte noch mit ihrem Gefährten sprechen, deshalb bat sie um ein paar Minuten Bedenkzeit, und der Schamane ließ sie sofort allein. Trongir war einverstanden, als sie ihm sagte, dass sie es auch wäre.
Der Schamane war ausnehmend erfreut, als er von ihrer Entscheidung erfuhr. Er erklärte ihnen, dass nach der Weihsagung nur die zwei Auserwählten zum Orakel vordringen könnten. Allarsall blieb der Mund offen stehen, als sie das hörte. Das Orakel, das aufzusuchen sie beide gekommen waren, war also Teil der Orkprophezeiung.
Der Schamane erklärte ihnen den Weg, und gab ihnen noch Proviant für mehrere Tagesreisen mit.
Nach 12 Stunden Wanderung, sahen Allarsall und Trongir zum ersten Mal die Bergspitze, auf der sich dass Orakel befinden sollte. Kurz darauf tauchte plötzlich ein großes Tor vor ihnen auf. Vorsichtig gingen sie darauf zu, die Torflügel sprangen auf.
Allarsall und Trongir betraten den Raum unter dem Tor. Da erschallten 3 Fanfarenstösse, und eine Stimme die alles auszufüllen schien sprach: “Tretet der ersten Prüfung entgegen!”.
Gleißendes Licht erstrahlte um sie, dass die Wirklichkeit auslöschte. Einen Augenschlag oder eine Ewigkeit später fanden sich die beiden in einem kesselförmigen, grubenähnlichen Loch wieder, dass nur einen Ausgang hatte. Ohne sich darüber verständigen zu müssen, gingen die beiden darauf zu. Kurz bevor ihre Augen die Dunkelheit hinter diesem “Tor” durchblicken hätten können, stürmten mehrere riesige Wölfe daraus hervor.
Die Wölfe rannten zu ihnen, und sprangen. Allarsall riss ihren rechten Arm zur Abwehr hoch, aber der Wolf der auf sie zugesprungen war, zerschmetterte ihre Elle und Speiche mit demselben Biss, mit dem er ihr einen Sekundenbruchteil später das Genick brach. Allarsall hatte nicht einmal mehr Zeit, den Schmerzenschei der ihr auf den Lippen lag zu artikulieren, sie war tot bevor sie auf dem Boden ankam. In der Zwischenzeit hatten sich 3 Wölfe in Trongir verbissen, aufgrund seiner Größe und Masse dauerte es deutlich länger bis er, in Stücke zerrissen, starb.

MoP Vorbestellung
MoP Vorschau
Umfrage

Was haltet ihr von den Cross-Realm-Zonen?

Ergebnis anzeigen »

Loading ... Loading ...
ContentAd
Klassenguides
 
... Blizzard im Jahr 2005 den Negativpreis "Big Brother Award" in der Kategorie "Kommunikation und Marketing" wegen eingebauter Überwachungsfunktionalitäten in dem Spiel "World of Warcraft" erhielt?
Rectangle
mySigs
mySigs.de
Shakes Fidget
Facebook
Interessantes und Ungewöhnliches rund um World of Warcraft