Kapitel 13

Es dauerte etwa eine halbe Stunde und der Mond stand hoch am Himmel als der gesamte Orden der Ashenvale Keepers unten in der Taverne versammelt war.
„Also oben war nichts, glaub mir ich habe jede verdammte Kiste geöffnet und unter jedes Bett gesehen aber nichts außer ein Paar komischen Pflanzen unter Darkonas Bett. Aber sonst habe ich nichts gefunden.“ Cabryn ließ sich direkt neben Kindujien an dem großen Eichentisch in der hintersten Ecke der Taverne nieder. „Gar nichts“, wiederholte der Krieger. „Wie lief es bei dir Darkonas?“ „Ach nichts, die Zimmer waren alle leer und unberührt, dort war lange keiner mehr. Und bei dir Schae`Fulus?“ „ich habe einen guten Zwergen Schnaps entdeckt, echt feines Zeug, aber sonst auch nichts, aber hier probier mal den Schnaps Darkonas!“
„War ja klar dass du dort nicht ohne was zu trinken raus kommst, aber Darkonas trink nicht davon, dir bekommt er nicht gut, glaube mir. Ich habe auch nichts gefunden aber seit wann trinkst du das Zeug überhaupt? Ich dachte du hasst den Zwergen Alkohol, du sagtest mal dass dir immer schlecht würde davon.“ Kindujien besinnte sich denn er schweifte vom eigentlichen Thema ab. “Aber zurück zu Korin, er muss hier in der Nähe sein. Ich kann nicht glauben das er nur wegen Ari`Vessa gekommen ist, er hat es auf den Orden abgesehen und wird zurückkehren.“ „Ja, das schrieb er ja auch an die Wand, aber er kommt bestimmt nicht mehr heute, die Türen sind verriegelt, wir sollten feiern dass wir noch unbeschadet sind, ich werde zapfen!“ „Ich glaube der Priester hat Recht, für heute sind wir sicher, heben wir die Krüge wenn wir schon einmal wach sind!“ Darkonas hatte zwar Cabryn überzeugt doch Kindujien nicht. Er war der einzige der nicht trank, er begnügte sich mit Wasser. Die anderen tranken so viel das sie dann doch einschliefen, einer nach den anderem schlief über seinem Bier ein und auch Kindujiens Augen schlossen sich.

Doch nicht für all zu lange sollte sich der Druide ausruhen, Alpträume plagten seinen sonst so ruhigen und gelassenen Geist. Dämonen, Orcs und Untote verfolgten den jungen Nachtelfen durch jeden Winkel seines Geistes. Flammen umschlossen ihn und Dunkle Schatten jagten ihn durch seine Traumwelt. Auch Ari`Vessa kam in seinem Traum vor, erst dachte er das sich nun sein Alptraum zu einem schönen Traum ändern würde doch dem war nicht so. Im Gegenteil, in seinem Traum verwandelte sich die schöne Wirtin in ein gar grässliches Monster dessen Wut und Hass ihn aufschrecken ließ. „Nur ein Traum, Elune sei dank.“ Nun sah sich der Druide um, alle schliefen. „Ok jetzt brauch ich erst noch einmal etwas von diesem Zwergen Gesöff!“ Noch schlaftrunken ging Darkonas zu der Theke vor der, der Priester sein Nickerchen hielt. „Verdammt alles leer!“ Doch da viel es dem Elfen ein, der Keller. Dort müsste doch noch etwas zu finden sein. Langsam schlich der Druide die Treppen hinab, schon nach wenigen Schritten umgaben ihn Kalte nackte Wände die nur von einem Schwachen Licht von einer Lampe am Ende der Treppe angestrahlt wurden. Es war ein langer weg nach unten, viele Fuß unter der Erde war er dann angekommen der Weinkeller.
Er sah sich um und entdeckte zwei Türen, eine führte zu der Schmiede die sich Kindujien hier einrichten durfte. Die andere aber führte zu einer Abstellkammer wo sich die Alkoholischen Getränke befanden die, etwas „Stärker“ wirkten als die anderen.

Darkonas warf in seinem Halbschlaf einen Blick in die Schmiede, da er die Türen verwechselte. Schwerter hingen an Haken an der Decke, teilweise fertig und andere sahen aus als wären es schief gegangene Experimente von Kindujien gewesen. Einige Leichte Rüstungen lagen auf dem großen Tisch in der hinteren Ecke der Schmiede, direkt neben dem Schmiedeofen. „Verdammt, falsche Tür, man sollte hier einen Wegplan aufzeichnen.“
Der Druide drehte sich ab und schloss die Tür hinter sich und wendete sich nun der Tür auf der gegenüberliegenden Seite zu, er rüttelte an dem Türknauf und zog an der Tür. Nichts passierte. „Verschlossen, wie kam den der Priester daran? Obwohl wie ich ihn kenne hat er die Tür geknackt oder hat sich einen Zweitschlüssel angefertigt! Na ja muss ich halt improvisieren, “ Darkonas kniete sich vor das Schloss und legte seine Hand auf dieses. Doch irgendetwas hinderte ihn die Tür mit einem simplen Zauberspruch zu öffnen, sein Instinkt der bei einem Druiden wie ihm sehr ausgeprägt war, sagte ihm dass etwas nicht stimmte. Er dachte auch dass es vielleicht nur der Alkohol war der seine Sinne vernebelte. Trotz allem entschied er sich mit Vorsicht vorzugehen. Er zog seine Hand zurück und betrachtete die Tür genauer, „Dann machen wir es so!“ Darkonas legte seine Hände auf den Boden und Ranken wuchsen vor der Tür und bildeten einen großen Rankenstrang. „Das wäre der erste Schritt.“ Nun legte Darkonas seine Hände an die Wände, diese kalten Steinwende die, die Natur abschirmen sollten, doch kaum aufgelegt leuchtete die Hand Darkonas und ein Fels schoss aus dem Boden vor der Tür und bildete einen Wall wie von einem Menschen errichtet. Ein kleines Loch war in der Mitte des Massiven Gesteines, welches dem Druiden die Sicht erlauben sollte. Würde er die Ranken nicht mehr sehen können, könnte er sie nicht mehr kontrollieren und sie würde sich in die Erde zurückziehen. „Dann wollen wir doch mal sehen was da hinter steckt!“ Darkonas führte eine Handbewegung aus und die Ranken folgte der Hand auf dieselbe Weise wie sie es vormachte. Nun führte Darkonas eine Handbewegung aus die die Ranke wieder genauso nachmachte, sie Riss die Tür auf. Darkonas Instinkt hatte ihn gerettet, eine Wand aus Flammen schlug ihm entgegen und verbrannte die Ranken, ließen sie zu Asche zerfallen, und trafen auch auf die Steinwand die ihm nun als Schild diente, diese hielt dem den Flammen mühelos stand. „Verdammt was war denn das?“ Darkonas blickte nun durch das kleine Loch in der Gesteinwand. Er sah nichts und sein Instinkt sagte ihm auch dass alles jetzt sicher sei. Mit einem bloßen Nicken des Druiden verschwand die Wand wo sie herkam, im Erdboden. Nun sah Darkonas warum diese Tür versiegelt wurde, da lag jemand. Darkonas nahm eine Fackel von der Wand und leuchtete in die Richtung in der einst die Tür war.
„Nein das kann doch nicht sein!“ Er schlug der Person leicht ins Gesicht um sie so wieder wach zu bekommen. „Schaef, Schae`fulus wach auf!“

Kapitel 14

„Verdammt hör auf mich zu schlagen, ich bin ja wach!“ Darkonas ließ von ihm ab und befreite den am Boden liegenden Priester von seinen Fesseln. „Was ist passiert?“
Der Priester stand auf und streckte sich, „Verdammt ich hab keine Ahnung, ich hab auf dem Sessel geschlafen und dann wurde ich wach von einem Schrei Ari`Vessa`s. Also öffnete ich die Tür zu ihrem Raum, die merkwürdiger Weise nicht verschlossen war. Es kam mir komisch vor da sie doch immer abschließt. Jedenfalls trat ich ein und sah Ari`Vessa in ihrem Bett liegen und dann hörte ich etwas hinter mir, doch bevor ich mich umdrehen konnte lag ich am Boden. Aber ich hab diese Schlange gesehen die mich umgehauen hat! Kurz danach wurde mir schwarz vor Augen und wachte dann gerade erst wieder auf. “ „Wer war es Priester, sag wer war es?“ „Ari`Vessa!“ Darkonas schrak zurück, „Ari`Vessa? Aber du sagtest sie würde im Bett gelegen haben! Wie konnte sie dich dann niederschlagen?“ „Das kann ich dir sagen, weil es nicht Ari`Vessa selber war, sondern etwas was aussah wie sie. Ich glaube es war Korin. Oder das Wesen was wie er damals aussah, ich glaube er ist ein Magier der die Fähigkeit zum Gestaltenwandeln hat!“ „Moment mal, dann ist er oben! Denn oben ist ein anderer Schae`Fulus, er muss Korin sein!“

„Gar nicht schlecht dummer Druide, aber zu spät, wäre es dir eher eingefallen hättest du vielleicht eine Chance gehabt!“ Eine dunkle tiefe Stimme erklang hinter den beiden Nachtelfen. „Korin!“ „Lord Korindomus wenn ich bitten darf. Schade das du den versoffenen Priester gefunden hast, aber egal dann werde ich euch beide halt jetzt ausschalten!“ Nun fiel das Licht der Fackel auf das Gesicht des Schattens der sich selber Lord Korindomus nannte. Ein verbranntes gequältes Gesicht kam zum Vorschein, von Brandwunden verzehrt und von Schmerzen gepeinigt blickten seine Augen auf die Nachtelfen die noch immer an der Tür der Kammer standen. „Ihr steht mir im Weg, ihr seid mir egal, aber jetzt da ihr mein Geheimnis kennt werde ich euch töten müssen!“ „Wer zum Teufel bist du?“ Lachend antwortete das verbrannte Wesen auf die Frage des Priesters. „Manche sagen, ich bin der Teufel. Andere beschimpfen mich als Dämon. Doch ich bin weder noch, ich bin einer der wenigen überlebenden Untoten Magier von Lodarons hohem Rat!“ „Und warum willst du unseren Orden zerstören?“ „Ihr stellt viele Fragen für jemanden der gleich tot sein wird, aber diese werde ich euch noch beantworten. Es geht mir nicht um den Orden, auch nicht um diese lächerliche Taverne. Nein es geht nur um Kindujien. Diesem Bastard habe ich dieses Gesicht zur verdanken. Er war es der mich jeden Tag die schmerzen des Scheiterhaufens wieder und wieder fühlen lässt. Er war es der meine Seele der Geißel in die Arme trieb. Und jetzt bin ich wiedergekommen um auch ihn diesen Schmerz fühlen zu lassen. Ich werde nach und nach jeden Menschen in seiner Umgebung quälen, mit der Wirtin habe ich ja schon einen guten Anfang getan!“ Lord Korindomus wendete sich nun nicht mehr seiner Geschichte zu sondern den Nachtelfen. „Und jetzt seid ihr reif!“ Er erhob seine Hände und ein grüner Nebel durchzog die Luft, unzählige gequälte Gesichter bildeten sich in dem grünen Rauch ab. „Ja, diese Wesen verhalfen mir zu neuer Kraft und ihr werdet die nächsten sein! Dryaden, Drachen, und Magier jeder Art sind meinen Listen erst auf die schliche gekommen als es zu spät war. Genau wie ihr, und genau wie ich es bei euch machen werde, entzog ich ihnen ihre Magie und ihre Lebenskraft!“

„Aber nicht heute!“ Darkonas und Schae`Fulus waren überrascht das sie nun die Stimme Kindujiens hörten. War es nur wieder eine List des Magiers? Nur eine weitere Täuschung?
Nein das war es nicht denn er stand hinter Lord Korindomus, aber er war nicht alleine auch Cabryn stand dort mit gezückter Klinge. „Schließt die Augen!“ Kindujien wob direkt nach dieser Warnung einen Zauberspruch, er musste schnell gehen dachte sich der Paladin und deshalb gelang es ihm nur einen einfachen Spruch zu erzeugen. Ein Grelles Licht blendete den Untoten und er verschwand vollkommen in dem Zauber, er wurde hinein gesogen wie in einen Strudel, bis nichts mehr von ihm übrig war. „Seid ihr in Ordnung?“ „Ja Kindujien, aber was sucht ihr hier?“ Kindujien setzte zu einer antwort an aber der Krieger Cabryn kam ihm zuvor: „Der Kerl hat so laut geschnarcht das ich wach geworden bin und dann hörte ich Stimmen aus dem Keller da hab ich den wach gemacht und wir sind runtergekommen um nachzusehen.“ „Ist er tot? Hast du ihn erledigt?“ „Schaef, du müsstest doch wissen das, es dafür etwas zu schnell und zu einfach ging. Untote sind nicht so leicht klein zu kriegen. Ich habe ihn nur mit einem leichten Zauber getroffen, ich denke er ist an uns vorbeigelaufen als wir alle geblendet waren, seht doch die Spuren auf der Treppe, er kann sehr weit von hier sein. Er wird bald wieder hier sein befürchte ich.“ „Verdammter Korin.“ „Nein Lord Korindomus!“ „Lord Korindomus? Bist du dir sicher Schaef?“ „Ja er hat Recht Kindujien, er hat sich selber Lord Korindomus genannt.“ „Dann haben wir ein Problem, aber ich sollte euch dann vielleicht etwas erzählen.“

Kapitel 15

Die Krieger des Ordens begaben sich nun zurück in die Taverne des Gasthauses und setzten sich wie üblich an den großen Eichentisch in der hinteren Ecke. „Nun erzähl schon Kindujien, was weißt du über diesen Lord Korindomus?“ „Ich bin schuld das er dieses Gesicht trägt, besser gesagt ich und mein Ausbilder damals in der Zitadelle von Stormwind. Korindomus war einer der Menschlichen Magier die es bevorzugten dunkle Magien zu benutzen. Eines Tages machte er einen Fehler und beschwor einen Dämonen herauf den er nicht kontrollieren konnte. Er tötete ihn fast, es gelang ihm nur knapp dem Dämonen zu entkommen. Die Bestie tötete zwanzig Leute, Burgbewohner, Magier, und auch Wachen. Dieses Wesen richtete eine Verwüstung an von gigantischem Ausmaße, ich hatte so etwas noch nicht gesehen. Der Dämon zog eine Schneise aus Tod und Verderbnis durch die Burg Stormwinds. Letztendlich gelang es uns ihn zu zerstören, doch nach seinem Tod begann eine neue Jagd, die Jagd auf Lord Korindomus. Ein Magischer Schild wurde um die Stadt gelegt damit er nicht entkam. Als wir ihn dann hatten Verbrannten wir ihn auf dem Scheiterhaufen. Doch seine Leiche wurde außerhalb des Schlosses begraben, das war ein Fehler. Er wurde von einem Totembeschwörer wieder ins leben zurückgeholt, aber er zahlte einen hohen Preis!“ Gespannt lauschten die anderen Kindujien und wollten mehr wissen. Am meisten schien Cabryn begeistert gewesen zu sein. „Was denn? Womit zahlte er?“ „Er zahlt immer noch, er spürt solange er auf Erden wandelt die Schmerzen seiner Verbrennung!“ „Geschieht dem Bastard, recht, was beschwört der auch nen Dämonen!“

„Ja aber jetzt ist er hier in der nähe und mächtiger als zuvor. Wie konnte er sonst unbemerkt hier auftauchen?“ “Das kann ich dir sagen Kindujien, er ist ein Gestaltenwandler, er nahm zuerst die Gestalt Ari`Vessa`s an und täuschte uns, sie hat die ganze Zeit im Bett gelegen. Dann überwältigte er mich und verwandelte sich in mein Ebenbild.“
„Dann müssen wir auf der Hut sein, wir brauchen ein Zeichen woran wir uns erkennen, so dass er sich nicht in einen von uns verwandeln kann ohne dass wir es erkennen!“
Darkonas hatte Recht, was sollte ihn abhalten davon sich erneut zu verwandeln? Doch der Priester wusste mehr. „Kann er nicht, nur in mich oder Ari`Vessa.“ „Woher weißt du das?“
„Das kann ich dir sagen Cabryn, an Ari`Vessa`s Arm und an meinem waren ein und dieselbe Bisswunde, ich glaube er muss erst jeden beißen in den er sich verwandeln will.“
„Dann brauchen wir ein Zeichen das er sich nicht in dich verwandeln kann!“
„Ich hab’s wir schneiden in eine Wunde an sein Bein, das kann Korindomus nicht wissen.“
„Du bist verrückt Druide, ich las mir doch nicht von dir ins Bein schneiden, du bist ja Geisteskrank!“ „Nein er hat Recht, aber keine Wunde, wir gießen dir etwas von dem Kerzenwachs auf dein Bein, dann wissen wir es und es schmerzt nicht so wie ein Schnitt!“
Mit dem Vorschlag des Kriegers konnte er Leben, er zog sofort sein rechtes Hosenbein hoch und nahm die Rote Kerze die auf dem Tisch stand und goss sich die Rote Flüssigkeit auf sein Bein. „Das reicht, aber nun sollten wir uns auf die Ankunft des Magiers vorbereiten. Darkonas verriegelt die Tür, der Magier ist mächtig aber unauffällig durch eine Verschlossene Tür zu kommen, das kann er auch wieder nicht! Cabryn und Schaef ihr vernagelt alle Fenster in den oberen Geschossen aber lasst das Zimmer von Ari`Vessa unberührt.“
„Ok machen wir Kindujien aber, was hast du vor?“ „Eine Falle Darkonas, eine simple Falle. Wir schaffen Ari`Vessa aus dem Zimmer. Er wird dort einsteigen, ich kenne ihn, er wird es bei Ari`Vessa versuchen. Und da kommen deine Bannkreissteine ins Spiel, wir werden sie unter dem Fenster platzieren und wenn er rein tappt, schnappen wir ihn uns.“ Darkonas nickte, diese Idee gefiel ihm, auf diese Art käme er auch dazu Lord Korindomus seine List heimzuzahlen. „Ok bereitest du alles vor?“ „Klar, wenn ihr fertig seid Kommt in Ari`Vessa`s Zimmer. Dann sehen wir weiter.”

Es dauerte nur eine Stunde bis alles verriegelt war, selbst eine Horde Orcs wäre nicht in diese Taverne hereingekommen. Nun standen alle im Zimmer der Wirtin, Kindujien hatte sie in das Zimmer des Priesters gelegt da dieses kein Fenster und somit keine Einstiegsmöglichkeit besaß. Schae`fulus setzte sich auf das Bett das nun Leer stand. „Eigentlich gemütlich, mal sehen vielleicht habe ich ja mal die Chance hier zu landen!“ „Bestimmt sogar. Schneller als du glaubst!“ „Was meinst du Darkonas?“ „Ich weiß es, jemand muss in dem Bett liegen damit es den Anschein hat als wäre Ari`Vessa noch dort. Und du hast dich gerade freiwillig gemeldet!“ „Kindujien so war das nicht gemeint, ich meine…“ Zu mehr kam der Priester nicht, ein Geräusch war von draußen zu hören, sofort löschte Cabryn das Licht und alle außer dem Priester verließen das Zimmer und warteten vor der Tür. Schae`Fulus versteckte sich schnell unter der Bettdecke. Keine Sekunde zu früh, einen Augenblick später hörte man nur noch wie die Holzbretter die mit Absicht lose angebracht wurden entfernt wurden. Jedoch war es kein Mensch der dann zum Vorschein kam sondern ein Rabe saß im Fensterrahmen, der Priester wollte gerade wieder aufstehen als sich diese Bestie verwandelte und zwar in ihn selbst!

Kapitel 16

Schae`Fulus konnte seinen Augen kaum glauben. Bin Ich eingeschlafen? Träume ich etwa?
Doch als sich das Wesen zu ihm formte, erkannte der Priester das er Hellwach war.
„Diese Narren, das Fenster haben sie vergessen.“ Der falsche Priester sah sich in dem Zimmer der Wirtin um und er erblickte das Bett der Wirtin. „Wie schön, sie haben sie auch vergessen!“ Korindomus sprang von dem Fensterrahmen in das Zimmer, aber damit auch in den Bannkreis des Druiden Darkonas. Von Schmerzen gepeinigt schrie die Bestie auf, sein Körper schien sich während dessen immer wieder zu verwandeln, Korindomus schien es bei diesen Schmerzen nicht unter Kontrolle zu haben. Sofort stürmten die Krieger die vor der Tür auf diesen Schrei warteten das Zimmer. Sie traten die Tür auf und fielen fast in das Zimmer ein wie Orcs. Der Paladin stolperte und landete fast auf dem Boden, doch konnte er sich gerade noch fangen und stand nun mit gezücktem Schwert im Zimmer. Auch Cabryn stand in voller Kampfausrüstung da. Nur Darkonas trug weder Rüstung noch Waffen, doch wirkte er so als könnte er es mit einer Horde Trolle aufnehmen. Die Bestie manifestierte sich erneut als Schae`Fulus im Raum und stürmte auf das Bett der Wirtin los. Der Bannkreis schien seine Wirkung verloren zu haben. „Jetzt werdet ihr büssen, mit dem Schmerz eurer Freundin!“ Doch als Korindomus sich auf die vermeintliche Wirtin stürzen wollte, spürte er nur die Faust des echten Priesters. „Irrtum du Idiot!“ Schae`Fulus stürzte sich Kopfüber auf den Gestaltenwandler. Eine Schlägerei war im Gange, keiner der beiden nutzte Magie, sie versuchten es aber ihre Zaubersprüche und Gesten wurden immer von einem Schlag des anderen unterbrochen. Ein tritt traf einem der beiden Priester hart im Magen, doch das ließ er sich nicht gefallen und Schlug dem anderen mit voller wucht ins Gesicht. Der Priester flog nun nach hinten und landete auf dem Boden. Der, der ihn weg geschlagen hatte schrie nun, „Worauf wartet ihr erledigt ihn!“ Cabryn zückte sein Schwert und wollte zu stechen aber Kindujien hielt ihn zurück, „Woher sollen wir wissen dass nicht er der echte Priester ist!“ Kindujien und den anderen viel erinnerten sich an das Zeichen das sie mit dem echten Schae`Fulus abgemacht hatten, der Priester zog sein Rechtes Bein hoch und da war es, das Rote Wachs der Kerze. Der Priester am Fenster erkannte dass er enttarnt war und verwandelte sich, in sein eigenes verbranntes selbst zurück. „Dann werdet ihr jetzt alle sterben!“ Flammen umhüllten Lord Korindomus, seine Augen leuchteten Schwarz durch die Flammen und Feuerbälle schossen aus der Flammenwand hervor. Sie verfehlten den Priester nur knapp, er konnte sich zur Seite Rollen und war nun fürs erste Sicher. Doch nun wandte sich der Magier dem Rest der Gruppe zu. Darkonas wuchsen Haare am ganzen Körper, lang und braun. Seine Hände wuchsen zu Pranken und sein Gesicht verformte sich zu eine langen Schnauze, er hatte sich in einen Bären verwandelt. Cabryn hielt seinen Schild schützend vor sich und rannte jetzt auf die Flammenwand zu. Erschrocken von der fehlenden Angst des Kriegers, ließ der Magier einen Moment seinen Zauberspruch fallen und starrte den Angreifer einfach nur an. Kurz bevor das Schwert Cabryns sich in den Körper von Korindomus gebohrt hätte ging es jedoch in jenen Flammen auf die zuvor verschwunden waren. Von den Schmerzen des Brennenden Schwertes erfüllt ließ Cabryn von seinem eigenen Schwert ab und ließ es fallen. Doch nun waren der Paladin und der Druide dran. Darkonas schoss vor und ihm gelang ein Biss in das Bein des Magiers, doch bevor Kindujien zuschlagen konnte wurden er und Darkonas von einer Magischen Druckwelle zurückgeworfen. „Ihr seid Lächerlich, ich verstehe nicht wie du Kindujien es einst schaffte mich zu fangen und zu verbrennen!“ „Mit der Hilfe von Freunden!“ Nun sah Korindomus zu dem Priester rüber, er konnte nicht fassen was er dort sah. Der Priester stand hinter Cabryn und wob einen Zauberspruch, aber das erstaunte ihn nicht. Es war der Zauberspruch selber welcher ihn überraschte. Nun schossen Flammen auf den Priester zu und drohten ihn zu verbrennen, doch der Krieger Cabryn hielt schützend sein Schild vor seinen Freund. „Nicht mit uns! Wir haben schon stärkere Gegner besiegt!“ Doch der Schild fing an zu brennen, Korindomus hoffte auf einen anderen Zauber, Blitze zuckten in den Händen des untoten Magiers. Langsam bildete sich eine große Kugel aus Blitzen zwischen seinen Händen.
„Jetzt seid ihr erledigt!“ Mit einer einzigen Augenbewegung ließ Lord Korindomus die Kugel auf seine Feinde zufliegen. Er erwartete die Schmerzen seiner Feinde und schloss die Augen um sich an ihren Schreien besser erfreuen zu können, doch nichts. „Was zum..“ Nun sah er was passiert war, die Blitzkugel kam zu spät, der Priester hatte es geschafft, er hatte einen Anti-Magie Schild beschworen der nun die Gruppe vor seinen Angriffen schützte. Der Magier hatte nun keine Idee mehr was er machen sollte. Zuviel Kraft hatten ihn seine Zauber gekostet, seine Macht schwand nach und nach dahin und ihm wurde langsam schwindelig.
„Das ist unsere Chance los!“ Sofort griffen Darkonas und Kindujien wieder an, das Schwert Kindujiens bohrte sich in den Brustkorb des Magiers. Darkonas scharfen Pranken zerfleischten das Bein Korindomuses. „Nein das darf nicht sein, ich bin Lord Korindomus, ich kann nicht verlieren!“ „Doch, denn wir werden dich in dein Grab zurückschicken!“ Schrie der Priester von hinten und ließ den Magieschild fallen. „Und ich werde der sein der dich dorthin bringt!“
Kindujien zog sein Schwert aus ihm heraus und richtete es jetzt auf seinen Schädel. „Dann werde ich euch alle mitnehmen!“ Mit diesen Worten begann der dunkle Magier zu leuchten, es war jedoch kein helles Licht, nein es war eine Dunkle Schwarzes Leuchten, ein unheiliges Leuchten das das Zimmer in einen Dunklen Schleier hüllte.

Dunkle Geister tanzten im Zimmer herum, die Wände verschwanden und wurden durch eine schwarze schier endlose Schwarze Ebene ersetzt. Bösartige Fratzen umhüllten nun das war vor wenige Augenblicken noch das Zimmer der Wirtin war. „Was in Elunes Namen ist das hier?“ „Cabryn, ich weiß es nicht, Kindujien was sagst du dazu.“ Der Paladin stand noch immer mit dem Schwert am Kopfe des Magiers da und konnte es nicht fassen wo er war. „Ich kann es nicht fassen, kann das sein?! Ist dies Dämonen-Welt, oder ein Teil davon?!“ Schae`Fulus konnte es nicht glauben, aus vielen Sagen und Geschichten hatte er von diesem Ort gehört, dem Ort wo Dämonen ihr Kräfte noch weiter steigern konnten. Nun Begriff Kindujien was los war und wollte sich nun dem Magier stellen doch als er sich zu ihm drehte war er verschwunden.

Kapitel 17

„Wo ist er hin? Wohin ist er Verschwunden?“ Darkonas der sich gerade auf ihn stürzen wollte landete hart auf dem Boden. „Ich weiß es nicht, doch ich kann ihn noch immer spüren, Kindujien siehst du ihn?“ Kindujien sah sich um und sah nur Dunkelheit, als er zum Himmel auf sah war es vergeblich, kein Himmel, keine Sterne, keine Sonne. Reine Dunkelheit umgab sie. Nur ein starker kalter Wind wehte durch die Schwarze Ebene.
„Nein Schaef, aber er ist hier, aber wir sind nicht alleine mit ihm, ich spüre die Aura vieler, sehr vieler anderer Wesen!“ „Was meinst du damit…Oh verdammt seht.“ Aus der Dunkelheit blickten Augen, gut ein dutzend von Rot glühenden Augen, sie starrten einfach aus der Dunkelheit auf sie und bewegten sich nicht. Sie tauchten so schnell auf das man hätte meinen können sie seien nur eine Illusion, eine Geistestäuschung die der Magier erzeugt hatte um die Krieger in Angst und schrecken zu versetzen.
Doch in mitten dieser Bösartigen Umgebung waren noch ein weiteres Paar Augen, ein dunkles Paar, ein unheimliches Paar, diese Augen leuchteten grün, aber diese Augen waren grausam und unbeherzt. „Nun seht ihr in welche Hölle Kindujien mich geschickt hatte, aber ich fand einen Weg, einen Weg hier hinaus. Mein Hass auf den der mich hier her brachte hielt meine Seele in ihren Griff, Hass war alles was mich hier hielt. Ich verschrieb meine Seele dem Bösen und nun seht was mir dafür geschenkt wurde!“ Diese Stimme kam näher, sie klang der von Korindomus sehr ähnlich, jedoch verzehrt und …dämonisch.
Die Krieger des Ordens rückten zusammen, Cabryn zog einen Dolch aus seinen Stiefel, die Letzte Waffe die er besaß. Darkonas richtete sich auf und stand nun auf seinen Hinterbeinen, und stieß ein Gebrüll aus das selbst den Priester schaudern ließ.
Dann war er da, Korindomus oder das was von ihm übrig war, eine Bestie. Sein Körper war mehr des einen Dämons als der eines Menschen, lange Hörner ragten aus seiner Stirn, Pranken ersetzten seine Hände und seine Flügel breiteten sich hinter ihm aus. „Das hast du aus mir gemacht!“
Korindomus war nun groß, sehr groß fast so groß wie ein Taure. Diese Größe ließ ihn noch furchtbarer wirken als er auch so schon war. „Nein, deine Seele hast du verkauft bevor du starbst, du hast sie nur jetzt in die Dienste des Lichkönigs gestellt. Das warst du nicht ich!“
„Ähm Kindujien, die Augen, sie kommen näher!“ Schae`Fulus sollte Recht behalten, sie kamen näher, es bildeten sich alle Abarten der Untoten Armeen ab. Ghuls und Skelettkrieger bildeten sich nun langsam ab. Die Kahlen Köpfe glänzten in einem unheimlichen Licht, aber sie sahen nicht so furcht erregend aus wie die Ghuls die bei ihnen standen. Leeblose tote Haut hing von ihren Knochen, gelbe Zähne zierten ihr dunkelblau schimmerndes Haupt. „Du bist zwar Schuld das ich das geworden bin was ich jetzt bin, aber genau deswegen, kann ich dich nun endlich erledigen und deine Freunde direkt mit!“ Die Worte des Magier-Dämons berührten Kindujien nicht und seine Freunde ebenso wenig. Sie hatten schon in vielen Kämpfen gesteckt doch dieser schien einer der härtesten zu werden. Dennoch zückten sie ihr Waffen und schmissen sich mit wilden Kampfschreien ihren Gegnern entgegen.

Der Stab des Priesters zertrümmerte die Totenköpfe der Skelettkrieger , dennoch wurde er von einem ihrer Schwerter und Äxte am Arm gestreift, der Priester konnte seinen Körper gerade noch retten um nicht in der Hälfte zweigeteilt zu werden. Auch der Druide kämpfte um sein Leben, er Riss den Ghuls mit seinen Pranken gerade zu die Köpfe ab und schleuderte sie seinen Gegnern entgegen.
Die animalischen Instinkte waren nun in ihm erwacht und genau wie ein Tier zeigte er keinerlei Gnade. Hin und wieder warf er einen Blick zu Kindujien und Cabryn herüber. Sie kämpften Rücken an Rücken doch der Dolch des Kriegers brachte nichts, die Bestien kamen nicht nah genug heran als das er etwas bewirken konnte. „Nimm mein Schwert. Ich kann anders besser kämpfen!“ Das Schwert Kindujiens das nun in den Händen Cabryns lag brachte den Unoteten ihre Erlösung, einer nach dem anderen wurde dahingerafft von der Klinge des Schwertes. Schädel von Ghuls fielen auf den Boden aber nun war Kindujien in seinem Element. Untote. In der Zitadelle hatte er einst gelernt dass die beste Methode eine Unheilige Bestie zu erlösen nicht immer das Schwert ist.
Nein, nun war es an ihm seine Fähigkeiten zu nutzen die er erlernt hatte. Licht sprühte zwischen seinen Händen und ließ die Untoten fast erblinden, er stieß eine Welle aus Energie von sich direkt in die Untoten Massen, die Wirkung war unglaublich, die Untoten Fratzen die eben noch Kriegschrei ähnliche laute von sich gaben lösten sich auf, sie zerfielen zu Staub.

Doch es kamen mehr Feinde, und so kämpften die Krieger weiter, Monster für Monster schlachteten sie die Wesen der Dunkelheit nieder. „Ich hab Dreizehn und du Schaef?“ „Sechzehn, was ist los warum so langsam?“ Knurrend streckte Cabryn Zwei Skelette mit einem Hieb zu Boden und Darkonas und Kindujien taten was sie konnten um es ihren Freunden gleich zu tun.
Der Dämon genoss es den Kämpfern des Ordens zuzusehen wie sie um ihr Leben kämpften, er lud sich gerade zu daran, doch unternahm er nichts um seinen Dienern zu helfen. Es schien eine Ewigkeit zu dauern und es schien als wäre die Zahl der Gegner schier endlos, aber sie schafften es das keine der Bestien mehr übrig war, bis auf der Magier-Dämon selber. Jedoch waren Kindujien und Schae`Fulus verletzt, beide wurden einige male von den Klauen und Schwertern gestreift und bluteten.
Ein loch klaffte in der Schulter Kindujiens, ein Schwert eines Skelettkriegers hatte sie durchbohrt. Darkonas hatte Glück, eine Axt verfehlte seinen Kopf nur um Haaresbreite.
Doch nun standen sie da, und betrachteten Korindomus.

„Ich muss gestehen ich hätte nicht gedacht dass ihr das überlebt. Aber dann muss ich mich wohl um euch Kümmern. Aber wen zuerst? Ich glaube ich nehme den Krieger, er wird herrliche Schreie von sich geben wenn ich ihm die Gliedmaßen ausreiße!“

Erneut zuckten Blitze in den Händen des Dämons, er beschwor erneut eine Blitzkugel, doch Cabryn wollte ihn davon abhalten und stürzte sich ihm entgegen, der Dämon lachte nur und stieß ihn mit einen seiner Flügel von sich. Kindujien sah nun zu dem Priester herüber.„Schaef, du sagtest mal was von einem Spruch den du probieren wolltest und meine Hilfe für brauchen würdest. Ich glaube es ist an der Zeit ihn auf die Probe zu stellen!“ „Glaube ich auch, bündel deine Energie zu einer Kugel!“ Nickend tat der Paladin worum ihn der Priester bat, er ließ seine Hände Kreisen und murmelte einen Zauberspruch und auch der Priester begann mit einem Zauber, doch seiner war Rot und statt leuchtenden Strahlen wie bei Kindujien war es bei ihm ein dunkelroter Nebel der sich um die Beiden ergab.

„Na wie gefällt dir das du kleiner Wurm?“ Der Dämon schleuderte die Blitzkugel Cabryn entgegen und der ging davon zu Boden. Nun verwandelte sich der Druide Darkonas erneut, jedoch nicht in einen Nachtelfen zurück, sondern in einen Tiger. Schneeweißes Fell bekleidete den edlen Körper der Wildkatze. Er sprang dem Magier entgegen und verletzte ihn an seiner Brust. Schreiend vor Schmerz flog der Magier-Dämon nun hoch in die Luft um sich in Sicherheit zu bringen und erkannte nun dass der Paladin und der Priester etwas vorhaben würden. Er spürte wie die Kraft in ihnen Aufstieg und zum Vorschein kam.
Doch Korindomus entschloss sich einfach auch einen Spruch zu weben, mächtiger als alle seine Magien die er je verwendet hatte. Er beschwor die Kräfte all derer die er getötet hatte, all derer die ihn gefordert hatten. Grüne Flammen umschlossen den Dämon und nun wusste er dass er gewinnen würde, endlich könnte er seine Feinde zerschmettern. Er dachte sich das er die Vampirlords nie hätte schicken müssen. „Ich hätte dich schon früher töten sollen Kindujien, das hätte mir viel Zeit erspart.“ „Kann sein aber jetzt ist es zu spät! Bist du bereit Schaef?“
„Ja las uns beginnen!“ Der Priester schloss seine Augen und Kindujien folgte dem Beispiel seines Freundes, ein Rotes Leuchten umgab sie, und die Kräfte die jeder von ihnen beschwur vereinigten sich. Ein Rotes Licht schoss auf den Dämon zu und Korindomus ließ nun auch seiner Magie freien Lauf. Seine grünen Flammen schossen dem Strahl des Priesters und des Paladines entgegen. Als sie aufeinander prallten passierte einen Augenblick nichts, die Zeit schien still zu stehen und nicht weiterzulaufen, doch sie tat es, Die Magie in Mitten der Dämonenebene explodierte und warf alle zurück, das helle Licht blendete alle , eingeschlossen den Dämon. Die Krieger des Ordens aus Ashenvale hörten nur verzweifelte Schreie einer gequälten Seele. In der Dunkelheit am Himmel breitete sich ein Licht aus. Langsam, ganz Langsam begann es die Schatten der Ebene aufzulösen und die Gegner die sie Niedergeschmettert hatten lösten sich im gleißendem Licht langsam in Staub auf. Noch immer waren Schreie zu hören, schreie die nach einem Kampf mit dem Tode klangen. Die dunkle Dimension, die finstere Welt in die sie der Dämon brachte verschwand und wurde durch eine Welt aus Licht und wärme ersetzt, verschwunden war die Kälte die sie vor wenigen Augenblicken noch spürten, ihren Platz nahm jetzt etwas ein was das Gefühl von Sicherheit und wärme gab. Doch das Licht war so hell das niemand sehen konnte was mit den Dämonen geschehen ist. Durch die enorme Kraft die die Ebene ausstrahlte und sich in Wellen der Macht den Kriegern entgegen warf lies sie allesamt das Bewusstsein verlieren.

Epilog

Der Druide wurde als erster wieder wach, als er sich umsah war er zurück in dem Zimmer Ari`Vessas, es schien unversehrt als ob nicht gewesen wäre, auch die Skelette und Ghuls waren verschwunden. Hinter Darkonas lagen alle seine Ordensbrüder, langsam kamen auch sie wieder zu sich. Kindujien richtete sich sofort nach dem Druiden auf und sah sich um. „Seht!“ Kindujien zeigt mit dem Finger auf den am Boden liegenden Korindomus, er war tot und diesmal für immer. „Wir haben …!“ Der Satz wurde unterbrochen von einer Stimme, einer verärgerten weiblichen Stimme.
Die Tür sprang auf und Ari`Vessa stand in ihr, „Was zum Teufel habt ihr hier in meinem Zimmer zu suchen?! RAUS!“

Es dauerte eine Weile bis Kindujien und Darkonas Ari`Vessa erklärt hatten was passiert war, das sie einige Tage in einem Koma-ähnlichen zustand verbracht hatte und das fast ihre Schenke von einem Dämonen eingenommen wurde. Erschreckend ruhig nahm sie diese Neuigkeiten auf und setzte sich auf ihr Bett. „Dann schulde ich euch anscheinend etwas. Ich weiß ich werde es bereuen aber, heute gehen alle Getränke aufs Haus.“ Innerhalb von Sekunden waren der Vergangene Kampf vergessen und die Schmerzen ihrer Verletzungen, der Priester könnte sich nachher darum kümmern, aber jetzt hieß es den Sieg zu feiern. Eine neue Schlacht war geschlagen, eine von wahrscheinlich vielen die noch folgen werden. Kindujien ging als letzter hinunter, mit der Leich Korindomus auf seiner Schulter, ohne Wort ging er an den anderen vorbei und brachte das Wesen das einst sie alle Töten wollten und nun selbst Tot war hinaus in den Wald, weg von der Taverne, doch bevor er das Licht des Ortes verlas, griff er nach einem Gegenstand der an die Außenwand der Taverne gelehnt war. Tief im Wald angekommen lud er die Leiche des ehemaligen Magiers ab und nahm sich nun den Gegenstand den er mit sich führte. Im Mondlicht konnte man das blitzen der Schaufel erkennen, die die er mitgenommen hatte um den in Ungnade gefallenen Menschen die letzte Ehre zu erweisen. Er hub sein Grab aus und legte den nun endgültig Toten Körper hinein und bedeckte ihn wieder mit Erde. Er kniete sich vor das Grab und sprach ein Stilles Gebet, „Mögest du in Frieden Ruhen und deine Seele Erlösung und Vergebung finden“ Nun stand der Paladin auf und blickt zu dem am Himmel hell strahlenden Mond, grinste und drehte sich um und ging zurück. Sein Schatten folgte ihm soweit es ihm das Mondlicht erlaubte. Bis sein Körper von Dunkelheit umhüllt wurde und nicht mehr sichtbar war.