Erstes Kapitel: Die dunkle Macht

Die Festung Stormwind, jene Metropole der Menschen ward von Kriegsnebel umgeben und der Elwyn Forest, das letzte große Terretorium der Menschen gefangen in den Händen der Untoten. Den Menschen blieb nichts anderes übrig als sich zurückzuziehen…in ihre Festung… Unter ihnen weilte auch ich. Einst konnte ich selbst in Westfall den Leuten predigen, doch auch dort belagert nun die Horde den Sentinel Hill…
Nun verbringe ich meine Zeit der Hohepriesterin zu dienen und die Schattenmagie zu lehren. Eigentlich lag es nie in meinem Interesse einem anderen zu schaden, doch ich, Anastena Runenfreund, Priesterin des heiligen Lichtes, tat es für mein Volk…um die Mauern zu schützen…

Die Nacht brach herein und es erhob sich eine Windsbraut, die selbst noch im Hause zu spüren war. Niemand konnte Schlaf finden; die Angst, dass die Untoten nun auch Stormwinds Mauern durchbrechen würden, konnte selbst den mutigsten Offizier nicht zur Nachtruhe bringen. Der Wind hatte sich gewendet und zischte nun wie eine Schlange in meine Ohren. Mein mit Runen verzierter Medikerstab glänzte im Mondlicht, doch es schien, als würde sich eine Nebelwand am Himmelsbild bilden.
Plötzlich viel es mir auf: Keine Menschenseele war zu sehen; selbst die Schneider und Verzauberer, die normalerweise selbst in der Abendstunde ihr Handwerk erledigten waren nicht mehr zu finden. Ich stand hastig auf und verließ im raschem Schritte das Magierviertel.
Die Straßen waren wie leer gefegt, die Lichter in den Häusern erloschen…die Unruhe packte mich… Der Glanz des Mondes schien zu ermatten, vom Nebel umschlungen…ein übelrichender Geruch lag in der Luft…ein Geruch der Verdorbenheit…
Angst stieg in mir hoch; sind die Untoten etwa schon in der Stadt? Auf einmal hörte ich den Befehlsschrei eines Offiziers: “Rasch meine Soldaten…zum Tor!” Mein Puls fing an sich langsam zu beruhigen. Ich lief zum Tor, wo sich eine große Menge an Soldaten aufhielt. Manche von ihnen besaßen nur ein einfach geschmiedetes Schwert, andere dagegen trugen Plattenrüßtungen und verzauberte Schwerter oder Hämmer.
Hinter den stolzen Kriegern tummelte sich eine breite Menge an Bürgern, welche ängstlich in den Himmel schaute…
Doch was begründete diese Aufruhr?
Die Luft roch immer mehr nach verstümmeltem Fleische…und schließlich erblickte ich den Schuldigen…
Die Soldaten hatten einen breiten Kreis um ein geflügeltes Ungeheuer gebildet…jenes Wesen war durchlöchert von Pfeilen und das grüne Blut floss in Strömen.
Ein Tuch vor dem Gesicht haltend, näherte ich mich der Menge…

“Die Untoten haben einen Späher ausgesendet!”, fing einer der Soldaten an zu sprechen, “Die Zeit ist gekommen die Waffen zu ergreifen, um die tote Brut zurückzuschlagen! Wir mögen vielleicht in der Unterzahl kämpfen, doch wir sind des Verstandes reicher, als diese verstümmelten Untoten. Lasset uns unser Land zurückerobern und Sentinel Hill und unsere Heimat retten!” Die Soldaten erhoben stolz ihre Waffen und rüßteten sich zum Kampf. Schleunigst eilte ich zur Kathedrale Stormwinds, um den Auszuge der heiligen Krieger und Priester nicht zu verpassen.
Ich erreichte rechtzeitig den Vorplatz, wo sich schon die Priester mit Tränken und Waffen versorgen ließen.
Ich versuchte den Blick der Hohepriesterin zu treffen, doch dies war nicht von Nöten… “Nun, ich hoffe ihr habt die letzten Zeilen aus meinem Pergament studiert, Anastena” Die Hohepriesterin stand hinter mir und schaute mich mit ernstem Blicke an. “Nur die Krieger des Lichtes können diese Schlacht zum Sieg führen und die Untoten endgültig vertreiben. Die Soldaten glauben sie könnnten es mit den Untoten aufnehmen, doch sie sind im Unrecht. Der Feind ist zahlreich und unser Heer umso kleiner.
Zum Glück fürchtet der Feind die Paladine und unsereins. Solange wir mit Entschlossenheit in den Krieg ziehen sind wir dem Feind über…”
“Ich bin der Meinung…”, begann ich leise zu sprechen. “Die Untoten aus dem Elwyn Forest zu vertreiben wird schwerer sein, als wir alle glauben. Jene Wesen sind mit der Dunkelheit verschmolzen und fallen nicht in…”
“Da seid ihr nicht im Unrecht, Priesterin. Falls wir diese Schlacht verlieren bleibt uns nur noch die Flucht aus unserer geliebten Heimat. Wir sind auf uns allein gestellt; niemand kann uns nun helfen… doch…”, die Priesterin stoppte und versuchte meine Blicke zu treffen. “…es gibt eine Möglichkeit Verstärkung zu schicken, nur müsste sich jemand bereit erklären zu den Nachtelfen, unseren Verbündeten, zu reisen. Ironforge kann uns keine Verstärkung schicken…ihre Festung ist ebenso von der Dunkelheit umgeben…”
“Ihr wollt anscheinend darauf hinaus, dass ich losziehe, habe ich recht?” Die Hohepriesterin verstummte und lächelte…”Ich habe schon eine kleine Gruppe von Leuten überredet. Es wäre ein Hoffnungsschimmer mehr, wenn ihr ebenfalls mitreisen würdet…ich werde versuchen unseren König zu überreden, dass er mit seinem Angriff warten soll…”

Zweites Kapitel: Aufbruch

Es ward der 5.Februar in der Morgenstunde, wo eine kleine Gruppe Menschen sich von einer Seiten- mauer Stormwinds den Weg nach Norden bahnte… Ein Paladin namens Barradin führte die Gruppe an; hinter dem hochwüchsigen Krieger schreitete ich zusammen mit einem namenlosen Magier des Feuers und einer Soldatin aus der Westbrook-Garnison, welche den Namen Elysia trug. Unser Ziel: Der Menschenhafen Menethil Harbour. Der Pfad durch die Sumpfländer Wetlands, ward schwer von der Horde bewacht und gildet seit Jahrhunderten als undurchdringbar, doch es besteht nur diese Möglichkeit um zu den Nachtelfen zu reisen… Zu Beginn der Reise gald es nach Thelsamar zu kommen, doch auch dort haben die Zwerge mit den Untoten zu kämpfen… “Wir passieren gleich die Grenze des Elwyn Forest. Wir können von Glück reden, dass wir unbemerkt durch die tiefen Wälder gekommen sind. Wir werden nicht durch die Brennende Steppe reisen, sondern an der Westküse entlang wandern.” Der Paladin beendete seine Worte. Die Stimmung war eher mäßig…nur Barradin wagte es einen Ton hervorzubringen.

Allmälig erschien die Sonne am Horizont, doch für uns sollte sie bald nicht mehr scheinen. Die Umgebung verlor an Farbe und die Luft wurde immer trockener. Hier und da gab es noch kleine fast verdorrte Sträucher, doch selbst damit konnte man sich kein Tagesmahl zubereiten.

Als einige Zeit vergangen war hielt unser Anführer an und alle schauten sich verwundert um, ob ihnen etwas entgangen wäre… “Es riecht stark nach verbranntem Fleische”, sagte Barradin im Flüßterton. “Wir sollten Abseits von dem Wege weiterwandern. Solch unbekömmlichen Duft verbreiten nur unsere Erzfeinde…” Er stockte; ich schaute mich verwundert um…was war passiert? Die anderen beiden Gefährten schienen auch überrascht zu sein. “Schell an die Seite mit euch! Ich spüre eine dunkle Kraft in unserer Nähe!” “Könnt ihr auch beschreiben woher, die Aura stammt?” Barradin zuckte zusammen, als ich den Satz begonnen hatte. Bis jetzt hatte nur er einen Ton von sich gegeben. “Nun werte Priesterin” ,begann er und begab sich hastig ab vom Wege. “Ich weiß nur, dass jene Aura nicht von mir stammt…”, schmunzelte er. Glücklicherweise ward diese Gegend ein wenig von Bäumen umgeben, sodass der Feind uns nicht aus der Ferne sehen konnte. “Hier kommt niemand und hier wird auch nie jemand den Weg passieren!”, antwortete die Soldatin Elysia in einem mit Absicht lautem Tone. Sie rannte aus der Baumwand und lief direkt in den Pfeilhagel mehrer Skellett Bogenschützen hinein. Ich reagierte schnell und umhüllte die Gefallene mit dem heiligen Schild der Macht, welches sie vor weiteren Angriffen schützen sollte. Der Magier blieb ebenfalls nicht untätig und feuerte auf den Anführer der Untotenschützen einige Feuerbälle. Barradin, der zuerst noch verdutzt Elysia anschaute, hatte schon seinen Hammer gegen den ersten Bogenschützen geschmettert.Elysia lag immer noch am Boden, die Wunden zuhaltend. “Priesterin, kümmert euch um die Verletzte und wagt es nicht die Schützen auf euch zu lenken!”, schrie der Magier und zauberte ein Dutzend Arkane Geschosse in die Gegnermenge. Ich tat was mir befohlen wurde und versuchte mich auf meine Heilzauber zu konzentrieren. Immer neue Truppen der Untoten erschienen auf dem Schalchtfeld und dem Magier ging allmälig das Mana aus. Der Paladin kämpfte stattdessen tapfer gegen die Gegnermassen und versuchte einem Großteil der Pfeile auszuweichen. Ich schaute dem Spektakel einige Zeit zu und fühlte mich ein wenig Hilflos. Plötzliche stoppte Barradin den nächsten Hieb und wiech dem Schwerthieb eines riesigem Skellettkrieger aus, der plötzlich aus der naheliegenden Baumwand herausstürmte. “Los lenkt den Kerl von mir ab!”, schrie Barradin und trat ein paar Schritte von den Gegnermassen zurück. Ich versuchte dem Ungetüm ein paar Schmetterzauber in seine Brust zu jagen. Sofort bemerkte ich, dass ich nun zum Angriffsziel wurde. Alle Bögen waren auf mich gerichtet; ich kam mir schutzloser vor als je zuvor. Wenn wir diesen Koloss nur zu Fall bringen könnten… Der namenlose Magier lenkte die Aufmerksamkeit des Skelletsäbelkämpfers mit einigen Elementarzaubern rasch von mir ab, sodass mir wieder Zeit blieb die letzten Wunden der Soldatin zu heilen, welche immer noch zu Boden lag. Barradin schlachtete derweil die letzten Untotenschützen mit Leichtigkeit ab. Als schließlich das letzte erbärmliche Knochengerüßt in Stücke zerfallen war verblieb nur noch der mit zwei gigantischen Langsäbeln ausgerüßtete Skellettkrieger. “Lasst uns die Soldatin tragen und flüchten! Vielleicht kommt noch ein weiterer Trupp! Ich denke das sollte uns keine Schwierigkeiten bereiten”, schrie Barradin mir und dem Magier entgegen.

Während sie beide die Gefallene aus dem Schlachtfeld wegtrugen, blieb ich alleine zurück. Der skelletierte Untote schien unseren Plan nicht zu begreifen und rannte ohne nachzudenken in meine Richtung. Dem ersten Hieb ausweichend erhob ich meinen Medikerstab und holte mit aller Kraft aus, um das Gerüßt aus stark riechenden Knochen zu Fall zu bringen. Das Glück war auf meiner Seite: Die Eisenspitze traf direkt in die Mitte der Brust. Erleichtert floh ich zügig in die Richtung zum Pass, welcher nach Dun Morogh führte…

Drittes Kapitel: Ankunft

Als wir den Pass passiert hatten, merkten wir, dass unser Kampf mit den Untoten bis in die Nacht verweilt hatte. Wolfsgeheul schallte aus den Bergen hervor und nach und nach kamen wir der riesigen Schneelandschaft immer näher. “Wir haben hier nicht viel verloren! Wir müssen zügig Dun Morogh durchqueren. Wer weiß, vielleicht plündern die Untoten schon Stormwind!”, antwortete Barradin und erhöhte sein Gehtempo um fast das Doppelte. “Wenn wir Menethil erreicht haben, sind wir fast in Darassus, um die Nachtelfen um Unterstützung bitten zu können!”

Der Marsch durch Dun Morogh weiste keine größeren Schwierigkeiten auf und der Nord-Tor Pass zu den Wetlands war zum greifen nahe. Jetzt gab es kein zurück mehr! In dieser Sumpflandschaft wimmelte es nur so von Orks! Elysia, welche die meißten Verletzungen überstanden hatte, sah es nun ein, dass es unklug war mitten in die Arme des Feindes zu laufen.

6.Dezember in der Morgenstunde: Die Sonne hatte sich nun endgültig verabschiedet. Der Vollmond schien im vollen Glanze und bildete ein Panorama der Wohlgesonnenheit. “Wie sollen wir nun vorgehen? Wenn uns nun ein Späher entdeckt sind wir verloren…”, fragte ich besorgt. “Nun…”, begann der Magier. “…ich kenne einen Weg der mitten durch das südwestliche Gebirge verläuft. Dort hausen aber stattdessen einige Rotdrachen, die sich dort ihre Brutnester erbaut haben” “Dieser Weg hört sich meiner Meinung nach vielversprechender an!”, antwortete Elysia im überzeugendem Tone. “Wenn niemand Einwände hat, dann soll es so sein!”, sagte Barradin und folgte dem Magier zu der Steinklippe, bei der sich rechts ein kleiner Steinweg bildete. Der steile Weg führte in ein kleines Tal weit ab vom Pass. Die mit scharlachroten Gräsern beschmückte Landschaft passte zu den fliegenden, feuerspeienden Geschöpfen. “Solange es nur ein einziger Drache ist, sollten wir keine Schwierigkeiten bekommen”, antwortete Barradi unbesorgt. “…hm…”, der Magier verstummte wieder… Es schien als wollte der Magier zu Wort kommen. Alle drehten sich zu ihm doch seine Kapuze bedeckte seinen Gesichtsauszug…

In der Mittagssonne erreichten wir ohne Sichtung eines Drachen das Ende der wüsten Gegend. Grüne Pflanzen ragten aus der Erde und in der Ferne sahen wir die ersten Sumpfpflanzen. “Nun ist es nicht mehr weit zum Hafen!”, antwortete der Magier. Plötzlich erhörte ich einen Pfiff aus der Ferne. Alle blieben stehen… Auf einmal packte der Magier seinen Stab und eilte zu einem der nahe liegenden Sümpfe. Wir folgten ihm, doch Barradin stoppte und schrie uns hinterher: “Haltet ein! Das ist eine Falle! Ich fragte mich schon die ganze Zeit woher dieser unbekömmliche Geruch herkommen mag!” “Zu spät, ihr Narren!”, keuchte der Magier und riss seine Kapuze vom Kopfe und wir alle sahen die schreckliche Untotenfratze. Elysia zog rasch ein Messer und schleuderte es dem Magier mitten ins Gesicht. Hinter dem gefallenen Verräter standen nun zahlreiche Untote mit scharfen Klingen, welche erst er- schrocken waren über den schnellen Tod ihres Kumpanen. Mit Kriegsgeschrei rannten sie uns entgegen… Was sollten wir tun? “Schade um die schönen Säbel..” Barradin zeigte ein Lächeln. “Die Hohepriesterin hatte befohlen, dass Menethil einige Truppen ausschicken soll, die uns zur Hilfe eilen sollen!” Wer klar sehen konnte wusste, dass diese Schlacht entschieden war… Vom Norden her erschien eine Truppe von Reitern Menethils. Barradin gab ihnen stolz das Zeichen zum Angriff.

Nach nur wenigen Minuten ward die Schlacht gewonnen. Keinem der Untoten wurde das Blutvergießen erspart… Die Ankunft im Menschenhafen Menethil Harbour war für uns Erleichterung und Hoffnungsschimmer zugleich. In der Stadt herrschte reges Treiben. Ein Schiff wurde hergerichtet, neue Waffen wurden geschmiedet und die Pferde gesattelt. Nun zeigte sich, ob die Allianz zwischen den Menschen und Nachtelfen noch immer bestand…

Viertes Kapitel: Hilferuf

7.Februar: Abreise gen Westen

Punkt Mitternacht verließen Barradin, Elysia und ich die Östlichen Königreiche. Wir hatten es tatsächlich bis nach Menethil geschafft. Doch was würde uns in Darnassus erwarten?

Nach einer langwierigen Fahrt auf hoher See kamen wir nun in den Nebelrand… “Es dauert nicht mehr lange und der Hafen von Auberdine liegt vor uns! Macht alles bereit! Nehmt nur das Wichtigste mit!”, kommandierte Barradin und erhob seinen Hammer voller Stolz. Als wir den Hafen erreicht hatten, gingen wir schleunigst auf den gegenüberliegenden Dock und nahmen schließlich, dass letzte Schiff, welches nach Darnassus führen sollte. Nun war es nicht mehr weit bis zum Zentrum der Nachtelfen. Eine Stunde mussten wir warten, bis vor uns die Riesigen Tempelgärten und Terassen zu sehen waren. Im raschem Schritte eilten wir zum Befehlshaber des Militärs. Barradin war der einzige gewesen, der sich in der riesigen Stadt auskennte. Es dauerte nicht lange und wir erreichten die Terasse der Krieger.

“Elun sei mit euch, Wanderer! Ihr kommt leider zu spät. In Auberdine wurde mir von eurer Ankunft erzählt”, antwortete hinter uns eine weibliche Stimme.

“Stormwind braucht eure Unterstützung! Die Stadt wird von Untoten..” “Wie schon erwähnt, ihr seid zu spät gekommen! Eine Diplomatin aus Darnassus, hatte mir vor eurer Ankunft berichtet, dass die Menschen Hilfe brauchen”

“Und werdet ihr den Menschen helfen?”, fragte ich mit leiser Stimme. “Die besten Jäger unsereins sind auf dem Weg nach Stormwind. Auch dort leben viele von uns Nachtelfen. Westfall wurde durch uns von den Untoten gesäubert, nur bis zum Elwyn Forest konnten wir uns noch nicht durchschlagen. Doch nun sind die besten Späher unterwegs, um den Menschen in Stormwind das Zeichen zum Angriff zu geben. Zusammen werden wir die Untoten vernichten!”

“Also war unsere lange Reise ohne Bedeutung?”, fragte Barradin, obwohl er die Antwort schon kennen wollte. “Nun, nicht ganz. Unser Angriff wäre fehlgeschlagen, hättet ihr nicht den Trupp von Spähern aufgehalten. Er war auf den Weg die Ländereien um Westfall auszuspähen. Hätten sie uns entdeckt wäre der ganze Plan aufgeflogen. Ihr habt nun euer Werk getan…und werdet trotzdem eine Weile hierbleiben müssen, da ihr sonst in die Hände der fliehenden Untoten laufen würdet”

Am 11.Februar erreichten Barradin, Elysia und ich den Elwyn Forest. Die Luft war ein wenig un- bekömmlich. An den Toren Stormwinds angekommen kam uns die Hohepriesterin entgegen. Verwunderlich war, dass sie sich normalerweise nie so weit von der Kathedrale entfernt hatte.

“Der Hilferuf kam rechtzeitig! Auch wenn euch die Menschen nicht kennen, wisst ihr selber, dass dies euer Werk war. Gehet nun, möge das Licht euren Weg erhellen…”

Mit diesen Worten, verließ uns die Priesterin. Barradin und Elysia verabschiedeten sich mit einer freundlichen Geste und begaben sich in Richtung Stormwind. Ich alleine blieb zurück…meinen Stab in der einen Hand…meine heiligen Schriften in der anderen… Der Weg nach Westfall war noch weit…doch nun hatte ich alle Zeit der Welt…