Die Gildenhysterie
Wer sich heute im Forum von WorldofWarcraft.de umschaut, mit
Freunden chattet oder sonstigen Onlineaktivitäten nachgeht, bei
denen mehrere Menschen vertreten sind, dem wird eine Sache ziemlich
schnell auffallen: Der Wunsch unzähliger Spieler, eine Gilde zu
gründen.
Dieses Anliegen ist nicht neu, denn der Gildenbegriff ist
viel älter, als der greiseste Besucher dieser Seite. Damit ist
offensichtlich, dass sich diese Gesellschaftsform als Ausdruck
einer gewissen Zusammengehörigkeit bewährt hat; tiefer möchte ich
nicht in die Vergangenheit eintauchen. Wer mehr über die Geschichte
der Gilden und ihre heutige Rolle bei MMORPGs erfahren will, sollte
sich
diesen
Artikel in unserer Artikelsektion durchlesen.
In
World of
Warcraft werden wir alle neue Formen der Gilden erleben, denn
ihre Unterschiedlichkeit und die Anpassung an die verschiedensten
Umstände ist Teil der Faszination, die von ihnen ausgeht.
Viele Besucher dieser Seite spielen mit dem Gedanken, selbst
eine Gilde zu führen. Sie sind hoch motiviert, waren vielleicht
schon Mitglieder in der einen oder anderen Vereinigung und sie
haben viele Ideen, die der Umsetzung harren. Aber ihre Erfahrungen
sind beschränkt und die feste Etablierung einer Gilde in einer
Umgebung, die konkurrierender nicht sein kann, wird für die
deutliche Mehrheit nicht zu realisieren sein.
Denn: Die Gründung und Führung einer Gilde über einen
nennenswerten Zeitraum ist in der Praxis ein schwieriges
Unterfangen.
Darauf werde ich heute hier eingehen. Denn ich möchte euch
zum Nachdenken anregen. Unnötige Enttäuschungen hoffe ich manchen
ersparen zu können. Die werden so oder so kommen, allerdings
vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie sie sich jetzt im hier
ansässigen Forum andeuten.









