Ehrliche Selbsteinschätzung

World of Warcraft wird erst in mehreren Monaten erscheinen und der Zeitpunkt ist ideal, sich über eine eigene Gilde Gedanken zu machen. Und dieses nachdenken ist heute wichtiger, als es das 1997 in meiner Situation war, als ich selbst eine Gilde gründete. Denn die Anzahl der Spielervereinigungen ist heute so hoch, dass die Gefahr des Versinkens in der Bedeutungslosigkeit allgegenwärtig ist.
Zunächst einmal muss sich der angehende Leiter einer Gilde fragen, wie er sich selbst in die Gilde einbringen will und ob er überhaupt geeignet ist, eine solch verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen.
Eine kleine Persönlichkeitsanalyse ist nötig und dazu können u.a. folgende Fragen dienen:

  • Wie kann ich mit Menschen umgehen?
  • Bin ich in der Lage, mich stilvoll auszudrücken und anderen Leuten zu vermitteln, was ich möchte?
  • Kann ich Menschen mitreißen, sie motivieren und von meinen Standpunkten überzeugen?
  • Habe ich die Fähigkeit, Kompetenzen abzutreten und eigene Fehler einzugestehen?
  • Kann ich Entscheidungen einer Mehrheit akzeptieren und meine eigenen Vorstellungen zurückstellen?
  • Habe ich konkrete Vorstellungen, was ich mit meiner Gilde erreichen will oder eifere ich einfach nur einem Bekannten nach, Motto: Was der kann, kann ich schon lange!?
  • Habe ich den nötigen Ehrgeiz, meine Gilde voranzutreiben und aus dem Einheitsbrei der 08/15 Gilden herauszuführen?
  • Habe ich dauerhaft(!) genügend Zeit, ein solches Projekt zu starten oder habe ich gerade mal 4 Wochen Urlaub und eine fixe Idee?

Wer hier bereits ins Grübeln kommt und das sollten nicht wenige sein, vorausgesetzt, die Fragen an sich selbst werden ehrlich beantwortet, der sollte sich nicht scheuen, sein Vorhaben aufzugeben. Jeder hat andere Stärken, vom nötigen Zeitaufwand einmal abgesehen, worauf ich später noch näher eingehen werde.

Wer dagegen von sich überzeugt und guten Glaubens ist, erfolgreich zu sein, der sollte seine Vorstellungen konkretisieren.