Ich möchte euch hier meine persönlichen
Erfahrungen mit meinem Warlock (Level 30) aufzeigen, wie dieser so
in der großen Welt von Azeroth zurecht kommt. Dieser Guide dient
als Orientierung, da der Warlock leider noch stark verbuggt und
gegimped ist und so eine zügige Spielweise wie bei den anderen
Klassen nicht möglich ist. Natürlich richtet sich dieser Guide
vorwiegend an Neueinsteiger, die mit einer neuen Klasse liebäugeln
und den Warlock in die nähere Auswahl miteinbezogen haben.
Der Warlock ist für all diejenigen Spieler geeignet, die nicht ganz alleine die lästige Arbeit, die in Azeroth so ansteht, erledigen möchten. Dem Hexenmeister ist es möglich unterschiedliche Diener, sogenannte Pets aus den Tiefen der Schattenwelt, heraufzubeschwören, die fortan treu auf seiner Seite kämpfen. Daher nimmt der Warlock selbst mehr eine unterstützende Funktion ein, die sich mit zahlreichen negativen Buffs und lediglich einen Direct Damage Spruch (Shadow Bolt / Schattenschlag) bestätigt. In der jetzigen Beta-Phase ist der Warlock jedenfalls noch nicht zu seiner vollen Stärke angelangt, aber nicht desto trotz eignet sich der Hexenmeister auch hervorragend zum Solo-Spielen, da er dank seines Pets stets “im Team” agieren kann. Da Warlocks wahrlich keine Nahkämpfer sind, ist es ihnen auch nur gestattet Stoffrüstungen, sowie einige wenige Waffengattungen anzulegen.
Geschichtliches:
Die Feuer der Unterwelt erheben sich gegen die Feinde der Hexenmeister. Sie halten die Schlüssel zum Wesen des Bösen in ihren Händen, das sie gegen alle wenden, die sich ihren hinterhältigen Plänen in den Weg stellen. Die chaotischen Kräfte dieser teuflischen Magier und die Macht über die Schreckgestalten ihrer dämonischen Meister erfüllen jeden Gegner mit lähmender Furcht.
Warlocks der Menschen
Seit das Königreich Dalaran von der Brennenden Legion zerstört wurde, gibt es eine große Anzahl von abtrünnigen Magiern oder Renegaten, die die Geheimnisse der Magie auf sich allein gestellt erforschen.
Durch ihren Machthunger getrieben, begaben sich einige zu tief in die Fänge dämonischer Kräfte. Sie strebten danach, ihr Wissen über die Grenzen dessen hinaus zu erweitern, was die meisten anderen Zauberer für sicher oder moralisch akzeptabel halten. Sie waren besessen von dem Wunsch, alles über die Welt der Magie und ihre dunklen Wunder zu erfahren.
Mit der Zeit verloren die Hexenmeister ihre Seelen an die Sucht nach den chaotischen Energien und wurden von einem unstillbaren Verlangen verzehrt. Sie gerieten in einen Sog schattenhafter Mächte, die außerhalb der Welt existieren.
Die Brennende Legion nährt sie nun mit ihren Kräften, wodurch sie die zerstörerischen Energien der Dämonen kanalisieren können. Die Kunst, die mächtigen Abgesandten ihrer dunklen Meister herbeizurufen, war seit langem in Vergessenheit geraten, doch die Hexenmeister haben dieses Geheimnis erneut gelüftet.
Warlocks der Orks
Lange Zeit standen die Orks unter dem verderblichen Einfluss dämonischer Mächte. Der Dämonenlord Kil”jaeden lehrte sie die Geheimnisse der Chaosmagie und die Clans brachten einige der mächtigsten Hexenmeister hervor, die die Zeitsphäre je gesehen hat. Sie beherrschten die Kräfte von Entropie und Zerstörung zwar niemals so gut wie die bösen Eredar , aber sie waren fest entschlossen, es darin zur Meisterschaft zu bringen.
Die Hexenmeister des Schattenrats lenkten alle wichtigen politischen Angelegenheiten der Horde. Nur wenige hatten ihre wahren Ziele erkannt und sich den irren Machtbestrebungen des Rates in den Weg gestellt.
Orgrim Doomhammer ließ jedoch nichts unversucht, um das geheime Treiben der Hexenmeister zu entlarven. Er ritt einen Überraschungsangriff auf ihre Zitadelle und ließ die Überlebenden als Verräter an der Horde öffentlich hinrichten – nur wenige entgingen dem schrecklichen Massaker.
Nach dem Tode von Nekros Skullcrusher, dem letzten großen Hexenmeister ihres Volkes, verfielen die Orks in eine lähmende Lethargie. Der Entzug jener vergänglichen Magie, die sie zu blutrünstigen Kriegern gemacht hatte, forderte seine Opfer.
Doch unter der Führung von Kriegshäuptling Thrall entdeckten die Orks ihre uralten schamanischen Traditionen wieder. Im Versuch, die Horde endgültig von der dämonischen Verderbnis zu befreien, verbot man den Einsatz von Chaosmagie und Nekromantie.
Aber nicht alle schlossen sich der “neuen Horde” an – die Hexenmeister lehnen die schamanischen Lehren ab und betrachten sich auch weiterhin als die einzig wahren Diener der Brennenden Legion.
Rassen- / Berufswahl:
Warlocks sind von jeder Fraktion genau von zwei Rassen wählbar, die da wären: Menschen und Gnome auf der Seite der Allianz und Ork und Untote auf der der Horde. Die Unterschiede zwischen diesen Rassen sind eher marginal und weisen nur kleine Veränderungen im Bereich Mana und Leben, sowie deren Regeneration auf. Somit richtet sich die Wahl der Rasse eher nach der Sympathie des jeweiligen Volkes anstatt deren einzigartigen Vorteils.
In der Berufswahl lassen sich schon eher konkrete Aussagen treffen. Da es dem Hexenmeister nur gestattet ist Stoffrüstungen zu tragen, ist der Beruf Tailoring (Schneiderei) fast schon im wahrsten Sinne des Wortes auf ihn maßgeschneidert. In Ergänzung dazu, bietet sich natürlich der Beruf Skinning (Kürschnerei) an. Die dadurch gewonnen Felle oder ähnliches lassen sich hervorragend mit dem Schneidern kombinieren um so gute Ergebnisse erzielen zu können. Aber natürlich lebt die Welt von World of Warcraft von ihrer Vielfalt und so ist es jedem Charakter freigestellt, wie er seinen Charakter formen und entwickeln möchte.
Waffen- / Ausrüstungswahl:
Wie bereits erwähnt ist die Ausrüstungspalette des Hexenmeisters eher spärlich ausgefallen, da er durch seine physischen Nachteil Einschränkungen in Kauf nehmen muss. So ist es ihm nur gestattet, sehr leichte Ausrüstung zu tragen, die aus Stoffen gemacht sind. Dadurch liegt es, wie bereits erwähnt, sehr nahe den Beruf Schneidern zu erlernen.
Seine Nahkampffähigkeiten können getrost vernachlässigt werden, aber für die ganz unverwüstlichen Hexenmeister unter euch ist der Gebrauch von Dolchen und später, wenn erlernt, sogar Schwertern möglich. Da aber der Warlock ein magiebegabtes Wesen ist, sind Stäbe definitiv die bessere Wahl. Man benutzt sie um schnelle Angriffe auszuführen, die keine “Aufladezeit” benötigen oder wenn schlicht Manamangel herrscht. Zusammenfassend ist der Hexenmeister für Itemliebhaber eher bedingt geeignet, da er sehr viele Gegenstände nicht benutzen kann. Was leider nicht möglich ist, ist sein Pet mit diverser Ausrüstung auszustatten, z.B. um die Attribute zu verbessern. Den einzigen Tipp, den man hier geben kann, ist vorwiegend nach Gegenständen Ausschau zu halten, die den Warlock in seinen Zaubersprüchen , Mana (Attribut: Intellect) und in der Manaregeneration (Attribut: Spirit) unterstützen.
Pets:
In der aktuellen Beta-Version stehen dem Warlock insgesamt drei Pets zur Verfügung, die sich in einigen Dingen unterscheiden, die ich nun hier genauer erläutern möchte. Egal wie oft ein Pet der gleichen Gattung das Zeitliche segnet, der Name wird stets derselbe sein. Dies ließ sich Blizzard einfallen um eine gewisse persönliche Bindung zu seinen Dienern aufzubauen. Anzumerken ist noch, dass man für die Beschwörung von Pets ab dem Voidwalker (Finsternisbestie) einen so genannten Soul Shard (Seelensplitter) benötigt. Dazu aber in einem anderen Punkt mehr.
Imp (Wichtel)
Der
Imp ist das
Einstiegs-Pet eines jeden Warlocks und durchaus als das “kleine
Helferlein” anzusehen. Man erhält das Pet schon recht früh im Spiel
und man kann mit ihm fortan im Team kämpfen. Es ist das einzige
Pet, welches man immer beschwören kann ohne einen Soul Shard zu
benötigen. Der Imp agiert stets aus der Ferne und unterstützt den
Hexenmeister mit Feuerbällen und mit einer Hand voll positiver
Buffs so gut er kann. Leider ist er nicht sehr lange ein
hilfreiches Teammitglied, da er mit der Zeit zu schwach wird und
noch nicht einmal die Möglichkeit verfügt, kritischen Schaden zu
verursachen. Aber der Warlock kann bereits mit dem Erreichen des
10. Levels den Imp durch ein wesentlich wirkungsvolleres Pet, dem
Voidwalker ersetzen.
Voidwalker (Finsternisbestie)
Mit dem
Voidwalker
steht dem Hexenmeister ein mächtiges Pet zur Verfügung, welches
sich weniger durch den Schaden, sondern durch seine enorme
Nehmerqualitäten auszeichnet. Mit dem Zauberspruch Torment / Pein
wird der Voidwalker seinem Ruf als Tank mehr als gerecht. Der
Spruch Torment lenkt die Aggro des Gegners auf nur das bestimmte
Ziel, in diesem Fall den Voidwalker, um so den Warlock zu schützen
(Anm.: gleiche Wirkung wie Taunt in Warcraft III). Dadurch ist es
dem Hexenmeister möglich ungehindert seine Zaubersprüche auf den
Gegner zu richten. Für den Voidwalker empfiehlt sich stets immer
eine Vorgehensweise. Fokussiert euren Feind und gebt eurem Pet den
Befehl zum Angriff und benutzt sogleich den Zauberspruch Torment
und lasst es einmal zuschlagen, bevor ihr eingreift. Das erhöht die
Chance, dass der Gegner euch für den ganzen Kampf außer Acht lässt
und sich nur auf euer Tank-Pet konzentriert. Die Kehrseite dieses
Pets ist allerdings sein äußerst geringer Schaden, der nahezu immer
im einstelligen oder im niedrigen zweistelligen Bereich liegt.
Zudem solltet ihr bei gleichleveligen oder gar stärkeren Gegnern
stets gegen einen kämpfen, da Torment lediglich nur auf einen
Gegner wirkt. Wie bereits im Punkt “Imp” erwähnt, wird der
Voidwalker für den Spieler ab Level 10 zur Verfügung gestellt.
Möglich machen dies so genannte Warlock-Trainer, die zudem den
Spieler und gar das Pet mit neuen oder verbesserten Zaubern gegen
einen geringen Obolus ausstatten. Jedoch muss man zunächst ein
Beschwörungsritual durchführen, welches nun bei jedem zukünftigen
Pet von Nöten sein wird. Man begibt sich dazu in einen so genannten
Summoning Circle, dessen Weg der Warlock-Trainer beschreibt und
ruft dort zum ersten mal euer Pet auf. Allerdings müsst ihr erst
selbst gegen das Pet kämpfen und bezwingen, bevor ihr endgültige
Kontrolle über es gewinnt.
Succubus (Sukkubus)
Die
Succubus
(verfügbar ab Level 20) gilt aktuell als das stärkste Pet in der
aktuellen Beta-Version und ist eine Nahkämpferin, der man in
höheren Levels (22+) diverse Zaubersprüche beibringen kann, die sie
fortan benutzen kann. So gesehen ist sie durchaus als eine
schlagkräftige Kampfmagierin anzusehen. Ihre wahre Stärke entfaltet
sie aber erst in einer Gruppe, da man hierfür keinen Tank braucht,
den normalerweise der Voidwalker darstellt. Alleine mit der
Succubus zu kämpfen ist nicht allzu empfehlenswert (zumindest in
den etwas niedrigeren Levels), da sie aufgrund ihrer relativ
wenigen Hitpoints nur bedingt als Tank zu betrachten ist. Zudem
fehlt ihr der Zauberspruch Taunt, wodurch es vorkommt, dass Gegner
von ihr ablassen und sich dem Warlock selbst widmen. Allerdings ist
der Weg, die Succubus zu bekommen mit einer schwierigen Quest
verbunden und ich empfehle jedem sich einen befreundeten Spieler
mit Level 30+ zu suchen um den Hexenmeister bei der Aufgabe
tatkräftig zur Seite zu stehen. Eines vorweg: Diese Quest
unterscheidet sich von der Rasse des jeweiligen Warlock-Spielers.
Ich selbst spiele einen Human Warlock und daher gilt folgendes nur
für Human Warlocks: Die Quest fordert den Spieler auf ins ferne
Kalimdor zu reisen um von dort in den Barrens, ein Ork-Territorium,
einen bestimmten NPC aufzusuchen. Da man sich hier im Feindesland
befindet, erfordert es äußerste Vorsicht und man sollte jedem
Konflikt aus dem Weg gehen. Jedoch endet die Quest nicht bei diesem
NPC, sondern der Hexenmeister wird von ihm aufgefordert tief nach
Ashenvale, im Norden Kalimdors, vorzudringen um dort einen
magischen Baum zu finden. Dieser Baum enthält magische Kräfte, mit
denen es möglich ist eine Succubus überhaupt zu kontrollieren.
Jedoch ist der gesamte Weg mit einer Vielzahl sehr starker Gegner
gespickt und man wird für jede Hilfe dankbar sein. Beim
Warlock-Trainer wieder angekommen läuft die Prozedur wie die beim
Voidwalker ab. Man begibt sich wieder in den Summoning Circle, um
dort die Succubus zu besiegen um anschließend vollständige
Kontrolle über sie zu erhalten. Man kann nur gespannt sein, was
sich Blizzard für die stärkeren Pets so alles ausdenken wird Felhunter (Teufelsjäger)
Der Felhunter (verfügbar ab Level 30) wurde bis jetzt lediglich von Blizzard selbst angekündigt. Da es jedoch in der Beta nicht verfügbar ist, gibt es kaum Informationen dazu. Es ist lediglich bekannt, dass er sehr magieresistent sein soll und damit gut gegen Magier einsetzbar ist.
Soul Shards (Seelensplitter):
Was wäre nur ein Warlock ohne seine wichtigen Soul Shards? Soul Shards sind Seelensplitter, die der Hexenmeister durch den Zauberspruch Drain Soul (Seele Entziehen) von jedem beliebigen Feind (Mob) erhalten kann.
Somit werden die Seelen in diesen Soul
Shard für immer gebannt. Dabei gilt zu beachten, dass man diese nur
von Gegnern erhält, die dem Charakter auch Erfahrung geben. Ein
Level 50 Warlock wird daher wohl kaum einen begehrten Splitter von
einer Level 1 Hauskatze erhalten Talente:
Leider noch nicht ins Spiel integriert!
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