Allgemeines:

Wenn ihr euch für einen Jäger entscheidet, dann werdet ihr eine Klasse bekommen, die keineswegs einfach zu spielen ist. Der Jäger ist meiner Meinung nach eine Klasse, die durch ihre vielen unterschiedlichen Eigenschaften besticht. Der Jäger ist genau wie der Druide eine sehr naturverbundene Klasse, wobei er allerdings weniger auf Zauber aus der Schule der Natur setzt sondern auf seine Verbundenheit zu den Tieren. Er besitzt als einziger Charakter die Fähigkeit Tiere zu zähmen und wird erst durch sein gezähmtes Pet zum richtigen Jäger. Desweiteren besitzt er sehr viele tierbezogene Fähigkeiten.

Während sein Pet hauptsächlich in den Nahkampf gehen sollte, ist der Jäger ein richtiger Fernkämpfer, er macht von dort aus den meisten Schaden und solltet ihr euch doch einmal in den Nahkampf begeben müssen, dann seht ihr selbst da nicht schlecht aus, wobei ihr allerdings nicht mit einem Schurken oder einem Krieger mithalten könnt. Der Jäger kann aus einer Vielzahl von Nahkampfwaffen wählen, anfangs nur Dolche und Äxte, mit Training stehen euch aber auch Zweihandschwerter, Wurfwaffen und vieles mehr zur Verfügung. Ihr solltet jedoch immer daran denken, dass der Jäger auf den Fernkampf aus ist, im Nahkampf hat er nur wenige Fertigkeiten mit denen er viel Schaden machen kann. Ein großer Nachteil ist auch, dass er nur Lederrüstungen tragen kann. Erst ab Level 40 könnt ihr euch mit schwereren Rüstungen schützen. Eine andere Spezialität ist das Fallstellen. Wenn ihr es mögt die Gegner in die von euch aufgestellten Fallen zu locken, dann ist der Jäger die richtige Klasse für euch.

Geschichtliches:

In den Weiten von Azeroth gibt es viele verschieden Arten von wilden Lebewesen. Zwischen Tieren und Jägern besteht dabei eine instinktive Verbindung, die ein einzigartiges Verständnis ermöglicht. Jäger sind daher in der Lage, ihren Willen jedem dieser Tiere aufzuzwingen und sie haben viele verschiedene Eigenschaften erlernt, sich ihre Begleiter zunutze zu machen. Darüberhinaus sind Jäger Meister im Umgang mit Bögen und Flinten. Ihr werdet niemanden finden, der sich im Umgang mit diesen Waffen mit dieser Klasse messen kann.

Rassenwahl:

Bei der Wahl der Rassen eures Jägers dürft ihr euch zwischen fünf sehr verschiedenen Rassen entscheiden. Auf der Seite der Allianz stehen euch die großgewachsenen Nachtelfen mit ihren Bögen zur Verfügung oder die gedrungenen Zwerge mit ihren Flinten. Der Bonus auf Geschicklichkeit der Nachtelfen oder der Bonus auf Stärke der Zwerge kann für euch der ausschlaggebende Grund für die Wahl der Rasse sein. Auf Seiten der Horde gibt es gleich drei Rassen zur Auswahl, die Orks, Trolle und die Tauren, die Tauren ziehen hier die Flinten vor und die Orks gehen mit den Bögen auf die Jagd. Hier bekommen die Trolle den Bonus auf Geschicklichkeit und die Tauren und Orks ziehen mit mehr Stärke in den Kampf.

Ihr solltet bei der Klassenwahl beachten, dass Jäger ihren Fernkampfschaden aus ihrer Geschicklichkeit ziehen, außerdem betrifft Geschicklichkeit zur Hälfte, in Verbindung mit Stärke, den Nahkampfschaden. Eine andere Sache, dir mir wichtig erscheint ist, dass ihr auch über einen etwas größeren Manapool verfügen solltet, um eure Fertigkeiten auch voll ausnutzen zu können.

Berufswahl:

Eine gute Wahl ist sicherlich der Kürschner in Verbindung mit der Lederverarbeitung. Ihr könnt euch so eure Rüstungen selbst anfertigen. Vor allem im späteren Spielgeschehen ist das sehr nützlich. Auch seid ihr dann in der Lage, eure Rüstungen selbst zu verstärken. Natürlich könnt ihr die Güter wie Leder, das ihr selbst nicht mehr braucht, gewinnbringend an andere Spieler verkaufen. Das Kürschnerei könnt ihr bequem nach dem Kampf ausführen, wenn ihr grade tierische Gegner bekämpft habt, die es Wert sind, ihre Haut für eure Zwecke zu lassen.

Ein beliebter Beruf ist auch immer wieder der Kräutersammler in Verbindung mit der Alchemie. Ihr könnt so eure Mana- und Heiltränke selber zubereiten und braucht sie nicht teuer bei Händlern oder Spielern erwerben. Außerdem stehen euch noch viele andere Tränke zur Verfügung, mit denen ihr zum Beispiel unter Wasser atmen könnt. Leider erfordert das Kräutersammeln mehr Zeit als zum Beispiel die Kürschnerei, ihr müsst euch oft in gefährliche Gebiete begeben um die nötigen Zutaten für eure Tränke zu sammeln.

Dann gibt es da noch den Koch, vielleicht denken viele, dass es für einen Jäger nicht unbedingt rentabel ist, in der Küche zu stehen. Aber um eure Pet bei Laune zu halten, benötigt ihr immer wieder Nahrung, sonst macht es im Kampf weniger Schaden und vielleicht verlässt es euch sogar nach einer gewissen Zeit. Als Koch könnt ihr diese Nahrung und natürlich auch eure eigene herstellen, was sehr hilfreich ist, denn Essen und Trinken ist nicht billig. Nach harten Kämpfen lohnt es sich wirklich etwas zu Essen dabeizuhaben. Um euch die nötigen Zutaten für eure Rezepte zu besorgen seid ihr mit dem Angeln und dem Kräutersammeln gut beraten.

Verzaubern ist auch eine nicht zu unterschätzende Art, sein Geld zu verdienen und sich selbst einige nützliche Attributsverstärkungen anzueignen. Ihr könnt wertvolle Gegenstände, die ihr findet, aber nicht benutzen könnt, entzaubern. So erhaltet ihr viele teure und seltene Reagenzien, die ihr dann wieder nutzen könnt, um eurer Rüstung und euren Waffen sehr starke zusätzliche Eigenschaften hinzuzufügen. Auch sind diese Reagenzien sehr begehrt bei anderen Spielern, also lässt sich damit auch gutes Geld verdienen.

Ausrüstungswahl:

Ein Satz vorweg: Ihr seid als Jäger sehr von eurer Ausrüstung abhängig. Mit falscher oder schlechter Ausrüstung werdet ihr selbst gegen schwache Gegner Probleme haben.

Ihr solltet immer darauf achten, dass ihr genug Pfeile für eure Bögen oder genug Kugeln für eure Flinte dabei habt, sonst seid ihr als Jäger ganz schnell aufgeschmissen. Dazu ist es wichtig, immer Nahrung für eurer Pet dabei zu haben. Ansonsten ist unbedingt auf hohe Rüstungswerte zu achten. Vor allem am Anfang kann man immer getrost Rüstungen mit den höchsten Rüstungswerten nehmen, da die Gegenstände oft keine oder nur geringe Attributsboni haben. Später solltet ihr immer darauf achten viele Boni auf Geschicklichkeit zu bekommen, aber auch Spirit, das für die Regeneration von Mana- und Lebenspunkten zuständig ist, ist nicht zu verachten. Der eine oder andere Punkt in Stärke kann euch im Nahkampf das Leben retten. Primär solltet ihr aber immer auf Geschicklichkeit setzen, da das euren Fernkampfschaden ausmacht und das eure Hauptfertigkeit ist. Ich würde auch einen geringeren Rüstungswert vorziehen, wenn ich dafür mehr Geschicklichkeitspunkte bekomme. Mit Level 40 seid ihr mit dem entsprechenden Training in der Lage auch Kettenrüstungen zu tragen aber bis dahin ist es ein langer Weg, deshalb vernachlässige ich dieses Thema hier erst mal.

Waffenwahl:

Der Jäger ist wie schon gesagt, der perfekte Fernkämpfer und sein Tier sollte die Nahkampfarbeit übernehmen. Deshalb ist es auch immer von Vorteil, ein nahkampfstarkes Pet zu zähmen. Natürlich ist ein guter Bogen oder eine gute Flinte Pflicht für den Jäger. Auch hier müsst ihr wieder auf die Boni achten. Eure Munition kann ebenfalls den Ausgang eines Kampfes beeinflussen. Ihr könnt mit einem kleinen Arsenal und eurem Pet im Nahkampf jeden Kampf gewinnen ohne überhaupt selbst in den Nahkampf gehen zu müssen.

Im Nahkampf kommen für euch am Anfang Dolche und Äxte in Frage, später könnt ihr noch den Umgang mit Schwertern, Zweihändern, Wurfwaffen und vielem mehr erlernen. Hier seid ihr euch selbst überlassen, was ihr denn gerne benutzt. Dolche haben einen relativ geringen Schaden, aber die Angriffe werden viel schneller hintereinander ausgeführt. Das heißt, dass ihr mit ihnen genauso viel Schaden machen könnt, wie mit Schwertern. Da Geschicklichkeit auch für die Anzahl der kritischen Treffen Vorraussetzung ist, macht ihr durch die höhere Chance auf kritische Treffer mit Dolchen vielleicht sogar mehr Schaden.

Mit Level 20 erhält der Jäger die Fähigkeit, zwei Waffen zu führen. Das solltet ihr in eure Charakterplanung unbedingt mit einbringen, denn ein Jäger mit zwei Dolchen und einer guten Rüstung ist ein nicht zu unterschätzender Nahkampfgegner. Natürlich solltet ihr euer Pet dabeihaben, denn selbst wenn ihr sehr gut ausgerüstet seid, kriegt ihr schnell Schwierigkeiten im Nahkampf aufgrund der mangelnden Kampffähigkeiten auf diesem Gebiet. Immer daran denken, ihr seid eine Fernkampfklasse.

Fertigkeiten:

Die Fertigkeiten des Jägers sind durch die verschiedenen Gebiete festgelegt: Fernkampf; Outdoormanship (mir fällt immernoch keine ordentliche Übersetzung ein) darunter fallen die Nahkampffähigkeiten des Jägers und seine Fallen; Tierbeherrschung, in diese Sektion fallen alle Fertigkeiten, die mit deinem oder anderen Tieren zu tun haben, außerdem sind die Aspekte Teil dieses Gebietes. Eigene Gruppen sind die Fähigkeiten Kettenrüstungen zu tragen und das zähmen eines Tieres, diese werde ich nicht noch mal aufgreifen.

Fernkampf:

Der Jäger verfügt über eine Vielzahl von Fernkampffertigkeiten, da dies sein Hauptgebiet neben dem des Pets ist solltet ihr viele dieser Fertigkeiten zu beherrschen wissen. Ihr habt sehr viele Möglichkeiten den Gegner unter Beschuss zu nehmen, wählt eure Fertigkeiten immer der Situation angepasst aus, es gibt beim Jäger kaum eine Routine wie beim Magier. Ihr könnt den Gegnern mit Schaden über Zeit, wie bei der Fertigkeit Serpent Sting (ab Level 4) erhaltet zusätzlichen Schaden zufügen, vielleicht wollt ihr euren Feinden aber eher mit geballtem Schadenverstärkungen den Gar aus machen, wie mit dem Arcane Shot (ab Level 6 beim Trainer verfügbar). Dazu gibt es noch diverse andere Fähigkeiten, die euch im Fernkampf unterstützen, vielleicht probiert ihr ja mal den Concussive Shot (ab Level 8 ausführbar) aus, den ihr einsetzen solltet, sobald der Gegner auf euch zukommt und von eurem Pet ablässt. Er verlangsamt ihn nämlich um die Hälfte seiner normalen Bewegungsgeschwindigkeit und ihr könnt in Ruhe noch ein paar Pfeile auf die Sehne legen, bevor er euch erreicht.

Outdoormanship:

Das ist das Gebiet, was für euch wahrscheinlich weniger wichtig sein wird aber dennoch euch wenigstens einige Möglichkeiten bietet den Gegner im Nahkampf stand zu halten. Ihr könnt darüber hinaus dem Gegner mit Fallen Schaden zufügen bevor er euch erreicht. Vor allem interessant wenn ihr Gegner für eure Gruppe pullt. Ihr könnt jedoch nur eine Falle auf einmal stellen und auch nur solange ihr euch außerhalb eines Kampfes befinden. Deshalb denkt daran die Fallen vor dem Kampf aufzustellen und den Gegnern zum Beispiel mit der Frost Trap (ab Level 28), die alle Gegner im Wirkungsbereich schon zuzusetzen, bevor sie zu euch in den Nahkampf kommen. Sollten sie es dennoch schaffen, zu euch durchzukommen, könnt ihr euch mit Raptor Strike (von Anfang an verfügbar), der euren Schaden verstärkt eurer Haut wehren. Sollte der Kampf für euch auch einmal aussichtslos erscheinen, könnt ihr mit Hilfe von Wing Clip (ab Level 12), der den Gegner verlangsamt oder Disengage (bekommt ihr mit Level 20), der den Kampf beendet, flüchten.

Tierbeherrschung:

Das interessanteste Kapitel des Jägers. Hier findet ihr alle Fertigkeiten, die mit Tieren zu tun haben und auch eurer eigenes gezähmtes Pet betreffen. Ihr könnt euer Tier mit Mend Pet heilen, es mit Revive Pet wiederbeleben, es mit Feed Pet füttern und ihm seine neue Fertigkeiten beibringen.

Ihr könnt sogar euer eigenes Pet steuern – so lassen sich Regionen gefahrlos auskundschaften. Fremde Tiere könnt ihr mit Scare Beast zum Beispiel vertreiben. Außerdem gibt es die Aspekte des Jägers, diese verleihen ihm spezielle Tierfähigkeiten. Vielleicht wollt ihr ja mit Aspect of the Monkey (gleich ab Level 4) die Chance des Ausweichens erhöhen und in den Nahkampf gehen oder mit dem Aspect of the Hawk (ab Level 10 sehr nützlich) euren Fernkampfschaden erhöhen. Wenn es um eurer Pet und eure tierischen Fähigkeiten geht, seid ihr auch nicht aufgeschmissen. Um Räume oder andere schwer einzusehende Gebiete zu erkunden benutzt ihr am besten Eagle Eye, damit könnt ihr die Umgebung aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Eine Fertigkeit die eigentlich eher Spaß macht als nützlich ist, ist die Fähigkeit die Kontrolle über euere Pet zu übernehmen und mit ihm durch die Gegend zu ziehen: Eyes of the Beast. Vergesst jedoch nicht, dass ihr bei Eagle Eye und Eyes of the Beast (übrigens beides ab Level 10 beim Trainer zu finden) die ganze Zeit angreifbar und ungeschützt seid.

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