Mit dem Update auf Version 1.8 steht in nächster Zeit wieder ein größerer Schritt in der Entwicklung von World of Warcraft bevor. Da es auch diesmal einige Neuerungen gibt, hat Blizzard den Content-Patch wieder auf die öffentlichen Testrealms aufgespielt und der Spielerschafft so die Möglichkeit gegeben, die neuen Features auszuprobieren. Auch wir waren für euch unterwegs.

Die Situation auf den Testrealms
Wer sich in den vergangenen Tagen im entsprechenden offiziellen Forum umgesehen oder selbst auf dem PvP-Testrealm (zu welchem der Transfer der Level-60-Charaktere möglich war) gespielt hat, dürfte festgestellt haben, dass der eigentliche Gedanke, die Idee, die hinter dem öffentlichen Testserver steckt, leider verloren gegangen zu sein scheint. Dauerbesetzug der neutralen Burg Cenarius, sinnloses Töten von Quest-NSCs, gezieltes Stören beim Questen – alles in allem war vernünftiges Testen der Features, sei es auch nur um des einfachen Ausprobierens Willen, auf dem PvP-Testrealm ohne viel Überwindung und Geduld kaum möglich. Auf dem PvE-Server war nur das Spielen mit neu erstellten Charakteren möglich, ein Nachbessern von Seiten Blizzards wäre wünschenswert.

Der Druide und die Moonkin-Form

Der Gestaltwandel war schon von Anfang an eines der interessantesten Features des Druiden, und wohl auch eines der am kontroversesten diskutierten, hält ein Teil der Spielerschar die Möglichkeit des Gestaltwandels für genial, während Andere ihn als sinn- und nutzlos betrachten. Mit Patch 1.8 wird dem Druiden nun, neben einigen anderen weiterreichenden Änderungen, die Moonkin-Form hinzugefügt. Manch einer mag bei dem Namen und Anblick stutzen und in seinen Erinnerungen graben und liegt damit auch richtig – die Moonkins und einige ihrer Artverwandten finden sich bereits als Kreaturen in WoW. Die Moonkin-Form lässt sich jedoch nicht einfach mit den sonstigen Gestaltwandelformen vergleichen, ist sie doch zum einen nicht in der Sparte “Wilder Kampf” eingeordnet, sondern das finale Talent des “Gleichgewicht”-Talentbaumes, bietet sie darüber hinaus keine neuen Fertigkeiten, außer der Moonkin-Aura, welche die Chance auf kritische Treffer für die Gruppe erhöht., sondern macht den Druiden eigentlich nur körperlich robuster, während er noch einen Teil seiner regulären Zauber behält. Eines der Probleme offenbart sich auch direkt an dieser Stelle: Der Druide verbraucht in der Mookin-Form immer noch Mana, ist aber aufgrund seiner Verwandlung nicht fähig Getränke zu sich zu nehmen und so die Regenerationsrate zu erhöhen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist die Moonkin-Form derzeit bei vielen Spielern nicht sonderlich hoch angesehen, es bleibt jedoch abzuwarten, ob sie unter den Druiden, vielleicht nach einigen Änderungen, doch noch Akzeptanz findet. Eines lässt sich aber definitiv über sie sagen: Knuffig ist sie, nicht zuletzt, weil Blizzard ihr einen Extratanz spendiert hat. 😉

Die vier Drachen

Raidbosse sind für die meisten Spieler , natürlich insbesondere für jene, die das Maximallevel erreich haben, immer wieder aufs Neue eine interessante Neuerung, bieten sie doch neben der Chance, wertvolle Gegenstände zu erlangen auch die Herausforderung, gegen einen neuen Typ Gegner zu kämpfen und dafür besondere Taktiken nutzen zu müssen. Naban den großen Bossen wie Onyxia, Ragnaros und Nefarian, die sich in ihren höhlen aufhalten und dort den Spielern auflauern, gibt es auch die so genannten Outdoor-Raidbosse. Vor einiger Zeit wurden von diesen bereits Azugeros und Lord Kazzak ins Spiel eingefügt. Nun, mit Patch 1.8, kommen weitere vier hinzu, nämlich die Drachen Emeriss, Taerer, Ysondre und Lethon. Diese stammen ursprünglich aus dem Smaragdgrünen Traum, wurden jedoch von einem Dunkel, das sich dort eingeschlichen hat, korrumpiert und sind in die Welt Azeroth eingedrungen um Chaos und Angst zu stiften. Mit ihren neuen, besonderen Fertigkeiten sind sie verständlicherweise eine neue Herausforderung für High-Level-Spieler und nur selten ist es bisher gelungen sie zu besiegen. Eine solche Tat bringt zusätzlich zum direkten Beutegewinn für Drachenschuppenlederverarbeiter einen Vorteil, denn eine neues Rezept dieses Fachgebietes erfordert die Vernichtung der Drachen. Wer sich zukünftig den Drachen stellen will, findet sie in Duskwood, Feralas, dem Hinterland und Ashenvale.

Silithus

Eines der wohl spannendsten Kapitel des neuen Patches ist die Neugestaltung von Silithus. Diese Region behält zwar weiterhin natürlich ihren grundsätzlichen Landschaftsstil, jedoch wurde sie wesentlich spielbarer gemacht, sprich, mit Inhalten gefüllt. Grundsätzlich finden sich in Silithus zwei Haupt-Typen von Feinden – der Twilight-Hammer Kult, den man schon aus einigen anderen Regionen, unter anderem der Instanz Blackfathomtiefen in Ashenvale, kennt, zum anderen die Silithiden, die sich mit ihren Schwarmbauten auch in Tanaris finden und über die sich nach und nach durch die Quests mehr herausfinden lässt – und die den Spielern gegenüber freundlich-neutrale Fraktion des Zirkels des Cenarius, ebenfalls aus anderen Gebieten bekannt. natürlich gibt es auch massig Wildtiere, die über die Ebenen der Region wandern und bei einigen Quests interessant sind.

Der Zirkel des Cenarius

Der Zirkel hat sein Hauptlager, in das Flugrouten aus Gadgetzan für Horde und Allianz führen, seit Patch 1.8 mit der Burg Cenarius zentral in Silithus gelegen, wo sich Händler, Questgeber und natürlich ein Gasthaus finden. Von hier aus werden die Spieler ausgesandt um für den Zirkel auf verschiedene Missionen zu gehen, im Kampf gegen den Twilight-Hammer Kult oder in der Erforschung der Silithiden-Bauten, über die auch die Weisen der Cenarius-Anhänger noch nicht viel zu wissen scheinen. Durch die recht zentrale Lage der Burg können die meisten Punkte in Silithus von hier aus schnell erreicht werden, auch wenn es etwas länger dauert, in den südlichen Teil zu kommen, da die Burg sich doch recht weit im Norden befindet. Neben der Burg findet sich auch noch ein weiterer, kleiner Stützpunkt des Zirkels, die Heldenwacht, im Nordosten der Region. Dies war früher der Flugpunkt für Silithus und der Legende nach ist sie zudem die letzte Ruhestätte der Gefallenen eines Krieges zwischen Nachtelfen und den Mächten von Silithus vor langer Zeit. Für die Spieler ist der Posten mittlerweile recht uninteressant, nur wenige NSCs befinden sich dort, unter anderem ein Lederverarbeitungslieferant, bei dem sich auch ein Rezept erwerben lässt. Ein weiteres Lager, das den Spielern beider Fraktionen gegenüber freundlich gegenüber eingestellt ist, ist das Lager der berühmten zwergischen Entdeckers Bronzebeard, der eine Exedition in die Silithiden-Bauten gewagt hat. Hierher führt auch eine Questreihe aus der Burg Silithus, die den Spieler tief in die Geheimnisse der Silithiden führt. Im Lager selbst feinden sich jedoch nur noch zwei NSCs und ein Affe.

Die Silithiden

Um das Volk der Silithiden, insektenartigen Wesen, die sich mit ihren seltsamen Schwarmbauten unter anderem in Tanaris und natürlich Silithus, nach dem die Insekten benannt sind, angesiedelt haben, ranken sich viele Mythen und nicht wenige betreffen das legendäre Ahn’Qiraj, das sich hinter dem Skarabäuswall im äußersten Süden der Region befindet. In Silithus gibt es drei Nester der aggressiven Silithiden, die zu drei unterschiedlichen Schwärmen gehören: Im Norden, direkt bei der Burg Cenarius befindet sich der Bau des Ashischwarms, im Südosten der des Regalschwarmes und im Südwesten der des Zoraschwarmes. Alle Bauten ähneln sich äußerlich und werden von Elite-Silithiden bewacht, die sich von Schwarm zu Schwarm unterscheiden. Um dem Geheimnis der seltsamen Insekten auf die Spur zu kommen, muss sich der Spieler in jeden der Schwarmbauten vorwagen und bestimmte Dinge daraus bergen. Wer genau die wahren Herren hinter den Silthiden sind und welche Absichten sie

verfolgen, ist noch teils ungewiss, doch haben sicherlich der Raidboss Roman’Khan, den die Spieler durch ein Event herbeirufen können, und die Prophezeiung von C’Thun, die vom alten Kampf um Silithus, dem Volk der Qiraji, ihrem dunklen Herrscher, dem mutigen Nachtelfen Staghelm, der Brut des Bronzedrachen Nozdormu, Wächter über die Zeit und vielem mehr berichtet, welche zugleich viele Fragen zu beantworten und neue aufzuwerfen scheint, sehr viel damit zu tun. Was mit Ahn’Qiraj, der Schlachtzug-Instanz hinter dem Skarabäuswall, auf die Spielerschar zukommt, wird, wenn wir den Hinweisen glauben schenken dürfen, auf jeden Fall sehr interessant werden, sowohl, was die Geschichte, als auch, was die Spielinhalte angeht. Es tut sich einiges, soviel ist sicher!

Der Twilight-Hammer Kult

Dass die Twilight-Hammer Fanatiker eine Bedrohung darstellen und Feinde sämtlicher Völker Azeroths sind, dürfte jedem, der bereits mit ihnen in Konflikt geraten ist, klar sein. Vor einiger Zeit haben sie sich auch in Silithus niedergelassen und dort ihre Lager aufgeschlagen. Was genau ihre Absichten sind, weiß niemand, gewiss ist jedoch, dass sie nichts Gutes im Schilde führen und scheinbar etwas Mächtiges beschwören wollen. Hierfür finden sich unter anderem die so genannten Windsteine in ihren Lagern, mit denen sie verschiedene Diener ihre Herren herbeirufen können. Ob die Ziele der Twilight-Hammer etwas mit den Silithiden und Ahn’

Qiraj zu tun haben, ist ungewiss, jedoch mehr als wahrscheinlich. Die Lager der Twilight finden sich im äußersten Südwesten, westlich der Burg sowie nördlich von ihr, an Staghelms Stätte, wo ein seltsamer Nachtelfenwächter einige prophetische und geheimnisvolle Worte von sich gibt, in denen auch die Drachen aus dem Smaragdgrünen Traum nicht unerwähnt bleiben. Die Quests, welche den Twilight-Hammer an sich betreffen, sind mehr oder weniger Standard-Aufgaben, die etwa das sammeln bestimmter Items erfordern oder das Vernichten bestimmter Gegner. Wie es mit der Geschichte der Twilight in Silithus weitergeht, darüber lässt uns Blizzard, genau wie bei den Qiraji weitestgehend im Dunkeln, jedoch wird dazu wohl noch einiges folgen.

Wie auch immer es mit der ereignisreichen Geschichte von Silithus, den seltsamen Vorgängen im Smaragdgrünen Traum und allen anderen Ereignissen in Azeroth weitergeht, dieser Patch sorgt sicherlich für Spannung!