Lautlos schlich ich durch das schattige Dickicht des Dschungels von Feralas, jeder vorsichtige Schritt ein Stückchen näher an den Mauern, deren ehemals makelloser Marmor mir nun immer stärker durchs Geäst entgegenschien. Ich hielt mich bedeckt, immer darauf bedacht, mich nicht mit den Hörnern und Fängen meiner Katzengestalt im Gestrüpp zu verheddern und durch unnötigen Lärm die Aufmerksamkeit der Kreaturen auf mich zu ziehen, deren ranzigen Schweißgeruch meine Nüstern schon vor geraumer Zeit aufgefangen hatten. Dort lagerten, ihre blässlich-bläuliche Haut in krassem Kontrast zum Hintergrund des sie umgebenden Dschungels, die Oger des Gordok Klans.

Der Weise hatte mich entsandt um in Erfahrung zu bringen, was seit kurzem in Eldre’Thalas vor sich ging, dem sagenumwobenen Hort (oder, wie viele sagen, dem Grabmal) arkaner Geheimnisse der Nachtelfen. Der Wald erobert früher oder später alles zurück, was die jungen Völker ihm in ihrem törichten Übermut abtrotzen. Die verfallenen, rankenüberzogenen Mauern vor meinen Augen waren ein stilles Zeugnis der Vergänglichkeit all dessen, was von sterblichen Händen erbaut wurde. Ich sah, dass einige Teile der Bauwerke trotzdem noch nicht vor dem sie langsam erdrückenden Bewuchs gefallen waren. Die elfischen Erbauer der Anlage mussten überragende Fähigkeiten besessen haben. Es war offensichtlich, dass sehr große Anstrengungen unternommen worden waren, die an diesem Ort schlummernden Geheimnisse vor Eindringlingen zu schützen – oder die Außenwelt vor dem, was jenseits der Wehranlagen und verzweigten Gänge gelauert hatte, und vielleicht noch immer lauerte? Vorsichtig pirschte ich mich an den Rand des alten Eldre’Thalas heran, wobei ich die Gordoks immer im Auge behielt, die sich in den Ruinen niedergelassen hatten. Mir hallten immer noch die Worte des Weisen im Ohr, unheilvolle Erzählungen von geisterhaften Hochgeboren, deren Seelen durch ihre eigene Torheit dazu verdammt waren, auf Ewigkeit den Ort ihrer Verbrechen und ihres Verrats heimzusuchen. Sicherlich wäre es eine ehrenvolle Aufgabe, die lange verschollenen Schätze aus dem Düsterbruch ans Licht zu bringen – eine Aufgabe, die eines wahren Helden würdig wäre.

Diese und andere Gedanken gingen mir durch den Kopf, während ich nach getaner Arbeit zurück zu meinen Gefährten schlich, um ihnen von meinen Erkundungen zu berichten und gemeinsam unseren Angriff auf den Düsterbruch vorzubereiten. Hätte ich damals gewusst, welche Schrecken in den modrigen Gewölben dieser verfluchten Stätte bereits auf uns lauerten, meine Gefühle wären sicherlich nicht Vorfreude auf den kommenden Kampf und die verheißungsvollen Schätze gewesen…

In dieser uralten Stadt, die von einer geheimen Sekte der Gefolgsleute von Königin Azshara erbaut wurde, konnten die Arkanologen die geheimen Experimente der Königin ungestört und vollkommen abgeschieden von der Außenwelt durchführen. Seit der Zerstörung des Brunnens der Ewigkeit vor fast zehtausend Jahren sind die drei Flügel des Düsterbruchs von geisterhaften Hochgeborenen, Dämonen, und Ogern überrannt worden. Nur die tapfersten Helden sollten sich in dieses Dungeon wagen und sich dem uralten Bösen entgegenstellen, dass hinter den schützenden Mauern bis heute überdauert hat.

Besonderheiten

Wir planen, dem Düsterbruch mit dem nächsten Patch die folgenden Features hinzuzufügen:

  • Der Düsterbruch besteht aus drei verschiedenen Flügeln, deren Schwierigkeitsgrad auf Charaktere zwischen Stufe 56 und 60 angepasst ist.
  • Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Spieler die Quests im Düsterbruch vollenden können, und die Entscheidungen, die eine Gruppe in diesem Dungeon trifft, werden sich direkt auf die Belohnung auswirken, die die Charaktere erhalten.
  • In jüngster Zeit hat es Gerüchte gegeben, dass im inneren des Düsterbruchs eine uralte Arena existiert, wo die Hochgeborenen zu ihrem Vergnügen Gefangene gegen einzigartige Kreaturen kämpfen ließen.
  • Die Bewohner des Düsterbruchs halten viele seltene und epische Waffen und Rüstungsteile sowie Anleitungen für Berufe in ihrem Besitz, die noch nie in Azeroth zu sehen waren.