Update vom 13.07.2006: PvP in der Spielwelt und realmübergreifende Schlachtfelder (Patch 1.12)

Die Schlachtfelder sind ein besonderes Feature, dessen Zweck es ist, den Spielern ein wesentlich tieferes PvP-Erlebnis zu bieten, als man es findet, wenn man einfach nur ab und zu in der sonstigen Spielwelt gegen andere Spieler kämpft. Diese instanzierten Gebieten, die auf speziellen Servern laufen, sollen den Spielern erlauben, direkt und konzentriert in den Kampf zwischen den beiden Fraktionen einzugreifen. Hierfür sind sie speziell designt und bieten besondere PvP-Quests und ähnliches an.

Verschiedene Möglichkeiten zum Sieg

Grundsätzlich gibt es verschiedene Schlachtfelder, solche, auf denen es zu großen Massenschlachten mit 40 Mann oder gar mehr kommen soll und solche, auf denen nur kleinere Gruppen aufeinander treffen, wodurch ein ganz anderes taktisches Vorgehen erforderlich ist. Und wie sich die Schlachtfelder unterscheiden, so unterscheiden sich auch die Ziele. Bisher sind zwei Möglichkeiten für Siegbedingungen bekannt. Genauere Infos zu den Besonderheiten der jeweiligen Art bekommt ihr auf den Unterseiten.

1. Eroberungsschlachtfelder (Alterac Tal) Es ist einfach das Ziel, den gegnerischen General, der sich in der Hauptbasis aufhält, zu töten und eben jene dem Erdboden gleichzumachen. Hierfür gibt es natürlich verschiedene Möglichkeiten. Man kann versuchen, einfach Vorposten für Vorposten zu überrennen und sich mit Gewalt den Weg zum Anführer bahnen, jedoch kann man auch versuchen, taktische Finessen zu nutzen und etwa Gefechten zum Teil aus dem Weg gehen. Hat man den General der Gegenseite getötet, so zerfällt die Basis der Feinde Stück für Stück und man erhält nach und nach die Kontrolle über sie. Wenn man auf diese Weise die Kontrolle über das gesamte Schlachtfeld bekommen hat, werden der eigenen Seite eine Menge Ehrenpunkte gutgeschrieben. Dementsprechend schwer ist es natürlich auch, den General zu töten, der selbst stark ist und ziemlich gut bewacht wird. Nachdem man das gesamte Schlachtfeld eingenommen hat, verfügen die Gegner für mehrere Stunden nicht über NPCs, was eine Rückeroberung sehr schwer macht. Jedoch beginnt die Basis sich kurz nach ihrer Zerstörung nach und nach wieder aufzubauen und einige Stunden später haben beide Seiten wieder funktionstüchtige Hauptstützpunkte. Die kontrollierten Türme und Friedhöfe bleiben aber in der Hand der Gewinner.

2. Flaggenklauschlachtfelder (Warsong Schlucht) Diese Möglichkeit wird wohl eher bei kleinen Schlachtfeldern eingesetzt. Diese haben im Gegensatz zu den anderen Schlachtfeldern keine Generäle, sondern es befindet sich je eine Flagge in jeder Basis. Diese gilt es zu stehlen. Mit taktischem Vorgehen kann man sich immer weiter vortasten, bis man schliesslich zu der Feindflagge kommt. Diese muss nun ein Spieler aufnehmen und heil zurück in die eigene Basis bringen um Punkte zu erhalten. Für jedes Mal, das man die Fahne in die Heimbasis bringt, erhält man einen Punkt und mit drei Punkten hat man die Schlacht gewonnen. Der Flaggenträger hat eine Besonderheit, die es ihm schwerer macht, die Fahne nach Hause zu bringen: Er darf kein Reittier benutzen. Somit sind die Verteidiger, die ihre Flagge natürlich zurückholen wollen ihm gegenüber im Vorteil, weshalb sein Team ihn immer begleiten und schützen sollte. Auf diesen Schlachtfeldern gibt es außerdem keine großen Vorposten, sondern nur kleine Hütten, in denen sich die Spieler Gegenstände holen können, die temporäre Boni bringen. Außerdem sind natürlich aufgrund der geringeren Spielerzahl weniger NPCs vorhanden.

3.

Ressourcen-Schlachtfelder (Arathi Becken) (Guide folgt in Kürze!) Bei dieser Art Schlachtfeld geht es darum, verschiedene Gebäude, die in dem Gebiet verteilt sind, einzunehmen und so Punkte für das eigene Team zu bekommen. Das Einnehmen der Gebäude funktioniert wie mit den Friedhöfen bei den Eroberungsschlachtfeldern: Einfach eine Fahne benutzen und nach einiger Zeit geht das Gebäude, wenn alles glatt läuft, an die eigene Fraktion über. Der Kniff bei diesem Schlachtfeldtyp ist, stets die ganze Karte im Blick zu haben , damit sich nicht das ganze Team an einem Gebäude aufhält, während der Gegner schon ein anderes einnimmt. Ein Match auf einem Ressourcen-Schlachtfeld ist gewonnen, wenn ein Team eine bestimmte Punktzahl erreicht hat. Es kommt auf Geschwindigkeit und Koordination an.

Das Betreten

Um einer Schlachtfeld beizutreten muss man zunächst ein Portal betreten (die Portale für Allianz und Horde befinden sich an verschiedenen Stellen in der normalen Spielwelt), das dem einer Dungeon-Instanz ähnelt, allerdings rot ist, wodurch keine Missverständnisse aufkommen sollten. Sobald man einen Fuss in das Portal gesetzt hat, öffnet sich ein spezielles Menü, in dem man auswählen kann, welcher Schlachtfeld-Instanz man beitreten will. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten für jedes Schlachtfeld, allerdings unterscheiden sich die Inatanzen grundsätzlich nicht, außer natürlich, die Spieler schaffen nehmen Posten der gegnerischen Fraktion ein oder ähnliches und ändern so die kleine Spielwelt. Wer also zum Beispiel mit seinen Freunden oder Gildenkameraden in die gleiche Instanz will, kann sie auswählen, kommt dann allerdings möglicherweise in eine Warteschleife, wenn die Instanz mit ihrer maximalen Spielerzahl für die eigene Fraktion ausgelastet ist. Wer keinen besonderen Wert darauf legt, in eine bestimmte Schlachtfeld-Instanz zu kommen, kann sich auch in die erste verfügbare teleportieren lassen. Hat man dies ausgewählt, so geht es auch schon los.

Tod auf Schlachtfeldern

Da die Schlachtfelder ja spezielle Kampfzonen sind, sterben auf ihnen verständlicherweise auch immer wieder Spielercharaktere. Dies geht jedoch nicht so von statten, wie in der normalen Spielwelt, sondern der getötete Spieler ist von einem der Gegnerfraktion “benutzbar”. Dieses “Benutzen” ist das Entfernen einer bestimmten Insignie. Entfernt man eine solche Insignie auf, so hat das zur Folge, dass der Spieler, von dem sie stammt, sich nicht an seiner Leiche wiederbeleben kann, sondern dies am nächsten Friedhof tun muss.

Die dort stattfindende Wiederbelebung läuft ein wenig anders ab als außerhalb der Schlachtfelder. Zunächst einmal kann man nicht selbst wählen, wann man sich wiederbeleben lässt, sondern muss warten bis der Geisterheiler (ein Wesen aus Fleisch und Blut, da er immer fraktionsbezogen ist) einen Wiederbelebungszauber auf ein ganzes Gebiet wirkt. Zudem fallen die Wiederauferstehungskrankheit und der Haltbarkeitsverlust von Gegenständen weg, die normalerweise auftreten, wenn man sich an einem Friedhof wiederbeleben lässt. Der Grund hierfür liegt nahe: Auf einem Schlachtfeld stirbt man einfach deutlich häufiger, als im Kampf in der restlichen Welt und muss sich daher auch öfter wiederbeleben. Man startet zwar mit halbem Leben und halbem Mana, kann jedoch so schon recht schnell wieder ins Kampfgeschehen eingreifen.

Statistiken

Da auf den Schlachtfeldern schon mal große Spielermaßen unterwegs sind, kann es leicht passieren, dass man ein wenig den Überblick darüber verliert. Um das zu verhindern wurden Statistiken eingebaut, die man abrufen kann, indem man ein kleines Icon bei der Minimap anklickt. Nun poppt eine Liste auf, in der sämtliche Spieler, die gerade auf dem Schlachtfeld sind, aufgelistet sind. Die Liste enthält außerdem Informationen über die Anzahl der eingenommenen Friedhöfe, getöteten Feinde, geklauter Flaggen oder ähnliches. Die Liste lässt sich zudem in Allianz und Horde unterteilen.