Der diesjährige E3 Auftritt von Blizzard Entertainment stand ganz im Zeichen von Warcraft 3 und World of Warcraft. Eine Menge Monitore ließen den interessierten Betrachter, aber auch den zufällig vorbeischlendernden Gamer innehalten. Außerdem gab es einen großen Videoscreen zu sehen, auf dem ein allerdings schon länger bekannter Trailer zum kommenden Echtzeit Strategie Rollenspiel Mix Warcraft 3 lief. Ein überdimensionales World of Warcraft Plakat rundete die äußere Atmosphäre ab.

Blizzard und Shirts

Sämtliche Blizzard Mitarbeiter machten einen äußerst gut gelaunten Eindruck und standen Rede und Antwort auf beinahe alle Fragen…auch wenn sie vieles nicht beantworten konnten, wollten oder durften. Gekleidet in schicke World of Warcraft Hemden (die allerdings nur Blizzard Angestellten zustehen, also bitte keine Nachfragen!) hatten die Entwickler jeweils einen harten Tag vor sich, denn Fragen prasselten regelrecht ununterbrochen auf sie ein. Auch die Konkurrenz von Everquest 2 wurde am Blizzard Stand gesichtet, allerdings war hier von einem echten Konkurrenzverhalten nicht viel zu merken, im Gegenteil, man könnte die Gespräche, die der Autor dieses Berichtes „belauschen“ konnte getrost unter die Kategorie „Austauschen von Höflichkeitsfloskeln“ einordnen.

Im Folgenden findet ihr nun die Eindrücke, die das Spiel auf der E3 hinterlassen hat, viel Spaß beim Lesen.

Vielleicht und Eventuell

Dass Blizzard Entertainment regelrecht Angst davor zu haben scheint, dass die Konkurrenz gewisse Ideen und Features sich zu eigen machen könnte, war allerorten zu merken. Man kann getrost davon ausgehen, dass World of Warcraft bereits erheblich weiter ist, als die Messeversion vermuten lässt. Auf Fragen nach gewissen Features wie z.B. Gildensupport erhielt man meist ein „maybe“ oder ein „could be“ oder auch ein „we will see“. Dass das natürlich für den geneigten Online RPG Fan recht unbefriedigend ist, leuchtet ein, die Motivation seitens des Herstellers ist aber ebenso verständlich und in diesem Wissen beschränken wir uns hier gerne auf Dinge, die bereits feststehen und ergehen uns ansonsten eben in gewissen Spekulationen und lesen ein wenig zwischen den Zeilen.

Grafikpracht allerorten

Das erste, was mir Blizzards PR Mann Beau Yarbrough nach einer herzlichen Begrüßung noch vor der eigentlichen Eröffnung der Messe in die Hand drückte war das diesjährige offizielle Presskit des Unternehmens. Die Screenshots, die darin enthalten waren dürften inzwischen jedem bekannt sein, ihr findet sie hier auf der Seite in der Bildergalerie. Diese Shots sehen großartig aus, können aber nicht darüber hinwegtäuschen dass Standbilder eben nicht das rüberbringen können, was bewegte Bilder zu leisten in der Lage sind. Man muss World of Warcraft gesehen haben und es gespielt haben um sich einen Eindruck der Engine machen zu können. Übereinstimmendes Urteil des Messebesucher war hier ein klares „Fantastic“.

Wir alle waren erstaunt, wie weit fortgeschritten das Spiel besonders in grafischer Hinsicht bereits ist. Eine große Liebe zum Detail ist zu erkennen, die Darstellung und Animation der Charaktere ist hervorragend, ebenso die Umgebungsgrafik. Die neue 3D Engine läuft zumindest im LAN absolut ruckelfrei und überzeugt durch butterweiches Scrolling. Mittels des Mausrades kann man stufenlos den Kamerawinkel positionieren, von einer „Tomb Raider“ artigen Ansicht bis hin zur Ego Shooter Perspektive. Meist spielt man seinen Charakter jedoch aus einer Ansicht von schräg hinten, was die beste Übersichtlichkeit garantiert.

So läuft man durch eine Menge verschiedener Landschaften, von einem lichten Wald bis hin zur öden Steppe. Auch ans Meer kann sich bereits bewegen, hier ist die Darstellung des Wassers ein absoluter Augenschmaus. Ein Leuchtturm, den man auf einer nahe gelegenen Insel erkennen kann ist besonders in der Dämmerung mehr als einen Blick wert. Das Leuchtfeuer dreht sich und taucht den Himmel in diffuses Licht, atmospärisch sensationell.

Weiter zur nächsten Seite