Vivendi Universal lud die Fachpresse am 19.02.2002 nach Paris ein und diese folgte dem Aufruf. Journalisten aus aller Welt bekamen Gelegenheit einen ersten und vielleicht auch zweiten Blick auf neue Produkte zu werfen, wir wollen uns hier natürlich auf World of Warcraft beschränken. Und das ist gut so, denn unbestritten war World of Warcraft das Highlight der Show.

Blizzard Entertainment hatte einige Prominenz aufgeboten, so war der Chef des Battle-Nets Paul Sams höchstpersönlich zugegen ebenso wie der Entwicklungsleiter und Produzent von World of Warcraft, Shane Dabiri. Sie präsentierten eine aktuelle Version des kommenden MMORPGs zusammen mit zwei weiteren Blizzard Mitarbeitern, einem Logik-Programmierer sowie einem Level-Designer. Professionell und sachlich begann die Vorführung mit dem Erstellen eines Charakters…diese leicht unterkühlte Atmosphäre wechselte im weiteren Verlauf allerdings stark ins Emotionale. Warum das so war erfahrt ihr im folgenden.

In World of Warcraft wird man sich seinen Charakter nach eigenen Wünschen „basteln“ können, männliche sowie weibliche. Im Moment stehen drei Rassen zur Verfügung als da wären Menschen, Orks oder Tauren. Bereits die Prozedur der Charaktererschaffung ist grafisch mehr als gelungen, von der Haarfarbe bis zur Farbe der Stiefel ist alles möglich. Der Charakter wird als 3D-Objekt in der Mitte des Bildschirmes dargestellt, sich dauerhaft drehend damit ihn nicht nur von vorne betrachten kann. Die drei Blizzard Mitarbeiter hatten alle einen Menschen gewählt und trafen sich nun per LAN in einem für die Präsentation vorbereiteten Spiel.

Gespielt wurde ein komplettes Quest in dem es um das Besiegen eines bestimmten Gegners ging. Das funktioniert allerdings nur mit einem besonderen magischen Schwert. Dieses ist nicht so ganz einfach zu beschaffen, wie man von einem NPC in der Stadt Westfall mitgeteilt bekommt ist diese Waffe in zwei Teile zerbrochen….

Dabiri führt seinen Charakter namens „Lothar“ durch die fantastische Welt Azeroth. Üppige Vegetation und detailreiche Landschaftsumgebungen machen die Grafik bereits jetzt zu einem Augenschmaus, welcher auf den bisher veröffentlichten Screenshots nicht einmal im Ansatz rüberkommt. Die Welt von Azeroth ist vielen sicherlich aus der Warcraft Serie bekannt, hier jedoch ist sie nur ein Teil des Spieles, es wird ebenso möglich sein benachbarte Länder zu bereisen. Nach den grausamen Kriegen zwischen Orks und Menschen und dem Einfluss der „Brennenden Legion“ ist Azeroth im Chaos versunken. Genau hier beginnt die Geschichte World of Warcraft, der Spieler bildet Allianzen und wird mit Hilfe von Freunden versuchen Friede in der Welt zu etablieren. Das gewisse andere Völker etwas dagegen haben werden versteht sich von selbst. Dabiri: „Wichtig ist uns eine epische Geschichte und eine Storyline, die sich im keinster Weise an irgendetwas realistischem orientieren soll. Die Welt von Warcraft ist eine Fantasiewelt in der alles möglich ist…trotzdem aber wollen den Spielern das Gefühl vermitteln, dass alleine sie verantwortlich für die weiteren Geschicke der Welt sind.“

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